Stochastik

A‾={0;…;k} mit Pp0(X≤k)≤α<Pp0(X≤k+1)\overline{A} = \{0; \ldots; k\} \text{ mit } P_{p_0}(X \leq k) \leq \alpha < P_{p_0}(X \leq k+1)

Voraussetzung: XX unter H0H_0 binomialverteilt mit nn und p0,p_0, linksseitiger Test

A‾\overline{A}
Ablehnungsbereich von H₀
kk
kritischer Wert, die größte Trefferzahl, die noch im Ablehnungsbereich liegt
XX
Testgröße, die Anzahl der Treffer in der Stichprobe
p0p_0
Trefferwahrscheinlichkeit laut Nullhypothese
α\alpha
Signifikanzniveau
Pp0P_{p_0}
Wahrscheinlichkeit, berechnet mit p = p₀

Der Ablehnungsbereich ist der größte Randbereich, dessen Wahrscheinlichkeit unter H₀ höchstens α beträgt.

Additionssatz

Mittelstufe
P(A∪B)=P(A)+P(B)−P(A∩B)P(A \cup B) = P(A) + P(B) - P(A \cap B)
A,BA, B
zwei Ereignisse desselben Zufallsexperiments
P(A∪B)P(A \cup B)
Wahrscheinlichkeit, dass A oder B (oder beide) eintreten
P(A∩B)P(A \cap B)
Wahrscheinlichkeit, dass A und B gleichzeitig eintreten
P(A),P(B)P(A), P(B)
Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Ereignisse

Die Wahrscheinlichkeit für A oder B ist P(A) plus P(B) minus die Wahrscheinlichkeit, dass beide eintreten.

xˉ=x1+x2+…+xnn\bar{x} = \frac{x_1 + x_2 + \ldots + x_n}{n}

Voraussetzung: n≥1n \geq 1

xˉ\bar{x}
arithmetisches Mittel, gesprochen „x quer“
x1,x2,…,xnx_1, x_2, \ldots, x_n
die einzelnen Werte, z.B. Messwerte oder Noten
nn
Anzahl der Werte

Der Mittelwert ist die Summe aller Werte geteilt durch die Anzahl der Werte.

PA(B)=P(A∩B)P(A)P_A(B) = \frac{P(A \cap B)}{P(A)}

Voraussetzung: P(A)>0P(A) > 0

PA(B)P_A(B)
Wahrscheinlichkeit von B unter der Bedingung A, auch P(B | A) geschrieben
AA
Bedingung, das Ereignis, von dem man weiß, dass es eingetreten ist
BB
Ereignis, dessen Wahrscheinlichkeit gesucht ist
P(A∩B)P(A \cap B)
Wahrscheinlichkeit, dass A und B beide eintreten
P(A)P(A)
Wahrscheinlichkeit der Bedingung A

Die Wahrscheinlichkeit von B unter der Bedingung A ist P(A ∩ B) geteilt durch P(A).

R2=1−∑i=1n(yi−y^i)2∑i=1n(yi−yˉ)2R^2 = 1 - \frac{\sum_{i=1}^{n} (y_i - \hat{y}_i)^2}{\sum_{i=1}^{n} (y_i - \bar{y})^2}

Voraussetzung: n≥2,n \geq 2, nicht alle yiy_i gleich,, y^i\hat{y}_i aus einer Kleinste-Quadrate-Regression mit Achsenabschnitt

R2R^2
Bestimmtheitsmaß, Anteil der durch das Modell erklärten Streuung
yiy_i
beobachtete Werte
y^i\hat{y}_i
vom Regressionsmodell vorhergesagte Werte
yˉ\bar{y}
Mittelwert der beobachteten Werte
nn
Anzahl der Datenpunkte

Das Bestimmtheitsmaß R² gibt an, welcher Anteil der Streuung der Daten durch das Regressionsmodell erklärt wird.

(nk)=n!k!⋅(n−k)!\binom{n}{k} = \frac{n!}{k! \cdot (n-k)!}

Voraussetzung: n,k∈N,n, k \in \mathbb{N}, 0≤k≤n0 \leq k \leq n

(nk)\binom{n}{k}
Binomialkoeffizient „n über k“, die Anzahl der k-elementigen Teilmengen einer n-elementigen Menge
nn
Anzahl der Objekte, aus denen ausgewählt wird
kk
Anzahl der ausgewählten Objekte
n!,k!,(n−k)!n!, k!, (n-k)!
Fakultäten, z.B. n! = n · (n−1) · … · 1, mit 0! = 1

n über k zählt die Möglichkeiten, k von n verschiedenen Objekten ohne Beachtung der Reihenfolge auszuwählen.

P(X=k)=(nk)⋅pk⋅(1−p)n−kP(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}

Voraussetzung: XX Trefferzahl einer Bernoulli-Kette,, n≥1,n \geq 1, 0≤p≤1,0 \leq p \leq 1, k∈{0,1,…,n}k \in \{0, 1, \ldots, n\}

XX
Zufallsgröße, die Anzahl der Treffer in der Bernoulli-Kette
nn
Länge der Bernoulli-Kette, also Anzahl der Durchführungen
kk
Anzahl der Treffer, deren Wahrscheinlichkeit gesucht ist
pp
Trefferwahrscheinlichkeit bei jeder einzelnen Durchführung
1−p1-p
Wahrscheinlichkeit für eine Niete bei jeder Durchführung
(nk)\binom{n}{k}
Binomialkoeffizient, Anzahl der Pfade mit genau k Treffern

Wahrscheinlichkeit für genau k Treffer bei n unabhängigen Versuchen mit Trefferwahrscheinlichkeit p.

χ2=∑i=1k(Ni−npi)2npi\chi^2 = \sum_{i=1}^{k} \frac{(N_i - n p_i)^2}{n p_i}

Voraussetzung: npi≥5n p_i \geq 5 für alle ii (Faustregel),, p1+…+pk=1p_1 + \ldots + p_k = 1

χ2\chi^2
Wert der Testgröße
kk
Anzahl der Klassen (Kategorien)
NiN_i
beobachtete Häufigkeit in Klasse i
nn
Stichprobenumfang, Summe aller N_i
pip_i
Wahrscheinlichkeit der Klasse i laut Nullhypothese
npin p_i
erwartete Häufigkeit in Klasse i unter H₀

Der Chi-Quadrat-Anpassungstest prüft, ob beobachtete Häufigkeiten zu einer vermuteten Verteilung passen.

χ2=∑i=1r∑j=1c(Nij−Eij)2Eij,Eij=Ni⋅⋅N⋅jn\chi^2 = \sum_{i=1}^{r} \sum_{j=1}^{c} \frac{(N_{ij} - E_{ij})^2}{E_{ij}}, \quad E_{ij} = \frac{N_{i\cdot} \cdot N_{\cdot j}}{n}

Voraussetzung: Eij≥5E_{ij} \geq 5 für alle Zellen (Faustregel)

χ2\chi^2
Wert der Testgröße
rr
Anzahl der Zeilen (Ausprägungen des ersten Merkmals)
cc
Anzahl der Spalten (Ausprägungen des zweiten Merkmals)
NijN_{ij}
beobachtete Häufigkeit in Zeile i und Spalte j
EijE_{ij}
erwartete Häufigkeit bei Unabhängigkeit
Ni⋅N_{i\cdot}
Summe der Zeile i
N⋅jN_{\cdot j}
Summe der Spalte j
nn
Gesamtzahl der Beobachtungen

Der Chi-Quadrat-Unabhängigkeitstest prüft anhand einer Kreuztabelle, ob zwei Merkmale unabhängig sind.

P(a≤X≤b)=∫abf(x) dxP(a \leq X \leq b) = \int_a^b f(x)\,\mathrm{d}x

Voraussetzung: f(x)≥0f(x) \geq 0 für alle x,x, ∫−∞∞f(x) dx=1,\int_{-\infty}^{\infty} f(x)\,\mathrm{d}x = 1, a≤ba \leq b

XX
stetige Zufallsgröße
ff
Dichtefunktion von X
a, ba,\ b
Grenzen des Intervalls, für das die Wahrscheinlichkeit gesucht ist
xx
Integrationsvariable

Bei einer stetigen Zufallsgröße ist die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall die Fläche unter der Dichtefunktion.

P(X=k)=1n,E(X)=n+12,V(X)=n2−112P(X = k) = \frac{1}{n}, \qquad E(X) = \frac{n+1}{2}, \qquad V(X) = \frac{n^2 - 1}{12}

Voraussetzung: XX nimmt die Werte 1,1, 2,…,n2, \ldots, n an,, n≥1n \geq 1

XX
Zufallsgröße, die jeden der Werte 1 bis n mit gleicher Wahrscheinlichkeit annimmt
kk
einer der möglichen Werte 1, 2, …, n
nn
Anzahl der möglichen Werte
E(X)E(X)
Erwartungswert
V(X)V(X)
Varianz

Nimmt X die Werte 1 bis n gleich wahrscheinlich an, gilt E(X) = (n+1)/2 und V(X) = (n²−1)/12.

s2=1n∑i=1n(xi−xˉ)2s^2 = \frac{1}{n} \sum_{i=1}^{n} (x_i - \bar{x})^2

Voraussetzung: n≥1n \geq 1

s2s^2
empirische Varianz der Daten
nn
Anzahl der Datenwerte
xix_i
der i-te Datenwert
ii
Laufindex von 1 bis n
xˉ\bar{x}
arithmetisches Mittel der Daten

Die empirische Varianz ist der Mittelwert der quadrierten Abweichungen der Daten von ihrem Mittelwert.

E(X)=∑i=1nxi⋅P(X=xi)E(X) = \sum_{i=1}^{n} x_i \cdot P(X = x_i)

Voraussetzung: XX nimmt genau die verschiedenen Werte x1,…,x_1, \ldots, xnx_n an

E(X)E(X)
Erwartungswert der Zufallsgröße X, oft auch μ geschrieben
XX
Zufallsgröße, z.B. Gewinn oder Augenzahl
xix_i
die möglichen Werte von X
P(X=xi)P(X = x_i)
Wahrscheinlichkeit, dass X den Wert x_i annimmt
nn
Anzahl der möglichen Werte
ii
Laufindex von 1 bis n

Der Erwartungswert ist die Summe aller Werte einer Zufallsgröße, jeweils mit ihrer Wahrscheinlichkeit gewichtet.

E(X)=∫−∞∞x⋅f(x) dxE(X) = \int_{-\infty}^{\infty} x \cdot f(x)\,\mathrm{d}x

Voraussetzung: XX stetig mit Dichte f,f, ∫−∞∞∣x∣⋅f(x) dx<∞\int_{-\infty}^{\infty} |x| \cdot f(x)\,\mathrm{d}x < \infty

E(X)E(X)
Erwartungswert der Zufallsgröße X, oft auch μ geschrieben
XX
stetige Zufallsgröße
ff
Dichtefunktion von X
xx
Integrationsvariable, ein möglicher Wert von X

Der Erwartungswert einer stetigen Zufallsgröße ist das Integral über x mal Dichte, der Schwerpunkt der Verteilung.

μ=n⋅p,σ=n⋅p⋅(1−p)\mu = n \cdot p,\quad \sigma = \sqrt{n \cdot p \cdot (1-p)}

Voraussetzung: XX binomialverteilt,, n∈N,n \in \mathbb{N}, n≥1,n \geq 1, 0≤p≤10 \leq p \leq 1

μ\mu
Erwartungswert E(X) der Trefferzahl
σ\sigma
Standardabweichung der Trefferzahl, Wurzel aus der Varianz V(X)
nn
Länge der Bernoulli-Kette
pp
Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem Versuch
1−p1-p
Nietenwahrscheinlichkeit bei jedem Versuch

Für eine binomialverteilte Trefferzahl gilt μ = n · p und σ = √(n · p · (1 − p)).

E(X)=1λ,V(X)=1λ2,σ=1λE(X) = \frac{1}{\lambda}, \qquad V(X) = \frac{1}{\lambda^2}, \qquad \sigma = \frac{1}{\lambda}

Voraussetzung: XX exponentialverteilt mit Rate λ>0\lambda > 0

XX
exponentialverteilte Zufallsgröße, z.B. Wartezeit oder Lebensdauer
E(X)E(X)
Erwartungswert, die mittlere Wartezeit
V(X)V(X)
Varianz, auch Var(X) geschrieben
σ\sigma
Standardabweichung
λ\lambda
Rate, mittlere Anzahl Ereignisse pro Zeiteinheit

Bei der Exponentialverteilung mit Rate λ sind Erwartungswert und Standardabweichung beide 1/λ, die Varianz ist 1/λ².

E(X)=λ,V(X)=λ,σ=λE(X) = \lambda, \qquad V(X) = \lambda, \qquad \sigma = \sqrt{\lambda}

Voraussetzung: XX Poisson-verteilt mit Parameter λ>0\lambda > 0

XX
Poisson-verteilte Zufallsgröße, z.B. Anzahl der Ereignisse pro Zeitraum
E(X)E(X)
Erwartungswert
V(X)V(X)
Varianz, auch Var(X) geschrieben
σ\sigma
Standardabweichung
λ\lambda
Parameter der Poisson-Verteilung, mittlere Anzahl der Ereignisse

Bei der Poisson-Verteilung sind Erwartungswert und Varianz beide gleich λ, die Standardabweichung ist √λ.

f(x)=λ e−λxf(x) = \lambda \, e^{-\lambda x}

Voraussetzung: λ>0,\lambda > 0, x≥0 (fu¨r x<0 ist f(x)=0)x \geq 0\ (\text{für } x < 0 \text{ ist } f(x) = 0)

f(x)f(x)
Wert der Dichtefunktion an der Stelle x
xx
Wartezeit oder Lebensdauer
λ\lambda
Rate, mittlere Anzahl Ereignisse pro Zeiteinheit; Kehrwert der mittleren Wartezeit
ee
Eulersche Zahl, etwa 2,718

Die Exponentialverteilung beschreibt Wartezeiten und Lebensdauern ohne Alterung, mit Dichte λ·e^(−λx) für x ≥ 0.

α∗=Pp0(X∈A‾),β=Pp1(X∈A)\alpha^* = P_{p_0}(X \in \overline{A}), \qquad \beta = P_{p_1}(X \in A)

Voraussetzung: XX binomialverteilt,, p0p_0 laut H0,H_0, p1p_1 ein Wert aus H1H_1

α∗\alpha^*
Wahrscheinlichkeit für den Fehler 1. Art, H₀ wird verworfen, obwohl sie stimmt
β\beta
Wahrscheinlichkeit für den Fehler 2. Art, H₀ wird nicht verworfen, obwohl sie falsch ist
XX
Testgröße, die Anzahl der Treffer in der Stichprobe
A, A‾A,\ \overline{A}
Annahmebereich und Ablehnungsbereich von H₀
p0p_0
Trefferwahrscheinlichkeit laut Nullhypothese
p1p_1
angenommene wahre Trefferwahrscheinlichkeit, für die β berechnet wird

Fehler 1. Art heißt, eine richtige Nullhypothese zu verwerfen, Fehler 2. Art, eine falsche beizubehalten.

Gauß-Test

Studium
z=xˉ−μ0σ/nz = \frac{\bar{x} - \mu_0}{\sigma / \sqrt{n}}

Voraussetzung: X1,…,XnX_1, \ldots, X_n unabhängig,, N(μ,σ2)N(\mu, \sigma^2)-verteilt mit bekanntem σ>0\sigma > 0

zz
Wert der Testgröße, unter H₀ standardnormalverteilt
xˉ\bar{x}
arithmetisches Mittel der Stichprobe
μ0\mu_0
Erwartungswert laut Nullhypothese
σ\sigma
bekannte Standardabweichung der Grundgesamtheit
nn
Stichprobenumfang

Der Gauß-Test prüft eine Hypothese über den Erwartungswert, wenn die Standardabweichung der Grundgesamtheit bekannt ist.

P(A‾)=1−P(A)P(\overline{A}) = 1 - P(A)
AA
ein Ereignis
A‾\overline{A}
Gegenereignis, „A tritt nicht ein“
P(A)P(A)
Wahrscheinlichkeit von A
P(A‾)P(\overline{A})
Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis nicht eintritt, ist 1 minus die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses.

P(X=k)=(1−p)k−1⋅pP(X = k) = (1-p)^{k-1} \cdot p

Voraussetzung: 0<p≤1,0 < p \leq 1, k∈{1,2,3,…}k \in \{1, 2, 3, \ldots\}

XX
Nummer des Versuchs, in dem der erste Treffer eintritt
kk
Versuchsnummer, deren Wahrscheinlichkeit gesucht ist
pp
Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem Versuch

Wahrscheinlichkeit, dass der erste Treffer einer Bernoulli-Kette genau im k-ten Versuch eintritt.

xˉgeo=x1⋅x2⋅…⋅xnn\bar{x}_{\text{geo}} = \sqrt[n]{x_1 \cdot x_2 \cdot \ldots \cdot x_n}

Voraussetzung: x1,…,xn>0,x_1, \ldots, x_n > 0, n≥1n \geq 1

xˉgeo\bar{x}_{\text{geo}}
geometrisches Mittel der Werte
x1,…,xnx_1, \ldots, x_n
die Werte, häufig Wachstumsfaktoren wie 1,1 für plus 10 %
nn
Anzahl der Werte

Das geometrische Mittel ist die n-te Wurzel aus dem Produkt von n positiven Werten, z.B. mittlerer Wachstumsfaktor.

lim⁡n→∞P(∣hn−p∣<ε)=1\lim_{n \to \infty} P\left(|h_n - p| < \varepsilon\right) = 1

Voraussetzung: nn unabhängige Versuche mit gleicher Trefferwahrscheinlichkeit p,p, ε>0\varepsilon > 0

hnh_n
relative Häufigkeit der Treffer nach n Versuchen
pp
Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem Versuch
nn
Anzahl der Versuche
ε\varepsilon
beliebig kleine, aber feste Toleranz

Mit wachsender Versuchszahl liegt die relative Häufigkeit mit immer größerer Wahrscheinlichkeit beliebig nah an p.

xˉw=w1x1+w2x2+…+wnxnw1+w2+…+wn\bar{x}_w = \frac{w_1 x_1 + w_2 x_2 + \ldots + w_n x_n}{w_1 + w_2 + \ldots + w_n}

Voraussetzung: w1,…,wn≥0,w_1, \ldots, w_n \geq 0, w1+…+wn>0w_1 + \ldots + w_n > 0

xˉw\bar{x}_w
gewichtetes Mittel
x1,…,xnx_1, \ldots, x_n
die Werte, z.B. Noten oder Mittelwerte von Gruppen
w1,…,wnw_1, \ldots, w_n
die Gewichte, z.B. wie oft ein Wert zählt oder wie groß eine Gruppe ist
nn
Anzahl der Werte

Beim gewichteten Mittel zählt jeder Wert so oft, wie sein Gewicht angibt; geteilt wird durch die Summe der Gewichte.

P(X=k)=(Mk)⋅(N−Mn−k)(Nn)P(X = k) = \frac{\binom{M}{k} \cdot \binom{N-M}{n-k}}{\binom{N}{n}}

Voraussetzung: 0≤M≤N,0 \leq M \leq N, 1≤n≤N,1 \leq n \leq N, k∈{0,1,…,n},k \in \{0, 1, \ldots, n\}, (ab)=0\binom{a}{b} = 0 für b>ab > a

XX
Anzahl der gezogenen Treffer-Objekte
NN
Gesamtzahl der Objekte in der Urne
MM
Anzahl der Treffer-Objekte in der Urne, z.B. rote Kugeln
nn
Anzahl der gezogenen Objekte (ohne Zurücklegen)
kk
gewünschte Anzahl an Treffern in der Stichprobe

Wahrscheinlichkeit für genau k Treffer, wenn man n Objekte ohne Zurücklegen aus N Objekten mit M Treffern zieht.

Pp0(X∈A‾)≤αP_{p_0}(X \in \overline{A}) \leq \alpha

Voraussetzung: XX unter H0H_0 binomialverteilt mit nn und p0,p_0, 0<α<10 < \alpha < 1

H0H_0
Nullhypothese, die Annahme über die Trefferwahrscheinlichkeit, die geprüft wird
p0p_0
Trefferwahrscheinlichkeit laut Nullhypothese
XX
Testgröße, die Anzahl der Treffer in der Stichprobe
nn
Stichprobenumfang
A‾\overline{A}
Ablehnungsbereich, die Werte von X, bei denen man H₀ verwirft
α\alpha
Signifikanzniveau, die höchstens erlaubte Irrtumswahrscheinlichkeit
Pp0P_{p_0}
Wahrscheinlichkeit, berechnet mit p = p₀

Ein Hypothesentest verwirft H₀, wenn das Ergebnis in einem Bereich liegt, der unter H₀ höchstens mit Wahrscheinlichkeit α vorkommt.

N=(n+k−1k)N = \binom{n+k-1}{k}

Voraussetzung: n≥1,n \geq 1, k∈N0k \in \mathbb{N}_0

NN
Anzahl der Möglichkeiten
nn
Anzahl der verschiedenen Sorten, aus denen gewählt wird
kk
Anzahl der gewählten Objekte
(n+k−1k)\binom{n+k-1}{k}
Binomialkoeffizient „n+k−1 über k“

Wer k Objekte aus n Sorten wählt, mit Wiederholung und ohne Reihenfolge, hat (n+k−1 über k) Möglichkeiten.

[ xˉ−tn−1; 1−α2⋅sn ; xˉ+tn−1; 1−α2⋅sn ]\left[\, \bar{x} - t_{n-1;\,1-\frac{\alpha}{2}} \cdot \frac{s}{\sqrt{n}} \,;\ \bar{x} + t_{n-1;\,1-\frac{\alpha}{2}} \cdot \frac{s}{\sqrt{n}} \,\right]

Voraussetzung: X1,…,XnX_1, \ldots, X_n unabhängig,, N(μ,σ2)N(\mu, \sigma^2)-verteilt mit unbekanntem σ,\sigma, n≥2,n \geq 2, 0<α<10 < \alpha < 1

xˉ\bar{x}
arithmetisches Mittel der Stichprobe
ss
korrigierte Standardabweichung der Stichprobe (mit n − 1 im Nenner)
nn
Stichprobenumfang
tn−1; 1−α2t_{n-1;\,1-\frac{\alpha}{2}}
Quantil der t-Verteilung mit n − 1 Freiheitsgraden
α\alpha
Irrtumswahrscheinlichkeit, 1 − α ist das Konfidenzniveau

Intervall um den Stichprobenmittelwert, das den unbekannten Erwartungswert μ mit Wahrscheinlichkeit 1 − α überdeckt.

[ h−zh(1−h)n ; h+zh(1−h)n ]\left[\, h - z \sqrt{\frac{h(1-h)}{n}} \,;\ h + z \sqrt{\frac{h(1-h)}{n}} \,\right]

Voraussetzung: n⋅h⋅(1−h)>9n \cdot h \cdot (1-h) > 9

hh
relative Häufigkeit der Treffer in der Stichprobe
nn
Stichprobenumfang
zz
Faktor zum Konfidenzniveau, z.B. 1,96 für 95 %

Intervall um den Stichprobenanteil h, das den unbekannten Anteil p mit vorgegebener Sicherheit überdeckt.

r=∑i=1n(xi−xˉ)(yi−yˉ)∑i=1n(xi−xˉ)2⋅∑i=1n(yi−yˉ)2r = \frac{\sum_{i=1}^{n} (x_i - \bar{x})(y_i - \bar{y})}{\sqrt{\sum_{i=1}^{n} (x_i - \bar{x})^2} \cdot \sqrt{\sum_{i=1}^{n} (y_i - \bar{y})^2}}

Voraussetzung: n≥2,n \geq 2, nicht alle xix_i gleich,, nicht alle yiy_i gleich

rr
empirischer Korrelationskoeffizient, zwischen −1 und 1
(xi,yi)(x_i, y_i)
die Datenpaare
xˉ,yˉ\bar{x}, \bar{y}
arithmetische Mittel der x- und der y-Werte
nn
Anzahl der Datenpaare
ii
Laufindex von 1 bis n

Der Korrelationskoeffizient r misst Stärke und Richtung eines linearen Zusammenhangs, mit Werten von −1 bis 1.

sn−12=1n−1∑i=1n(xi−xˉ)2s_{n-1}^2 = \frac{1}{n-1} \sum_{i=1}^{n} (x_i - \bar{x})^2

Voraussetzung: n≥2n \geq 2

sn−12s_{n-1}^2
korrigierte Stichprobenvarianz (Teiler n − 1)
nn
Stichprobenumfang
xix_i
der i-te Stichprobenwert
ii
Laufindex von 1 bis n
xˉ\bar{x}
arithmetisches Mittel der Stichprobe

Die korrigierte Stichprobenvarianz teilt die Summe der quadrierten Abweichungen durch n − 1 und schätzt σ² erwartungstreu.

Kovarianz

Studium
Cov⁡(X,Y)=E[(X−E(X))(Y−E(Y))]=E(XY)−E(X) E(Y)\operatorname{Cov}(X, Y) = E\big[(X - E(X))(Y - E(Y))\big] = E(XY) - E(X)\,E(Y)

Voraussetzung: E(X2)<∞,E(X^2) < \infty, E(Y2)<∞E(Y^2) < \infty

Cov⁡(X,Y)\operatorname{Cov}(X, Y)
Kovarianz von X und Y
X,YX, Y
Zufallsgrößen auf demselben Wahrscheinlichkeitsraum
EE
Erwartungswert

Die Kovarianz misst, ob zwei Zufallsgrößen gemeinsam über oder unter ihrem Erwartungswert liegen.

P(X≤k)=∑j=0k(nj)⋅pj⋅(1−p)n−jP(X \leq k) = \sum_{j=0}^{k} \binom{n}{j} \cdot p^j \cdot (1-p)^{n-j}

Voraussetzung: XX binomialverteilt mit nn und p,p, k∈{0,1,…,n}k \in \{0, 1, \ldots, n\}

P(X≤k)P(X \leq k)
Wahrscheinlichkeit für höchstens k Treffer
nn
Länge der Bernoulli-Kette
pp
Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem Versuch
kk
obere Grenze für die Trefferzahl
jj
Laufindex, die einzelnen Trefferzahlen von 0 bis k

Die Wahrscheinlichkeit für höchstens k Treffer ist die Summe der Binomialwahrscheinlichkeiten für 0 bis k Treffer.

P(A)=∣A∣∣Ω∣P(A) = \frac{|A|}{|\Omega|}

Voraussetzung: Ω\Omega endlich,, alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich

P(A)P(A)
Wahrscheinlichkeit des Ereignisses A
AA
Ereignis, die Menge der „günstigen“ Ergebnisse
∣A∣|A|
Anzahl der Ergebnisse, die zu A gehören
Ω\Omega
Ergebnismenge, alle möglichen Ergebnisse des Experiments
∣Ω∣|\Omega|
Anzahl aller möglichen Ergebnisse

Sind alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich, ist P(A) die Zahl günstiger durch die Zahl möglicher Ergebnisse.

E(aX+bY+c)=a E(X)+b E(Y)+cE(aX + bY + c) = a\,E(X) + b\,E(Y) + c

Voraussetzung: a,b,c∈R,a, b, c \in \mathbb{R}, E(X)E(X) und E(Y)E(Y) existieren

EE
Erwartungswert
X,YX, Y
Zufallsgrößen auf demselben Wahrscheinlichkeitsraum, nicht unbedingt unabhängig
a,b,ca, b, c
feste reelle Zahlen

Der Erwartungswert einer Linearkombination ist die Linearkombination der Erwartungswerte, auch ohne Unabhängigkeit.

θ^=arg⁡max⁡θL(θ),L(θ)=∏i=1nf(xi;θ)\hat{\theta} = \arg\max_{\theta} L(\theta), \quad L(\theta) = \prod_{i=1}^{n} f(x_i; \theta)

Voraussetzung: x1,…,xnx_1, \ldots, x_n Realisierungen unabhängiger, identisch verteilter Xi,X_i, Maximum existiert

θ^\hat{\theta}
Maximum-Likelihood-Schätzwert für den Parameter
θ\theta
unbekannter Parameter der Verteilung (auch mehrere Parameter)
L(θ)L(\theta)
Likelihood-Funktion, Plausibilität des Parameters bei gegebenen Daten
f(xi;θ)f(x_i; \theta)
Wahrscheinlichkeitsfunktion (diskret) oder Dichte (stetig) am Datenpunkt x_i
xix_i
beobachtete Werte der Stichprobe
nn
Stichprobenumfang

Der Maximum-Likelihood-Schätzer wählt den Parameterwert, unter dem die beobachteten Daten am wahrscheinlichsten sind.

Median

Unterstufe
x~={xn+12n ungerade12(xn2+xn2+1)n gerade\tilde{x} = \begin{cases} x_{\frac{n+1}{2}} & n \text{ ungerade} \\ \frac{1}{2}\left(x_{\frac{n}{2}} + x_{\frac{n}{2}+1}\right) & n \text{ gerade} \end{cases}

Voraussetzung: x1≤x2≤…≤xn,x_1 \leq x_2 \leq \ldots \leq x_n, n≥1n \geq 1

x~\tilde{x}
Median, auch Zentralwert genannt
x1,…,xnx_1, \ldots, x_n
die Datenwerte, der Größe nach sortiert
nn
Anzahl der Datenwerte

Der Median ist der Wert in der Mitte der der Größe nach sortierten Daten.

1−(1−p)n≥Pmin⁡  ⟺  n≥ln⁡(1−Pmin⁡)ln⁡(1−p)1 - (1-p)^n \geq P_{\min} \iff n \geq \frac{\ln(1 - P_{\min})}{\ln(1-p)}

Voraussetzung: 0<p<1,0 < p < 1, 0<Pmin⁡<1,0 < P_{\min} < 1, n∈Nn \in \mathbb{N}

pp
Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem einzelnen Versuch
nn
Anzahl der Versuche, gesucht ist die kleinste passende
Pmin⁡P_{\min}
geforderte Mindestwahrscheinlichkeit für mindestens einen Treffer
(1−p)n(1-p)^n
Wahrscheinlichkeit, in n Versuchen keinen einzigen Treffer zu haben

Wie viele Versuche braucht man, um mit einer Mindestwahrscheinlichkeit wenigstens einen Treffer zu erzielen?

Modalwert

Unterstufe
H(xmod)≥H(x) fu¨r alle Werte xH(x_{\mathrm{mod}}) \geq H(x) \text{ für alle Werte } x
xmodx_{\mathrm{mod}}
Modalwert, der Wert, der am häufigsten vorkommt
H(x)H(x)
absolute Häufigkeit, also wie oft der Wert x in den Daten vorkommt
xx
ein beliebiger Wert aus den Daten

Der Modalwert ist der Wert, der in einer Datenreihe am häufigsten vorkommt.

MX(t)=E(etX),E(Xk)=MX(k)(0)M_X(t) = E\left(e^{tX}\right), \qquad E\left(X^k\right) = M_X^{(k)}(0)

Voraussetzung: MX(t)<∞M_X(t) < \infty für alle tt in einem offenen Intervall um 0,0, k∈Nk \in \mathbb{N}

MX(t)M_X(t)
momenterzeugende Funktion der Zufallsgröße X an der Stelle t
XX
Zufallsgröße
tt
reelle Hilfsvariable
E(Xk)E(X^k)
k-tes Moment von X
MX(k)(0)M_X^{(k)}(0)
k-te Ableitung der momenterzeugenden Funktion an der Stelle 0
kk
Ordnung des Moments

Die momenterzeugende Funktion E(e^(tX)) liefert durch Ableiten an der Stelle 0 alle Momente einer Zufallsgröße.

P(X1=k1,…,Xr=kr)=n!k1!⋅k2!⋯kr!⋅p1k1⋅p2k2⋯prkrP(X_1 = k_1, \ldots, X_r = k_r) = \frac{n!}{k_1! \cdot k_2! \cdots k_r!} \cdot p_1^{k_1} \cdot p_2^{k_2} \cdots p_r^{k_r}

Voraussetzung: ki∈N0,k_i \in \mathbb{N}_0, k1+…+kr=n,k_1 + \ldots + k_r = n, pi≥0,p_i \geq 0, p1+…+pr=1p_1 + \ldots + p_r = 1

nn
Anzahl der unabhängigen Durchführungen
rr
Anzahl der möglichen Ausgänge pro Durchführung
XiX_i
Anzahl der Durchführungen mit Ausgang i
kik_i
gewünschte Anzahl für Ausgang i
pip_i
Wahrscheinlichkeit für Ausgang i bei einer Durchführung
n!k1!⋯kr!\frac{n!}{k_1! \cdots k_r!}
Multinomialkoeffizient, Anzahl der passenden Reihenfolgen

Wahrscheinlichkeit, bei n unabhängigen Versuchen mit r Ausgängen genau k₁-mal Ausgang 1, k₂-mal Ausgang 2 usw. zu erhalten.

P(X≤k)≈Φ(k+0,5−μσ),μ=np, σ=np(1−p)P(X \leq k) \approx \Phi\left(\frac{k + 0{,}5 - \mu}{\sigma}\right), \quad \mu = np,\ \sigma = \sqrt{np(1-p)}

Voraussetzung: XX binomialverteilt mit nn und p,p, σ>3\sigma > 3

XX
binomialverteilte Zufallsgröße, die Anzahl der Treffer
kk
obere Grenze für die Trefferzahl
Φ\Phi
Verteilungsfunktion der Standardnormalverteilung
μ\mu
Erwartungswert der Binomialverteilung
σ\sigma
Standardabweichung der Binomialverteilung
nn
Länge der Bernoulli-Kette
pp
Trefferwahrscheinlichkeit
0,50{,}5
Stetigkeitskorrektur, der halbe Abstand zwischen zwei ganzen Zahlen

Für σ > 3 lassen sich Binomialwahrscheinlichkeiten gut mit der Normalverteilung und der Stetigkeitskorrektur annähern.

φμ,σ(x)=1σ2π e−12(x−μσ)2\varphi_{\mu,\sigma}(x) = \frac{1}{\sigma \sqrt{2\pi}} \, e^{-\frac{1}{2}\left(\frac{x - \mu}{\sigma}\right)^2}

Voraussetzung: μ∈R,\mu \in \mathbb{R}, σ>0\sigma > 0

φμ,σ(x)\varphi_{\mu,\sigma}(x)
Wert der Dichtefunktion an der Stelle x
xx
beliebige reelle Zahl, ein möglicher Wert der Zufallsgröße
μ\mu
Erwartungswert, Lage des Hochpunkts der Glockenkurve
σ\sigma
Standardabweichung, bestimmt die Breite der Kurve
ee
Eulersche Zahl, etwa 2,718

Die Dichte der Normalverteilung ist die Gaußsche Glockenkurve mit Hochpunkt bei μ und Breite σ.

n≥z2⋅p (1−p)d2n \geq \frac{z^2 \cdot p\,(1 - p)}{d^2}

Voraussetzung: d>0,d > 0, 0≤p≤1;0 \leq p \leq 1; ohne Vorwissen über pp setzt man p=0,5p = 0{,}5

nn
notwendiger Stichprobenumfang
zz
Faktor zum Konfidenzniveau, z.B. 1,96 für 95 %
pp
(geschätzter) Anteil in der Grundgesamtheit
dd
gewünschte Genauigkeit, halbe Breite des Konfidenzintervalls

Mindestgröße einer Stichprobe, damit ein Konfidenzintervall für einen Anteil höchstens die halbe Breite d hat.

Permutationen

Mittelstufe
n!=n⋅(n−1)⋅…⋅2⋅1n! = n \cdot (n-1) \cdot \ldots \cdot 2 \cdot 1

Voraussetzung: n∈N0n \in \mathbb{N}_0

nn
Anzahl der unterscheidbaren Objekte
n!n!
„n Fakultät“, die Anzahl der möglichen Reihenfolgen der n Objekte

Für n verschiedene Objekte gibt es n! = n · (n−1) · … · 1 mögliche Reihenfolgen.

P(E)=P(Pfad1)+P(Pfad2)+…+P(Pfadm)P(E) = P(\text{Pfad}_1) + P(\text{Pfad}_2) + \ldots + P(\text{Pfad}_m)
EE
Ereignis, das aus mehreren Ergebnissen besteht
P(E)P(E)
Wahrscheinlichkeit des Ereignisses
P(Pfad1),…,P(Pfadm)P(\text{Pfad}_1), \ldots, P(\text{Pfad}_m)
Wahrscheinlichkeiten der Pfade, die zu E gehören (jeweils nach der Pfadmultiplikationsregel)
mm
Anzahl der Pfade, die zu E gehören

Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ist die Summe der Wahrscheinlichkeiten aller Pfade, die zu ihm gehören.

P(Pfad)=p1⋅p2⋅…⋅pnP(\text{Pfad}) = p_1 \cdot p_2 \cdot \ldots \cdot p_n
P(Pfad)P(\text{Pfad})
Wahrscheinlichkeit des Ergebnisses am Ende des Pfades
p1,p2,…,pnp_1, p_2, \ldots, p_n
Wahrscheinlichkeiten an den Ästen entlang des Pfades; ab der zweiten Stufe bedingte Wahrscheinlichkeiten, gegeben den bisherigen Pfad
nn
Anzahl der Stufen des Zufallsexperiments

Die Wahrscheinlichkeit eines Pfades im Baumdiagramm ist das Produkt der Wahrscheinlichkeiten entlang des Pfades.

(nk)pk(1−p)n−k≈λkk! e−λ,λ=np\binom{n}{k} p^k (1 - p)^{n-k} \approx \frac{\lambda^k}{k!}\, e^{-\lambda}, \qquad \lambda = n p

Voraussetzung: nn groß,, pp klein (Faustregel: n≥50, p≤0,1),n \geq 50,\ p \leq 0{,}1), k∈{0,1,…,n}k \in \{0, 1, \ldots, n\}

nn
Anzahl der unabhängigen Versuche
pp
Trefferwahrscheinlichkeit pro Versuch
kk
Anzahl der Treffer
λ\lambda
Erwartungswert der Trefferzahl, λ = n·p
ee
Eulersche Zahl, etwa 2,718

Bei vielen Versuchen mit kleiner Trefferwahrscheinlichkeit lässt sich die Binomialverteilung durch die Poisson-Verteilung mit λ = n·p ersetzen.

P(X=k)=λkk! e−λP(X = k) = \frac{\lambda^k}{k!} \, e^{-\lambda}

Voraussetzung: λ>0,\lambda > 0, k∈N0k \in \mathbb{N}_0

XX
Anzahl der Ereignisse in einem festen Zeitraum oder Bereich
kk
Anzahl, deren Wahrscheinlichkeit gesucht ist
λ\lambda
mittlere Anzahl der Ereignisse, zugleich Erwartungswert und Varianz
ee
Eulersche Zahl, etwa 2,718

Wahrscheinlichkeit für genau k Ereignisse, wenn im Mittel λ unabhängige Ereignisse pro Zeitraum auftreten.

dQ=Q3−Q1d_Q = Q_3 - Q_1

Voraussetzung: x1≤x2≤…≤xn,x_1 \leq x_2 \leq \ldots \leq x_n, n≥2n \geq 2

Q1Q_1
unteres Quartil, der Median der unteren Hälfte der Daten
Q3Q_3
oberes Quartil, der Median der oberen Hälfte der Daten
dQd_Q
Quartilsabstand (Interquartilsabstand), die Breite der Box im Boxplot
x1,…,xnx_1, \ldots, x_n
die Datenwerte, der Größe nach sortiert

Die Quartile teilen sortierte Daten in vier Viertel; Q₃ − Q₁ ist die Breite der mittleren Hälfte im Boxplot.

y=mx+bmitm=∑i=1n(xi−xˉ)(yi−yˉ)∑i=1n(xi−xˉ)2,b=yˉ−mxˉy = m x + b \quad \text{mit} \quad m = \frac{\sum_{i=1}^{n} (x_i - \bar{x})(y_i - \bar{y})}{\sum_{i=1}^{n} (x_i - \bar{x})^2},\quad b = \bar{y} - m \bar{x}

Voraussetzung: n≥2,n \geq 2, nicht alle xix_i gleich

mm
Steigung der Regressionsgeraden
bb
y-Achsenabschnitt der Regressionsgeraden
(xi,yi)(x_i, y_i)
die Datenpaare
xˉ,yˉ\bar{x}, \bar{y}
arithmetische Mittel der x- und der y-Werte
nn
Anzahl der Datenpaare
ii
Laufindex von 1 bis n

Die Regressionsgerade ist die Gerade, bei der die Summe der quadrierten senkrechten Abstände zu den Datenpunkten minimal ist.

h(A)=H(A)nh(A) = \frac{H(A)}{n}

Voraussetzung: n≥1n \geq 1

h(A)h(A)
relative Häufigkeit von A, ein Anteil zwischen 0 und 1
H(A)H(A)
absolute Häufigkeit, also wie oft A vorkommt
nn
Gesamtzahl aller Versuche oder Beobachtungen
AA
das Ergebnis oder Merkmal, das gezählt wird, z.B. „Sechs gewürfelt“

Die relative Häufigkeit ist der Anteil eines Ergebnisses an allen Versuchen, also Anzahl durch Gesamtzahl.

PB(A)=PA(B)⋅P(A)P(B)P_B(A) = \frac{P_A(B) \cdot P(A)}{P(B)}

Voraussetzung: P(A)>0,P(A) > 0, P(B)>0P(B) > 0

A,BA, B
zwei Ereignisse, z.B. A „Ursache“ und B „beobachtetes Merkmal“
PB(A)P_B(A)
gesuchte Wahrscheinlichkeit von A unter der Bedingung B, auch P(A | B)
PA(B)P_A(B)
bekannte Wahrscheinlichkeit von B unter der Bedingung A, auch P(B | A)
P(A)P(A)
Wahrscheinlichkeit von A ohne weiteres Wissen
P(B)P(B)
Gesamtwahrscheinlichkeit von B

Der Satz von Bayes dreht eine bedingte Wahrscheinlichkeit um und berechnet P_B(A) aus P_A(B).

P(B)=∑i=1nP(Ai)⋅PAi(B)P(B) = \sum_{i=1}^{n} P(A_i) \cdot P_{A_i}(B)

Voraussetzung: A1,…,AnA_1, \ldots, A_n paarweise unvereinbar,, A1∪…∪An=Ω,A_1 \cup \ldots \cup A_n = \Omega, P(Ai)>0P(A_i) > 0

BB
das Ereignis, dessen Wahrscheinlichkeit gesucht ist
A1,…,AnA_1, \ldots, A_n
Zerlegung der Ergebnismenge in Fälle, die sich nicht überschneiden
P(Ai)P(A_i)
Wahrscheinlichkeit des i-ten Falls
PAi(B)P_{A_i}(B)
bedingte Wahrscheinlichkeit von B im i-ten Fall
Ω\Omega
Ergebnismenge, also alle möglichen Ergebnisse
nn
Anzahl der Fälle

P(B) ergibt sich als Summe über alle Fälle Aᵢ, jeweils P(Aᵢ) mal die bedingte Wahrscheinlichkeit von B im Fall Aᵢ.

Sigma-Regeln

Oberstufe
P(∣X−μ∣≤kσ)≈{0,683k=10,954k=20,997k=3P(|X - \mu| \leq k\sigma) \approx \begin{cases} 0{,}683 & k = 1 \\ 0{,}954 & k = 2 \\ 0{,}997 & k = 3 \end{cases}

Voraussetzung: XX normalverteilt oder binomialverteilt mit σ>3\sigma > 3

XX
Zufallsgröße
μ\mu
Erwartungswert von X
σ\sigma
Standardabweichung von X
kk
Radius der Umgebung in Vielfachen von σ

Etwa 68,3 %, 95,4 % und 99,7 % der Werte liegen höchstens 1σ, 2σ und 3σ vom Erwartungswert entfernt.

Spannweite

Unterstufe
R=xmax⁡−xmin⁡R = x_{\max} - x_{\min}
RR
Spannweite
xmax⁡x_{\max}
größter Wert der Daten
xmin⁡x_{\min}
kleinster Wert der Daten

Die Spannweite ist der Abstand zwischen dem größten und dem kleinsten Wert einer Datenreihe.

s=s2=1n∑i=1n(xi−xˉ)2s = \sqrt{s^2} = \sqrt{\frac{1}{n} \sum_{i=1}^{n} (x_i - \bar{x})^2}

Voraussetzung: n≥1n \geq 1

ss
empirische Standardabweichung der Daten
s2s^2
empirische Varianz der Daten
nn
Anzahl der Datenwerte
xix_i
der i-te Datenwert
ii
Laufindex von 1 bis n
xˉ\bar{x}
arithmetisches Mittel der Daten

Die Standardabweichung ist die Wurzel aus der Varianz und misst die Streuung in der Einheit der Daten.

σXˉ=σn,gescha¨tzt:  SE=sn\sigma_{\bar{X}} = \frac{\sigma}{\sqrt{n}}, \qquad \text{geschätzt: } \ \mathrm{SE} = \frac{s}{\sqrt{n}}

Voraussetzung: X1,…,XnX_1, \ldots, X_n unabhängig mit gleicher Standardabweichung σ,\sigma, n≥1n \geq 1

σXˉ\sigma_{\bar{X}}
Standardabweichung des Stichprobenmittels
σ\sigma
Standardabweichung eines einzelnen Messwerts
nn
Stichprobenumfang
ss
korrigierte Standardabweichung der Stichprobe als Schätzung für σ
SE\mathrm{SE}
geschätzter Standardfehler

Der Standardfehler gibt an, wie stark der Mittelwert einer Stichprobe vom Umfang n um den wahren Erwartungswert schwankt.

z=x−μσz = \frac{x - \mu}{\sigma}

Voraussetzung: σ>0\sigma > 0

zz
standardisierter Wert (z-Wert), Abstand von μ in Standardabweichungen
xx
ursprünglicher Wert
μ\mu
Erwartungswert oder Mittelwert
σ\sigma
Standardabweichung

Der z-Wert gibt an, um wie viele Standardabweichungen ein Wert x vom Erwartungswert μ entfernt ist.

A⋅π⃗=π⃗,π1+…+πm=1A \cdot \vec{\pi} = \vec{\pi}, \qquad \pi_1 + \ldots + \pi_m = 1

Voraussetzung: AA stochastische Matrix (Spaltensummen 1),1), πi≥0\pi_i \geq 0

AA
Übergangsmatrix; a_ij ist die Wahrscheinlichkeit für einen Wechsel von Zustand j nach Zustand i
π⃗\vec{\pi}
stationäre Verteilung (Fixvektor), die sich durch einen Schritt nicht ändert
πi\pi_i
langfristiger Anteil bzw. Wahrscheinlichkeit von Zustand i
mm
Anzahl der Zustände

Eine stationäre Verteilung ist ein Wahrscheinlichkeitsvektor, den die Übergangsmatrix unverändert lässt; oft ist sie die Grenzverteilung.

f(x)={1b−aa≤x≤b0sonstf(x) = \begin{cases} \frac{1}{b-a} & a \leq x \leq b \\ 0 & \text{sonst} \end{cases}

Voraussetzung: a<ba < b

f(x)f(x)
Dichtefunktion der Zufallsgröße X
a, ba,\ b
linke und rechte Grenze des Intervalls, in dem X liegt
xx
beliebige reelle Zahl

Bei der stetigen Gleichverteilung ist die Dichte auf einem Intervall [a; b] konstant, Wahrscheinlichkeiten sind Rechteckflächen.

P(A∩B)=P(A)⋅P(B)P(A \cap B) = P(A) \cdot P(B)

Voraussetzung: A,BA, B Ereignisse desselben Zufallsexperiments

A,BA, B
zwei Ereignisse
P(A∩B)P(A \cap B)
Wahrscheinlichkeit, dass A und B gemeinsam eintreten
P(A),P(B)P(A), P(B)
Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Ereignisse

Zwei Ereignisse sind unabhängig, wenn die Wahrscheinlichkeit für beide zusammen das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten ist.

t-Test

Studium
t=xˉ−μ0s/nt = \frac{\bar{x} - \mu_0}{s / \sqrt{n}}

Voraussetzung: X1,…,XnX_1, \ldots, X_n unabhängig,, N(μ,σ2)N(\mu, \sigma^2)-verteilt mit unbekanntem σ,\sigma, n≥2,n \geq 2, s>0s > 0

tt
Wert der Testgröße, unter H₀ t-verteilt mit n − 1 Freiheitsgraden
xˉ\bar{x}
arithmetisches Mittel der Stichprobe
μ0\mu_0
Erwartungswert laut Nullhypothese
ss
korrigierte Standardabweichung der Stichprobe (mit n − 1 im Nenner)
nn
Stichprobenumfang

Der t-Test prüft eine Hypothese über den Erwartungswert, wenn die Standardabweichung aus der Stichprobe geschätzt wird.

fν(t)=Γ(ν+12)νπ Γ(ν2)(1+t2ν)−ν+12f_\nu(t) = \frac{\Gamma\left(\frac{\nu + 1}{2}\right)}{\sqrt{\nu\pi}\ \Gamma\left(\frac{\nu}{2}\right)} \left(1 + \frac{t^2}{\nu}\right)^{-\frac{\nu + 1}{2}}

Voraussetzung: ν>0 (meist ν∈N),\nu > 0\ (\text{meist } \nu \in \mathbb{N}), t∈Rt \in \mathbb{R}

fν(t)f_\nu(t)
Wert der Dichtefunktion an der Stelle t
tt
beliebige reelle Zahl, ein möglicher Wert der Zufallsgröße
ν\nu
Anzahl der Freiheitsgrade
Γ\Gamma
Gammafunktion, für natürliche Zahlen gilt Γ(n) = (n − 1)!
π\pi
Kreiszahl, etwa 3,14159

Die t-Verteilung mit ν Freiheitsgraden ist symmetrisch um 0, hat breitere Ränder als die Normalverteilung und dient zum Schätzen und Testen bei unbekanntem σ.

v⃗n+1=A⋅v⃗n,v⃗n=An⋅v⃗0\vec{v}_{n+1} = A \cdot \vec{v}_n, \qquad \vec{v}_n = A^n \cdot \vec{v}_0

Voraussetzung: aij≥0,a_{ij} \geq 0, jede Spaltensumme von AA ist 11

AA
Übergangsmatrix; a_ij ist die Wahrscheinlichkeit, in einem Schritt von Zustand j nach Zustand i zu wechseln
aija_{ij}
Eintrag in Zeile i und Spalte j der Übergangsmatrix
v⃗n\vec{v}_n
Zustandsvektor nach n Schritten, enthält die Wahrscheinlichkeiten (oder Anteile) der Zustände
v⃗0\vec{v}_0
Startvektor
nn
Anzahl der Schritte

Die Übergangsmatrix einer Markow-Kette berechnet aus der aktuellen Verteilung auf die Zustände die Verteilung nach dem nächsten Schritt.

P(∣X−μ∣≥c)≤σ2c2P\big(|X - \mu| \geq c\big) \leq \frac{\sigma^2}{c^2}

Voraussetzung: c>0,c > 0, μ=E(X),\mu = E(X), σ2=Var⁡(X)<∞\sigma^2 = \operatorname{Var}(X) < \infty

XX
Zufallsgröße mit beliebiger Verteilung
μ\mu
Erwartungswert von X
σ2\sigma^2
Varianz von X
cc
Mindestabstand vom Erwartungswert

Die Wahrscheinlichkeit, dass X mindestens um c von μ abweicht, ist höchstens σ²/c², für jede Verteilung.

Var⁡(aX+b)=a2Var⁡(X)\operatorname{Var}(aX + b) = a^2 \operatorname{Var}(X)

Voraussetzung: a,b∈R,a, b \in \mathbb{R}, Var⁡(X)\operatorname{Var}(X) existiert

Var⁡(X)\operatorname{Var}(X)
Varianz der Zufallsgröße X, in der Schule oft V(X)
XX
Zufallsgröße
aa
Streckfaktor
bb
Verschiebung

Eine Verschiebung um b ändert die Varianz nicht, ein Faktor a geht quadriert ein.

V(X+Y)=V(X)+V(Y)+2Cov⁡(X,Y)V(X + Y) = V(X) + V(Y) + 2\operatorname{Cov}(X, Y)

Voraussetzung: E(X2)<∞,E(X^2) < \infty, E(Y2)<∞E(Y^2) < \infty

V(X)V(X)
Varianz der Zufallsgröße X, auch Var(X) geschrieben
X,YX, Y
Zufallsgrößen auf demselben Wahrscheinlichkeitsraum
Cov⁡(X,Y)\operatorname{Cov}(X, Y)
Kovarianz von X und Y

Die Varianz einer Summe ist die Summe der Varianzen plus zweimal die Kovarianz; bei Unabhängigkeit fällt die Kovarianz weg.

V(X)=∑i=1n(xi−μ)2⋅P(X=xi)V(X) = \sum_{i=1}^{n} (x_i - \mu)^2 \cdot P(X = x_i)

Voraussetzung: XX nimmt genau die verschiedenen Werte x1,…,x_1, \ldots, xnx_n an,, μ=E(X)\mu = E(X)

V(X)V(X)
Varianz der Zufallsgröße X, auch Var(X) oder σ² geschrieben
XX
Zufallsgröße
xix_i
die möglichen Werte von X
P(X=xi)P(X = x_i)
Wahrscheinlichkeit, dass X den Wert x_i annimmt
μ\mu
Erwartungswert E(X)
nn
Anzahl der möglichen Werte
ii
Laufindex von 1 bis n

Die Varianz ist die mit den Wahrscheinlichkeiten gewichtete Summe der quadrierten Abweichungen vom Erwartungswert.

N=nkN = n^k

Voraussetzung: n≥1,n \geq 1, k∈N0k \in \mathbb{N}_0

NN
Anzahl der Möglichkeiten
nn
Anzahl der Auswahlmöglichkeiten an jeder Stelle
kk
Anzahl der Stellen oder Züge

Wer k-mal aus n Möglichkeiten wählt, mit Wiederholung und Reihenfolge, hat n hoch k Möglichkeiten.

N=n!(n−k)!=n⋅(n−1)⋅…⋅(n−k+1)N = \frac{n!}{(n-k)!} = n \cdot (n-1) \cdot \ldots \cdot (n-k+1)

Voraussetzung: n,k∈N0,n, k \in \mathbb{N}_0, k≤nk \leq n

NN
Anzahl der Möglichkeiten
nn
Anzahl der verschiedenen Objekte, aus denen gewählt wird
kk
Anzahl der ausgewählten Objekte, also der Plätze
n!n!
n Fakultät, das Produkt 1 · 2 · … · n

Wer k von n Objekten nacheinander auswählt, ohne Wiederholung und mit Reihenfolge, hat n!/(n−k)! Möglichkeiten.

V(X)=E(X2)−(E(X))2V(X) = E(X^2) - \big(E(X)\big)^2

Voraussetzung: E(X2)<∞E(X^2) < \infty

V(X)V(X)
Varianz der Zufallsgröße X, auch Var(X) geschrieben
E(X2)E(X^2)
Erwartungswert des Quadrats von X (zweites Moment)
E(X)E(X)
Erwartungswert von X

Die Varianz ist der Erwartungswert des Quadrats minus das Quadrat des Erwartungswerts.

F(x)=P(X≤x)F(x) = P(X \leq x)

Voraussetzung: XX Zufallsgröße,, x∈Rx \in \mathbb{R}

F(x)F(x)
Wert der Verteilungsfunktion an der Stelle x
XX
Zufallsgröße, diskret oder stetig
xx
beliebige reelle Zahl

Die Verteilungsfunktion gibt für jede Zahl x an, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Zufallsgröße höchstens x ist.

Vierfeldertafel

Mittelstufe
BB‾AP(A∩B)P(A∩B‾)P(A)A‾P(A‾∩B)P(A‾∩B‾)P(A‾)P(B)P(B‾)1\begin{array}{c|c|c|c} & B & \overline{B} & \\ \hline A & P(A \cap B) & P(A \cap \overline{B}) & P(A) \\ \hline \overline{A} & P(\overline{A} \cap B) & P(\overline{A} \cap \overline{B}) & P(\overline{A}) \\ \hline & P(B) & P(\overline{B}) & 1 \end{array}
A, BA,\ B
zwei Ereignisse oder Merkmale, z.B. „fährt Bus“ und „wohnt weit weg“
A‾, B‾\overline{A},\ \overline{B}
die Gegenereignisse, „nicht A“ und „nicht B“
P(A∩B)P(A \cap B)
Wahrscheinlichkeit, dass A und B zugleich eintreten
P(A), P(B)P(A),\ P(B)
Randwahrscheinlichkeiten, die Zeilen- und Spaltensummen

Die Vierfeldertafel ordnet die Wahrscheinlichkeiten zweier Merkmale so an, dass Zeilen und Spalten sich aufsummieren.

lim⁡n→∞P(Sn−nμσn≤z)=Φ(z),Sn=X1+…+Xn\lim_{n \to \infty} P\left(\frac{S_n - n\mu}{\sigma \sqrt{n}} \leq z\right) = \Phi(z), \quad S_n = X_1 + \ldots + X_n

Voraussetzung: X1,X2,…X_1, X_2, \ldots unabhängig und identisch verteilt,, E(Xi)=μ,E(X_i) = \mu, 0<V(Xi)=σ2<∞,0 < V(X_i) = \sigma^2 < \infty, z∈Rz \in \mathbb{R}

X1,…,XnX_1, \ldots, X_n
unabhängige, identisch verteilte Zufallsgrößen
SnS_n
Summe der ersten n Zufallsgrößen
nn
Anzahl der Summanden
μ\mu
Erwartungswert jedes einzelnen X_i
σ\sigma
Standardabweichung jedes einzelnen X_i
zz
beliebige reelle Schranke
Φ\Phi
Verteilungsfunktion der Standardnormalverteilung

Die standardisierte Summe vieler unabhängiger, gleich verteilter Zufallsgrößen ist für große n annähernd standardnormalverteilt.