Stochastik
Voraussetzung: unter binomialverteilt mit und linksseitiger Test
- Ablehnungsbereich von H₀
- kritischer Wert, die größte Trefferzahl, die noch im Ablehnungsbereich liegt
- Testgröße, die Anzahl der Treffer in der Stichprobe
- Trefferwahrscheinlichkeit laut Nullhypothese
- Signifikanzniveau
- Wahrscheinlichkeit, berechnet mit p = p₀
Der Ablehnungsbereich ist der größte Randbereich, dessen Wahrscheinlichkeit unter H₀ höchstens α beträgt.
Additionssatz
- zwei Ereignisse desselben Zufallsexperiments
- Wahrscheinlichkeit, dass A oder B (oder beide) eintreten
- Wahrscheinlichkeit, dass A und B gleichzeitig eintreten
- Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Ereignisse
Die Wahrscheinlichkeit für A oder B ist P(A) plus P(B) minus die Wahrscheinlichkeit, dass beide eintreten.
Arithmetisches Mittel
Voraussetzung:
- arithmetisches Mittel, gesprochen „x quer“
- die einzelnen Werte, z.B. Messwerte oder Noten
- Anzahl der Werte
Der Mittelwert ist die Summe aller Werte geteilt durch die Anzahl der Werte.
Bedingte Wahrscheinlichkeit
Voraussetzung:
- Wahrscheinlichkeit von B unter der Bedingung A, auch P(B | A) geschrieben
- Bedingung, das Ereignis, von dem man weiß, dass es eingetreten ist
- Ereignis, dessen Wahrscheinlichkeit gesucht ist
- Wahrscheinlichkeit, dass A und B beide eintreten
- Wahrscheinlichkeit der Bedingung A
Die Wahrscheinlichkeit von B unter der Bedingung A ist P(A ∩ B) geteilt durch P(A).
Bestimmtheitsmaß
Voraussetzung: nicht alle gleich aus einer Kleinste-Quadrate-Regression mit Achsenabschnitt
- Bestimmtheitsmaß, Anteil der durch das Modell erklärten Streuung
- beobachtete Werte
- vom Regressionsmodell vorhergesagte Werte
- Mittelwert der beobachteten Werte
- Anzahl der Datenpunkte
Das Bestimmtheitsmaß R² gibt an, welcher Anteil der Streuung der Daten durch das Regressionsmodell erklärt wird.
Binomialkoeffizient
Voraussetzung:
- Binomialkoeffizient „n über k“, die Anzahl der k-elementigen Teilmengen einer n-elementigen Menge
- Anzahl der Objekte, aus denen ausgewählt wird
- Anzahl der ausgewählten Objekte
- Fakultäten, z.B. n! = n · (n−1) · … · 1, mit 0! = 1
n über k zählt die Möglichkeiten, k von n verschiedenen Objekten ohne Beachtung der Reihenfolge auszuwählen.
Binomialverteilung
Voraussetzung: Trefferzahl einer Bernoulli-Kette
- Zufallsgröße, die Anzahl der Treffer in der Bernoulli-Kette
- Länge der Bernoulli-Kette, also Anzahl der Durchführungen
- Anzahl der Treffer, deren Wahrscheinlichkeit gesucht ist
- Trefferwahrscheinlichkeit bei jeder einzelnen Durchführung
- Wahrscheinlichkeit für eine Niete bei jeder Durchführung
- Binomialkoeffizient, Anzahl der Pfade mit genau k Treffern
Wahrscheinlichkeit für genau k Treffer bei n unabhängigen Versuchen mit Trefferwahrscheinlichkeit p.
Chi-Quadrat-Anpassungstest
Voraussetzung: für alle (Faustregel)
- Wert der Testgröße
- Anzahl der Klassen (Kategorien)
- beobachtete Häufigkeit in Klasse i
- Stichprobenumfang, Summe aller N_i
- Wahrscheinlichkeit der Klasse i laut Nullhypothese
- erwartete Häufigkeit in Klasse i unter H₀
Der Chi-Quadrat-Anpassungstest prüft, ob beobachtete Häufigkeiten zu einer vermuteten Verteilung passen.
Voraussetzung: für alle Zellen (Faustregel)
- Wert der Testgröße
- Anzahl der Zeilen (Ausprägungen des ersten Merkmals)
- Anzahl der Spalten (Ausprägungen des zweiten Merkmals)
- beobachtete Häufigkeit in Zeile i und Spalte j
- erwartete Häufigkeit bei Unabhängigkeit
- Summe der Zeile i
- Summe der Spalte j
- Gesamtzahl der Beobachtungen
Der Chi-Quadrat-Unabhängigkeitstest prüft anhand einer Kreuztabelle, ob zwei Merkmale unabhängig sind.
Dichtefunktion
Voraussetzung: für alle
- stetige Zufallsgröße
- Dichtefunktion von X
- Grenzen des Intervalls, für das die Wahrscheinlichkeit gesucht ist
- Integrationsvariable
Bei einer stetigen Zufallsgröße ist die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall die Fläche unter der Dichtefunktion.
Diskrete Gleichverteilung
Voraussetzung: nimmt die Werte an
- Zufallsgröße, die jeden der Werte 1 bis n mit gleicher Wahrscheinlichkeit annimmt
- einer der möglichen Werte 1, 2, …, n
- Anzahl der möglichen Werte
- Erwartungswert
- Varianz
Nimmt X die Werte 1 bis n gleich wahrscheinlich an, gilt E(X) = (n+1)/2 und V(X) = (n²−1)/12.
Empirische Varianz
Voraussetzung:
- empirische Varianz der Daten
- Anzahl der Datenwerte
- der i-te Datenwert
- Laufindex von 1 bis n
- arithmetisches Mittel der Daten
Die empirische Varianz ist der Mittelwert der quadrierten Abweichungen der Daten von ihrem Mittelwert.
Erwartungswert
Voraussetzung: nimmt genau die verschiedenen Werte an
- Erwartungswert der Zufallsgröße X, oft auch μ geschrieben
- Zufallsgröße, z.B. Gewinn oder Augenzahl
- die möglichen Werte von X
- Wahrscheinlichkeit, dass X den Wert x_i annimmt
- Anzahl der möglichen Werte
- Laufindex von 1 bis n
Der Erwartungswert ist die Summe aller Werte einer Zufallsgröße, jeweils mit ihrer Wahrscheinlichkeit gewichtet.
Voraussetzung: stetig mit Dichte
- Erwartungswert der Zufallsgröße X, oft auch μ geschrieben
- stetige Zufallsgröße
- Dichtefunktion von X
- Integrationsvariable, ein möglicher Wert von X
Der Erwartungswert einer stetigen Zufallsgröße ist das Integral über x mal Dichte, der Schwerpunkt der Verteilung.
Voraussetzung: binomialverteilt
- Erwartungswert E(X) der Trefferzahl
- Standardabweichung der Trefferzahl, Wurzel aus der Varianz V(X)
- Länge der Bernoulli-Kette
- Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem Versuch
- Nietenwahrscheinlichkeit bei jedem Versuch
Für eine binomialverteilte Trefferzahl gilt μ = n · p und σ = √(n · p · (1 − p)).
Voraussetzung: exponentialverteilt mit Rate
- exponentialverteilte Zufallsgröße, z.B. Wartezeit oder Lebensdauer
- Erwartungswert, die mittlere Wartezeit
- Varianz, auch Var(X) geschrieben
- Standardabweichung
- Rate, mittlere Anzahl Ereignisse pro Zeiteinheit
Bei der Exponentialverteilung mit Rate λ sind Erwartungswert und Standardabweichung beide 1/λ, die Varianz ist 1/λ².
Voraussetzung: Poisson-verteilt mit Parameter
- Poisson-verteilte Zufallsgröße, z.B. Anzahl der Ereignisse pro Zeitraum
- Erwartungswert
- Varianz, auch Var(X) geschrieben
- Standardabweichung
- Parameter der Poisson-Verteilung, mittlere Anzahl der Ereignisse
Bei der Poisson-Verteilung sind Erwartungswert und Varianz beide gleich λ, die Standardabweichung ist √λ.
Exponentialverteilung
Voraussetzung:
- Wert der Dichtefunktion an der Stelle x
- Wartezeit oder Lebensdauer
- Rate, mittlere Anzahl Ereignisse pro Zeiteinheit; Kehrwert der mittleren Wartezeit
- Eulersche Zahl, etwa 2,718
Die Exponentialverteilung beschreibt Wartezeiten und Lebensdauern ohne Alterung, mit Dichte λ·e^(−λx) für x ≥ 0.
Fehler 1. und 2. Art
Voraussetzung: binomialverteilt laut ein Wert aus
- Wahrscheinlichkeit für den Fehler 1. Art, H₀ wird verworfen, obwohl sie stimmt
- Wahrscheinlichkeit für den Fehler 2. Art, H₀ wird nicht verworfen, obwohl sie falsch ist
- Testgröße, die Anzahl der Treffer in der Stichprobe
- Annahmebereich und Ablehnungsbereich von H₀
- Trefferwahrscheinlichkeit laut Nullhypothese
- angenommene wahre Trefferwahrscheinlichkeit, für die β berechnet wird
Fehler 1. Art heißt, eine richtige Nullhypothese zu verwerfen, Fehler 2. Art, eine falsche beizubehalten.
Gauß-Test
Voraussetzung: unabhängig -verteilt mit bekanntem
- Wert der Testgröße, unter H₀ standardnormalverteilt
- arithmetisches Mittel der Stichprobe
- Erwartungswert laut Nullhypothese
- bekannte Standardabweichung der Grundgesamtheit
- Stichprobenumfang
Der Gauß-Test prüft eine Hypothese über den Erwartungswert, wenn die Standardabweichung der Grundgesamtheit bekannt ist.
Gegenwahrscheinlichkeit
- ein Ereignis
- Gegenereignis, „A tritt nicht ein“
- Wahrscheinlichkeit von A
- Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis nicht eintritt, ist 1 minus die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses.
Geometrische Verteilung
Voraussetzung:
- Nummer des Versuchs, in dem der erste Treffer eintritt
- Versuchsnummer, deren Wahrscheinlichkeit gesucht ist
- Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem Versuch
Wahrscheinlichkeit, dass der erste Treffer einer Bernoulli-Kette genau im k-ten Versuch eintritt.
Geometrisches Mittel
Voraussetzung:
- geometrisches Mittel der Werte
- die Werte, häufig Wachstumsfaktoren wie 1,1 für plus 10 %
- Anzahl der Werte
Das geometrische Mittel ist die n-te Wurzel aus dem Produkt von n positiven Werten, z.B. mittlerer Wachstumsfaktor.
Gesetz der großen Zahlen
Voraussetzung: unabhängige Versuche mit gleicher Trefferwahrscheinlichkeit
- relative Häufigkeit der Treffer nach n Versuchen
- Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem Versuch
- Anzahl der Versuche
- beliebig kleine, aber feste Toleranz
Mit wachsender Versuchszahl liegt die relative Häufigkeit mit immer größerer Wahrscheinlichkeit beliebig nah an p.
Gewichtetes Mittel
Voraussetzung:
- gewichtetes Mittel
- die Werte, z.B. Noten oder Mittelwerte von Gruppen
- die Gewichte, z.B. wie oft ein Wert zählt oder wie groß eine Gruppe ist
- Anzahl der Werte
Beim gewichteten Mittel zählt jeder Wert so oft, wie sein Gewicht angibt; geteilt wird durch die Summe der Gewichte.
Hypergeometrische Verteilung
Voraussetzung: für
- Anzahl der gezogenen Treffer-Objekte
- Gesamtzahl der Objekte in der Urne
- Anzahl der Treffer-Objekte in der Urne, z.B. rote Kugeln
- Anzahl der gezogenen Objekte (ohne Zurücklegen)
- gewünschte Anzahl an Treffern in der Stichprobe
Wahrscheinlichkeit für genau k Treffer, wenn man n Objekte ohne Zurücklegen aus N Objekten mit M Treffern zieht.
Hypothesentest
Voraussetzung: unter binomialverteilt mit und
- Nullhypothese, die Annahme über die Trefferwahrscheinlichkeit, die geprüft wird
- Trefferwahrscheinlichkeit laut Nullhypothese
- Testgröße, die Anzahl der Treffer in der Stichprobe
- Stichprobenumfang
- Ablehnungsbereich, die Werte von X, bei denen man H₀ verwirft
- Signifikanzniveau, die höchstens erlaubte Irrtumswahrscheinlichkeit
- Wahrscheinlichkeit, berechnet mit p = p₀
Ein Hypothesentest verwirft H₀, wenn das Ergebnis in einem Bereich liegt, der unter H₀ höchstens mit Wahrscheinlichkeit α vorkommt.
Kombination mit Wiederholung
Voraussetzung:
- Anzahl der Möglichkeiten
- Anzahl der verschiedenen Sorten, aus denen gewählt wird
- Anzahl der gewählten Objekte
- Binomialkoeffizient „n+k−1 über k“
Wer k Objekte aus n Sorten wählt, mit Wiederholung und ohne Reihenfolge, hat (n+k−1 über k) Möglichkeiten.
Voraussetzung: unabhängig -verteilt mit unbekanntem
- arithmetisches Mittel der Stichprobe
- korrigierte Standardabweichung der Stichprobe (mit n − 1 im Nenner)
- Stichprobenumfang
- Quantil der t-Verteilung mit n − 1 Freiheitsgraden
- Irrtumswahrscheinlichkeit, 1 − α ist das Konfidenzniveau
Intervall um den Stichprobenmittelwert, das den unbekannten Erwartungswert μ mit Wahrscheinlichkeit 1 − α überdeckt.
Konfidenzintervall für einen Anteil
Voraussetzung:
- relative Häufigkeit der Treffer in der Stichprobe
- Stichprobenumfang
- Faktor zum Konfidenzniveau, z.B. 1,96 für 95 %
Intervall um den Stichprobenanteil h, das den unbekannten Anteil p mit vorgegebener Sicherheit überdeckt.
Voraussetzung: nicht alle gleich nicht alle gleich
- empirischer Korrelationskoeffizient, zwischen −1 und 1
- die Datenpaare
- arithmetische Mittel der x- und der y-Werte
- Anzahl der Datenpaare
- Laufindex von 1 bis n
Der Korrelationskoeffizient r misst Stärke und Richtung eines linearen Zusammenhangs, mit Werten von −1 bis 1.
Voraussetzung:
- korrigierte Stichprobenvarianz (Teiler n − 1)
- Stichprobenumfang
- der i-te Stichprobenwert
- Laufindex von 1 bis n
- arithmetisches Mittel der Stichprobe
Die korrigierte Stichprobenvarianz teilt die Summe der quadrierten Abweichungen durch n − 1 und schätzt σ² erwartungstreu.
Kovarianz
Voraussetzung:
- Kovarianz von X und Y
- Zufallsgrößen auf demselben Wahrscheinlichkeitsraum
- Erwartungswert
Die Kovarianz misst, ob zwei Zufallsgrößen gemeinsam über oder unter ihrem Erwartungswert liegen.
Kumulierte Binomialverteilung
Voraussetzung: binomialverteilt mit und
- Wahrscheinlichkeit für höchstens k Treffer
- Länge der Bernoulli-Kette
- Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem Versuch
- obere Grenze für die Trefferzahl
- Laufindex, die einzelnen Trefferzahlen von 0 bis k
Die Wahrscheinlichkeit für höchstens k Treffer ist die Summe der Binomialwahrscheinlichkeiten für 0 bis k Treffer.
Laplace-Wahrscheinlichkeit
Voraussetzung: endlich alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich
- Wahrscheinlichkeit des Ereignisses A
- Ereignis, die Menge der „günstigen“ Ergebnisse
- Anzahl der Ergebnisse, die zu A gehören
- Ergebnismenge, alle möglichen Ergebnisse des Experiments
- Anzahl aller möglichen Ergebnisse
Sind alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich, ist P(A) die Zahl günstiger durch die Zahl möglicher Ergebnisse.
Voraussetzung: und existieren
- Erwartungswert
- Zufallsgrößen auf demselben Wahrscheinlichkeitsraum, nicht unbedingt unabhängig
- feste reelle Zahlen
Der Erwartungswert einer Linearkombination ist die Linearkombination der Erwartungswerte, auch ohne Unabhängigkeit.
Maximum-Likelihood-Schätzer
Voraussetzung: Realisierungen unabhängiger, identisch verteilter Maximum existiert
- Maximum-Likelihood-Schätzwert für den Parameter
- unbekannter Parameter der Verteilung (auch mehrere Parameter)
- Likelihood-Funktion, Plausibilität des Parameters bei gegebenen Daten
- Wahrscheinlichkeitsfunktion (diskret) oder Dichte (stetig) am Datenpunkt x_i
- beobachtete Werte der Stichprobe
- Stichprobenumfang
Der Maximum-Likelihood-Schätzer wählt den Parameterwert, unter dem die beobachteten Daten am wahrscheinlichsten sind.
Median
Voraussetzung:
- Median, auch Zentralwert genannt
- die Datenwerte, der Größe nach sortiert
- Anzahl der Datenwerte
Der Median ist der Wert in der Mitte der der Größe nach sortierten Daten.
Mindestens-einmal-Aufgabe
Voraussetzung:
- Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem einzelnen Versuch
- Anzahl der Versuche, gesucht ist die kleinste passende
- geforderte Mindestwahrscheinlichkeit für mindestens einen Treffer
- Wahrscheinlichkeit, in n Versuchen keinen einzigen Treffer zu haben
Wie viele Versuche braucht man, um mit einer Mindestwahrscheinlichkeit wenigstens einen Treffer zu erzielen?
Modalwert
- Modalwert, der Wert, der am häufigsten vorkommt
- absolute Häufigkeit, also wie oft der Wert x in den Daten vorkommt
- ein beliebiger Wert aus den Daten
Der Modalwert ist der Wert, der in einer Datenreihe am häufigsten vorkommt.
Momenterzeugende Funktion
Voraussetzung: für alle in einem offenen Intervall um
- momenterzeugende Funktion der Zufallsgröße X an der Stelle t
- Zufallsgröße
- reelle Hilfsvariable
- k-tes Moment von X
- k-te Ableitung der momenterzeugenden Funktion an der Stelle 0
- Ordnung des Moments
Die momenterzeugende Funktion E(e^(tX)) liefert durch Ableiten an der Stelle 0 alle Momente einer Zufallsgröße.
Multinomialverteilung
Voraussetzung:
- Anzahl der unabhängigen Durchführungen
- Anzahl der möglichen Ausgänge pro Durchführung
- Anzahl der Durchführungen mit Ausgang i
- gewünschte Anzahl für Ausgang i
- Wahrscheinlichkeit für Ausgang i bei einer Durchführung
- Multinomialkoeffizient, Anzahl der passenden Reihenfolgen
Wahrscheinlichkeit, bei n unabhängigen Versuchen mit r Ausgängen genau k₁-mal Ausgang 1, k₂-mal Ausgang 2 usw. zu erhalten.
Näherung von Moivre-Laplace
Voraussetzung: binomialverteilt mit und
- binomialverteilte Zufallsgröße, die Anzahl der Treffer
- obere Grenze für die Trefferzahl
- Verteilungsfunktion der Standardnormalverteilung
- Erwartungswert der Binomialverteilung
- Standardabweichung der Binomialverteilung
- Länge der Bernoulli-Kette
- Trefferwahrscheinlichkeit
- Stetigkeitskorrektur, der halbe Abstand zwischen zwei ganzen Zahlen
Für σ > 3 lassen sich Binomialwahrscheinlichkeiten gut mit der Normalverteilung und der Stetigkeitskorrektur annähern.
Normalverteilung
Voraussetzung:
- Wert der Dichtefunktion an der Stelle x
- beliebige reelle Zahl, ein möglicher Wert der Zufallsgröße
- Erwartungswert, Lage des Hochpunkts der Glockenkurve
- Standardabweichung, bestimmt die Breite der Kurve
- Eulersche Zahl, etwa 2,718
Die Dichte der Normalverteilung ist die Gaußsche Glockenkurve mit Hochpunkt bei μ und Breite σ.
Notwendiger Stichprobenumfang
Voraussetzung: ohne Vorwissen über setzt man
- notwendiger Stichprobenumfang
- Faktor zum Konfidenzniveau, z.B. 1,96 für 95 %
- (geschätzter) Anteil in der Grundgesamtheit
- gewünschte Genauigkeit, halbe Breite des Konfidenzintervalls
Mindestgröße einer Stichprobe, damit ein Konfidenzintervall für einen Anteil höchstens die halbe Breite d hat.
Permutationen
Voraussetzung:
- Anzahl der unterscheidbaren Objekte
- „n Fakultät“, die Anzahl der möglichen Reihenfolgen der n Objekte
Für n verschiedene Objekte gibt es n! = n · (n−1) · … · 1 mögliche Reihenfolgen.
Pfadadditionsregel
- Ereignis, das aus mehreren Ergebnissen besteht
- Wahrscheinlichkeit des Ereignisses
- Wahrscheinlichkeiten der Pfade, die zu E gehören (jeweils nach der Pfadmultiplikationsregel)
- Anzahl der Pfade, die zu E gehören
Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ist die Summe der Wahrscheinlichkeiten aller Pfade, die zu ihm gehören.
Pfadmultiplikationsregel
- Wahrscheinlichkeit des Ergebnisses am Ende des Pfades
- Wahrscheinlichkeiten an den Ästen entlang des Pfades; ab der zweiten Stufe bedingte Wahrscheinlichkeiten, gegeben den bisherigen Pfad
- Anzahl der Stufen des Zufallsexperiments
Die Wahrscheinlichkeit eines Pfades im Baumdiagramm ist das Produkt der Wahrscheinlichkeiten entlang des Pfades.
Voraussetzung: groß klein (Faustregel:
- Anzahl der unabhängigen Versuche
- Trefferwahrscheinlichkeit pro Versuch
- Anzahl der Treffer
- Erwartungswert der Trefferzahl, λ = n·p
- Eulersche Zahl, etwa 2,718
Bei vielen Versuchen mit kleiner Trefferwahrscheinlichkeit lässt sich die Binomialverteilung durch die Poisson-Verteilung mit λ = n·p ersetzen.
Poisson-Verteilung
Voraussetzung:
- Anzahl der Ereignisse in einem festen Zeitraum oder Bereich
- Anzahl, deren Wahrscheinlichkeit gesucht ist
- mittlere Anzahl der Ereignisse, zugleich Erwartungswert und Varianz
- Eulersche Zahl, etwa 2,718
Wahrscheinlichkeit für genau k Ereignisse, wenn im Mittel λ unabhängige Ereignisse pro Zeitraum auftreten.
Quartile und Boxplot
Voraussetzung:
- unteres Quartil, der Median der unteren Hälfte der Daten
- oberes Quartil, der Median der oberen Hälfte der Daten
- Quartilsabstand (Interquartilsabstand), die Breite der Box im Boxplot
- die Datenwerte, der Größe nach sortiert
Die Quartile teilen sortierte Daten in vier Viertel; Q₃ − Q₁ ist die Breite der mittleren Hälfte im Boxplot.
Regressionsgerade
Voraussetzung: nicht alle gleich
- Steigung der Regressionsgeraden
- y-Achsenabschnitt der Regressionsgeraden
- die Datenpaare
- arithmetische Mittel der x- und der y-Werte
- Anzahl der Datenpaare
- Laufindex von 1 bis n
Die Regressionsgerade ist die Gerade, bei der die Summe der quadrierten senkrechten Abstände zu den Datenpunkten minimal ist.
Relative Häufigkeit
Voraussetzung:
- relative Häufigkeit von A, ein Anteil zwischen 0 und 1
- absolute Häufigkeit, also wie oft A vorkommt
- Gesamtzahl aller Versuche oder Beobachtungen
- das Ergebnis oder Merkmal, das gezählt wird, z.B. „Sechs gewürfelt“
Die relative Häufigkeit ist der Anteil eines Ergebnisses an allen Versuchen, also Anzahl durch Gesamtzahl.
Satz von Bayes
Voraussetzung:
- zwei Ereignisse, z.B. A „Ursache“ und B „beobachtetes Merkmal“
- gesuchte Wahrscheinlichkeit von A unter der Bedingung B, auch P(A | B)
- bekannte Wahrscheinlichkeit von B unter der Bedingung A, auch P(B | A)
- Wahrscheinlichkeit von A ohne weiteres Wissen
- Gesamtwahrscheinlichkeit von B
Der Satz von Bayes dreht eine bedingte Wahrscheinlichkeit um und berechnet P_B(A) aus P_A(B).
Voraussetzung: paarweise unvereinbar
- das Ereignis, dessen Wahrscheinlichkeit gesucht ist
- Zerlegung der Ergebnismenge in Fälle, die sich nicht überschneiden
- Wahrscheinlichkeit des i-ten Falls
- bedingte Wahrscheinlichkeit von B im i-ten Fall
- Ergebnismenge, also alle möglichen Ergebnisse
- Anzahl der Fälle
P(B) ergibt sich als Summe über alle Fälle Aᵢ, jeweils P(Aᵢ) mal die bedingte Wahrscheinlichkeit von B im Fall Aᵢ.
Sigma-Regeln
Voraussetzung: normalverteilt oder binomialverteilt mit
- Zufallsgröße
- Erwartungswert von X
- Standardabweichung von X
- Radius der Umgebung in Vielfachen von σ
Etwa 68,3 %, 95,4 % und 99,7 % der Werte liegen höchstens 1σ, 2σ und 3σ vom Erwartungswert entfernt.
Spannweite
- Spannweite
- größter Wert der Daten
- kleinster Wert der Daten
Die Spannweite ist der Abstand zwischen dem größten und dem kleinsten Wert einer Datenreihe.
Standardabweichung
Voraussetzung:
- empirische Standardabweichung der Daten
- empirische Varianz der Daten
- Anzahl der Datenwerte
- der i-te Datenwert
- Laufindex von 1 bis n
- arithmetisches Mittel der Daten
Die Standardabweichung ist die Wurzel aus der Varianz und misst die Streuung in der Einheit der Daten.
Voraussetzung: unabhängig mit gleicher Standardabweichung
- Standardabweichung des Stichprobenmittels
- Standardabweichung eines einzelnen Messwerts
- Stichprobenumfang
- korrigierte Standardabweichung der Stichprobe als Schätzung für σ
- geschätzter Standardfehler
Der Standardfehler gibt an, wie stark der Mittelwert einer Stichprobe vom Umfang n um den wahren Erwartungswert schwankt.
Standardisierung
Voraussetzung:
- standardisierter Wert (z-Wert), Abstand von μ in Standardabweichungen
- ursprünglicher Wert
- Erwartungswert oder Mittelwert
- Standardabweichung
Der z-Wert gibt an, um wie viele Standardabweichungen ein Wert x vom Erwartungswert μ entfernt ist.
Stationäre Verteilung
Voraussetzung: stochastische Matrix (Spaltensummen
- Übergangsmatrix; a_ij ist die Wahrscheinlichkeit für einen Wechsel von Zustand j nach Zustand i
- stationäre Verteilung (Fixvektor), die sich durch einen Schritt nicht ändert
- langfristiger Anteil bzw. Wahrscheinlichkeit von Zustand i
- Anzahl der Zustände
Eine stationäre Verteilung ist ein Wahrscheinlichkeitsvektor, den die Übergangsmatrix unverändert lässt; oft ist sie die Grenzverteilung.
Stetige Gleichverteilung
Voraussetzung:
- Dichtefunktion der Zufallsgröße X
- linke und rechte Grenze des Intervalls, in dem X liegt
- beliebige reelle Zahl
Bei der stetigen Gleichverteilung ist die Dichte auf einem Intervall [a; b] konstant, Wahrscheinlichkeiten sind Rechteckflächen.
Stochastische Unabhängigkeit
Voraussetzung: Ereignisse desselben Zufallsexperiments
- zwei Ereignisse
- Wahrscheinlichkeit, dass A und B gemeinsam eintreten
- Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Ereignisse
Zwei Ereignisse sind unabhängig, wenn die Wahrscheinlichkeit für beide zusammen das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten ist.
t-Test
Voraussetzung: unabhängig -verteilt mit unbekanntem
- Wert der Testgröße, unter H₀ t-verteilt mit n − 1 Freiheitsgraden
- arithmetisches Mittel der Stichprobe
- Erwartungswert laut Nullhypothese
- korrigierte Standardabweichung der Stichprobe (mit n − 1 im Nenner)
- Stichprobenumfang
Der t-Test prüft eine Hypothese über den Erwartungswert, wenn die Standardabweichung aus der Stichprobe geschätzt wird.
t-Verteilung
Voraussetzung:
- Wert der Dichtefunktion an der Stelle t
- beliebige reelle Zahl, ein möglicher Wert der Zufallsgröße
- Anzahl der Freiheitsgrade
- Gammafunktion, für natürliche Zahlen gilt Γ(n) = (n − 1)!
- Kreiszahl, etwa 3,14159
Die t-Verteilung mit ν Freiheitsgraden ist symmetrisch um 0, hat breitere Ränder als die Normalverteilung und dient zum Schätzen und Testen bei unbekanntem σ.
Übergangsmatrix einer Markow-Kette
Voraussetzung: jede Spaltensumme von ist
- Übergangsmatrix; a_ij ist die Wahrscheinlichkeit, in einem Schritt von Zustand j nach Zustand i zu wechseln
- Eintrag in Zeile i und Spalte j der Übergangsmatrix
- Zustandsvektor nach n Schritten, enthält die Wahrscheinlichkeiten (oder Anteile) der Zustände
- Startvektor
- Anzahl der Schritte
Die Übergangsmatrix einer Markow-Kette berechnet aus der aktuellen Verteilung auf die Zustände die Verteilung nach dem nächsten Schritt.
Voraussetzung:
- Zufallsgröße mit beliebiger Verteilung
- Erwartungswert von X
- Varianz von X
- Mindestabstand vom Erwartungswert
Die Wahrscheinlichkeit, dass X mindestens um c von μ abweicht, ist höchstens σ²/c², für jede Verteilung.
Voraussetzung: existiert
- Varianz der Zufallsgröße X, in der Schule oft V(X)
- Zufallsgröße
- Streckfaktor
- Verschiebung
Eine Verschiebung um b ändert die Varianz nicht, ein Faktor a geht quadriert ein.
Varianz einer Summe
Voraussetzung:
- Varianz der Zufallsgröße X, auch Var(X) geschrieben
- Zufallsgrößen auf demselben Wahrscheinlichkeitsraum
- Kovarianz von X und Y
Die Varianz einer Summe ist die Summe der Varianzen plus zweimal die Kovarianz; bei Unabhängigkeit fällt die Kovarianz weg.
Varianz einer Zufallsgröße
Voraussetzung: nimmt genau die verschiedenen Werte an
- Varianz der Zufallsgröße X, auch Var(X) oder σ² geschrieben
- Zufallsgröße
- die möglichen Werte von X
- Wahrscheinlichkeit, dass X den Wert x_i annimmt
- Erwartungswert E(X)
- Anzahl der möglichen Werte
- Laufindex von 1 bis n
Die Varianz ist die mit den Wahrscheinlichkeiten gewichtete Summe der quadrierten Abweichungen vom Erwartungswert.
Variation mit Wiederholung
Voraussetzung:
- Anzahl der Möglichkeiten
- Anzahl der Auswahlmöglichkeiten an jeder Stelle
- Anzahl der Stellen oder Züge
Wer k-mal aus n Möglichkeiten wählt, mit Wiederholung und Reihenfolge, hat n hoch k Möglichkeiten.
Variation ohne Wiederholung
Voraussetzung:
- Anzahl der Möglichkeiten
- Anzahl der verschiedenen Objekte, aus denen gewählt wird
- Anzahl der ausgewählten Objekte, also der Plätze
- n Fakultät, das Produkt 1 · 2 · … · n
Wer k von n Objekten nacheinander auswählt, ohne Wiederholung und mit Reihenfolge, hat n!/(n−k)! Möglichkeiten.
Verschiebungssatz
Voraussetzung:
- Varianz der Zufallsgröße X, auch Var(X) geschrieben
- Erwartungswert des Quadrats von X (zweites Moment)
- Erwartungswert von X
Die Varianz ist der Erwartungswert des Quadrats minus das Quadrat des Erwartungswerts.
Verteilungsfunktion
Voraussetzung: Zufallsgröße
- Wert der Verteilungsfunktion an der Stelle x
- Zufallsgröße, diskret oder stetig
- beliebige reelle Zahl
Die Verteilungsfunktion gibt für jede Zahl x an, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Zufallsgröße höchstens x ist.
Vierfeldertafel
- zwei Ereignisse oder Merkmale, z.B. „fährt Bus“ und „wohnt weit weg“
- die Gegenereignisse, „nicht A“ und „nicht B“
- Wahrscheinlichkeit, dass A und B zugleich eintreten
- Randwahrscheinlichkeiten, die Zeilen- und Spaltensummen
Die Vierfeldertafel ordnet die Wahrscheinlichkeiten zweier Merkmale so an, dass Zeilen und Spalten sich aufsummieren.
Zentraler Grenzwertsatz
Voraussetzung: unabhängig und identisch verteilt
- unabhängige, identisch verteilte Zufallsgrößen
- Summe der ersten n Zufallsgrößen
- Anzahl der Summanden
- Erwartungswert jedes einzelnen X_i
- Standardabweichung jedes einzelnen X_i
- beliebige reelle Schranke
- Verteilungsfunktion der Standardnormalverteilung
Die standardisierte Summe vieler unabhängiger, gleich verteilter Zufallsgrößen ist für große n annähernd standardnormalverteilt.