Variation ohne Wiederholung
Voraussetzung:
- Anzahl der Möglichkeiten
- Anzahl der verschiedenen Objekte, aus denen gewählt wird
- Anzahl der ausgewählten Objekte, also der Plätze
- n Fakultät, das Produkt 1 · 2 · … · n
Wer k von n Objekten nacheinander auswählt, ohne Wiederholung und mit Reihenfolge, hat n!/(n−k)! Möglichkeiten.
Erklärung
Aus verschiedenen Objekten werden nacheinander ausgewählt. Dabei gilt:
- Ohne Wiederholung: Jedes Objekt kann nur einmal gewählt werden.
- Mit Reihenfolge: Es kommt darauf an, an welcher Stelle ein Objekt steht.
Für den ersten Platz gibt es Möglichkeiten, für den zweiten nur noch , und für den -ten noch . Das Produkt dieser Faktoren lässt sich kurz als schreiben, weil sich die Faktoren von bis wegkürzen.
Im Urnenmodell ist das Ziehen ohne Zurücklegen mit Beachtung der Reihenfolge. Sonderfall : Dann ist , und man erhält alle Anordnungen (Permutationen).
Spielt die Reihenfolge keine Rolle, teilt man noch durch die Anordnungen der gewählten Objekte und erhält den Binomialkoeffizienten .
Beispiele
Bei einem Lauf mit Teilnehmenden werden Gold, Silber und Bronze vergeben:
Ein Verein mit Mitgliedern wählt eine Vorsitzende, einen Stellvertreter und eine Kassenwartin. Niemand darf zwei Ämter haben:
Fünf Bücher in einer Reihe anordnen (): .
Typische Fehler
- Den Binomialkoeffizienten nehmen, obwohl die Reihenfolge zählt. gibt nur an, welche drei aufs Podest kommen, nicht wer welche Medaille bekommt. Richtig ist .
- Mit Wiederholung rechnen: würde erlauben, dass jemand zwei Medaillen gewinnt.
- Im Nenner statt schreiben.
- setzen. Es gilt .