Hypergeometrische Verteilung
Voraussetzung: für
- Anzahl der gezogenen Treffer-Objekte
- Gesamtzahl der Objekte in der Urne
- Anzahl der Treffer-Objekte in der Urne, z.B. rote Kugeln
- Anzahl der gezogenen Objekte (ohne Zurücklegen)
- gewünschte Anzahl an Treffern in der Stichprobe
Wahrscheinlichkeit für genau k Treffer, wenn man n Objekte ohne Zurücklegen aus N Objekten mit M Treffern zieht.
Erklärung
Eine Urne enthält Kugeln, davon Treffer (z.B. rot) und Nieten. Man zieht Kugeln ohne Zurücklegen. Die Anzahl der gezogenen Treffer heißt hypergeometrisch verteilt.
Die Formel ist eine Laplace-Wahrscheinlichkeit:
- Im Nenner steht die Anzahl aller möglichen Stichproben: .
- Im Zähler wählt man der Treffer und der Nieten aus, daher das Produkt.
Erwartungswert und Varianz (Varianz für ):
Der letzte Faktor ist kleiner als : Ohne Zurücklegen streut weniger als bei der Binomialverteilung. Ist sehr groß im Vergleich zu , ändert sich der Trefferanteil beim Ziehen kaum. Dann kann man näherungsweise mit der Binomialverteilung und rechnen.
Beispiele
In einer Urne liegen Kugeln, davon rot. Es werden gezogen. Genau rote:
Im Mittel zieht man rote Kugeln, die Varianz ist .
Lotto „6 aus 49“: , Gewinnzahlen, Kreuze. Genau Richtige:
Das ist etwa jeder . Tipp.
Typische Fehler
- Die Binomialverteilung verwenden, obwohl ohne Zurücklegen gezogen wird. Im Urnenbeispiel ergäbe statt .
- Im zweiten Faktor des Zählers falsche Zahlen einsetzen. Es sind die Nieten: Nieten, davon gezogen.
- und verwechseln: ist, was in der Urne ist, ist, was gezogen wird.