Kombination mit Wiederholung

Kombination mit Wiederholung

Studium
N=(n+k−1k)N = \binom{n+k-1}{k}

Voraussetzung: n≥1,n \geq 1, k∈N0k \in \mathbb{N}_0

NN
Anzahl der Möglichkeiten
nn
Anzahl der verschiedenen Sorten, aus denen gewählt wird
kk
Anzahl der gewählten Objekte
(n+k−1k)\binom{n+k-1}{k}
Binomialkoeffizient „n+k−1 über k“

Wer k Objekte aus n Sorten wählt, mit Wiederholung und ohne Reihenfolge, hat (n+k−1 über k) Möglichkeiten.

Erklärung

Gezählt werden Multimengen: Aus nn Sorten werden kk Objekte gewählt, jede Sorte darf beliebig oft vorkommen, und die Reihenfolge spielt keine Rolle. Im Urnenmodell entspricht das kk-maligem Ziehen mit Zurücklegen ohne Reihenfolge.

Herleitung (Sterne und Striche): Eine Auswahl wird als Folge aus kk Sternen und n−1n - 1 Trennstrichen codiert. Die Sterne vor dem ersten Strich gehören zur Sorte 11, die zwischen erstem und zweitem Strich zur Sorte 22 und so weiter. Bei n=3n = 3 und k=4k = 4 steht etwa ⋆⋆∣ ∣⋆⋆\star\star|\,|\star\star für zweimal Sorte 11, keinmal Sorte 22, zweimal Sorte 33. Jede Auswahl entspricht genau einer solchen Folge der Länge n+k−1n + k - 1. Man muss nur festlegen, welche kk Positionen Sterne sind, daher (n+k−1k)\binom{n+k-1}{k}.

Gleichwertig ist (n+k−1n−1)\binom{n+k-1}{n-1} (Positionen der Striche). Im Gegensatz zu (nk)\binom{n}{k} darf hier k>nk > n sein.

Die so gezählten Ergebnisse sind im Allgemeinen nicht gleich wahrscheinlich. Für Laplace-Wahrscheinlichkeiten muss man deshalb meist mit geordneten Tupeln (nkn^k) rechnen.

Beispiele

Eine Eisdiele hat 33 Sorten. Im Becher sind 44 Kugeln, die Anordnung ist egal:

N=(3+4−14)=(64)=15N = \binom{3 + 4 - 1}{4} = \binom{6}{4} = 15

Zwei gleich aussehende Würfel werden geworfen, notiert wird nur das Augenpaar ohne Reihenfolge (n=6n = 6, k=2k = 2):

N=(6+2−12)=(72)=21N = \binom{6 + 2 - 1}{2} = \binom{7}{2} = 21

Kontrolle: (62)=15\binom{6}{2} = 15 Paare mit verschiedenen Augen plus 66 Pasche ergibt 2121.

1010 gleiche Bonbons werden auf 44 Kinder verteilt, jedes darf leer ausgehen: (4+10−110)=(1310)=286\binom{4 + 10 - 1}{10} = \binom{13}{10} = 286.

Typische Fehler

  • (nk)\binom{n}{k} verwenden. Das zählt Auswahlen ohne Wiederholung; beim Eis wäre (34)=0\binom{3}{4} = 0 offensichtlich falsch.
  • nkn^k verwenden. 34=813^4 = 81 zählt geordnete Auswahlen, bei denen „Vanille, dann Schoko“ und „Schoko, dann Vanille“ verschieden sind.
  • Die 2121 Augenpaare als gleich wahrscheinlich ansehen. Ein Pasch hat die Wahrscheinlichkeit 136\frac{1}{36}, ein gemischtes Paar 236\frac{2}{36}, denn es gibt 62=366^2 = 36 gleich wahrscheinliche geordnete Ergebnisse.
  • nn und kk in (n+k−1k)\binom{n+k-1}{k} vertauschen. nn ist die Zahl der Sorten, kk die Zahl der gewählten Objekte.

Verwandte Formeln