Ablehnungsbereich bei der Binomialverteilung
Voraussetzung: unter binomialverteilt mit und linksseitiger Test
- Ablehnungsbereich von H₀
- kritischer Wert, die größte Trefferzahl, die noch im Ablehnungsbereich liegt
- Testgröße, die Anzahl der Treffer in der Stichprobe
- Trefferwahrscheinlichkeit laut Nullhypothese
- Signifikanzniveau
- Wahrscheinlichkeit, berechnet mit p = p₀
Der Ablehnungsbereich ist der größte Randbereich, dessen Wahrscheinlichkeit unter H₀ höchstens α beträgt.
Erklärung
Der Ablehnungsbereich eines Tests enthält die Trefferzahlen, bei denen man die Nullhypothese verwirft. Er liegt an dem Rand, an dem die Ergebnisse gegen sprechen, und wird mit der Trefferwahrscheinlichkeit der Nullhypothese berechnet.
Die Formel zeigt den linksseitigen Test (). Man sucht das größte , für das die kumulierte Wahrscheinlichkeit noch höchstens ist. Die anderen Fälle:
- Rechtsseitig (): mit dem kleinsten , für das gilt.
- Zweiseitig (): Man teilt auf beide Seiten auf und bestimmt links und rechts je einen Bereich mit höchstens .
Die übrigen Werte bilden den Annahmebereich . In der Praxis liest man die kumulierten Werte aus einer Tabelle ab oder probiert mit dem Taschenrechner benachbarte aus.
Beispiele
Eine Partei hatte bisher einen Stimmenanteil von . Es wird vermutet, dass er gesunken ist. Getestet wird gegen mit Befragten auf dem Niveau .
Also ist . Sprechen sich höchstens Befragte für die Partei aus, wird verworfen.
Zweiseitiger Test, ob eine Münze fair ist: , , . Auf jede Seite entfallen höchstens .
Wegen der Symmetrie bei ist der rechte Teil , denn . Ablehnungsbereich: . Die tatsächliche Irrtumswahrscheinlichkeit ist .
Typische Fehler
- Das erste nehmen, bei dem größer als ist. Der Ablehnungsbereich endet einen Wert davor.
- Beim zweiseitigen Test auf jeder Seite das volle verwenden. Jede Seite bekommt nur .
- Beim rechtsseitigen Test als berechnen. Richtig ist .
- Mit einem Wert aus statt mit rechnen.