Gauß-Test
Voraussetzung: unabhängig -verteilt mit bekanntem
- Wert der Testgröße, unter H₀ standardnormalverteilt
- arithmetisches Mittel der Stichprobe
- Erwartungswert laut Nullhypothese
- bekannte Standardabweichung der Grundgesamtheit
- Stichprobenumfang
Der Gauß-Test prüft eine Hypothese über den Erwartungswert, wenn die Standardabweichung der Grundgesamtheit bekannt ist.
Erklärung
Der Gauß-Test prüft, ob der Erwartungswert einer normalverteilten Größe einem vorgegebenen Wert entspricht. Die Standardabweichung muss bekannt sein, z.B. aus langer Erfahrung mit einem Messgerät. Unter ist die Testgröße standardnormalverteilt.
Entscheidungsregeln zum Signifikanzniveau mit Quantilen der Standardnormalverteilung:
| Nullhypothese | Alternative | verwerfen, wenn |
|---|---|---|
Für ist und . Gleichwertig vergleicht man den p-Wert mit . Ist unbekannt, nimmt man den t-Test. Für große ist der Gauß-Test auch ohne Normalverteilung näherungsweise gültig (zentraler Grenzwertsatz).
Beispiele
Eine Maschine füllt Beutel mit Sollgewicht , die Standardabweichung ist bekannt: . Eine Stichprobe von Beuteln ergibt . Zweiseitig mit :
wird verworfen, die Maschine füllt signifikant falsch ab. Der einseitige p-Wert ist , der zweiseitige .
Linksseitig () mit :
wird knapp nicht verworfen, der p-Wert ist .
Typische Fehler
- statt im Nenner. Dann wird fast nie etwas signifikant.
- Den Gauß-Test verwenden, obwohl nur aus der Stichprobe geschätzt wurde. Dann ist der t-Test richtig.
- Beim zweiseitigen Test das Quantil statt nehmen.
- Das Nichtverwerfen von als Beweis für werten. Es fehlt nur die Evidenz dagegen.