t-Test
Voraussetzung: unabhängig -verteilt mit unbekanntem
- Wert der Testgröße, unter H₀ t-verteilt mit n − 1 Freiheitsgraden
- arithmetisches Mittel der Stichprobe
- Erwartungswert laut Nullhypothese
- korrigierte Standardabweichung der Stichprobe (mit n − 1 im Nenner)
- Stichprobenumfang
Der t-Test prüft eine Hypothese über den Erwartungswert, wenn die Standardabweichung aus der Stichprobe geschätzt wird.
Erklärung
Der t-Test prüft wie der Gauß-Test eine Hypothese über den Erwartungswert einer normalverteilten Größe. Hier ist jedoch unbekannt und wird durch die Stichprobenstandardabweichung ersetzt. Dadurch ist die Testgröße unter nicht standardnormalverteilt, sondern t-verteilt mit Freiheitsgraden.
Entscheidungsregeln zum Signifikanzniveau :
- zweiseitig (): verwerfen, wenn
- rechtsseitig (): verwerfen, wenn
- linksseitig (): verwerfen, wenn
Der gepaarte t-Test vergleicht zwei Messungen an denselben Objekten (vorher/nachher). Man bildet die Differenzen und testet deren Mittelwert mit derselben Formel gegen . Für zwei unabhängige Stichproben gibt es den Zweistichproben-t-Test mit eigener Testgröße.
Der Test ist robust gegen leichte Abweichungen von der Normalverteilung, besonders bei größerem .
Beispiele
Ein Hersteller gibt eine mittlere Akkulaufzeit von an. Ein Test mit Geräten ergibt und :
- Zweiseitig mit : . Wegen wird nicht verworfen.
- Rechtsseitig (): . Wegen wird verworfen.
Die Wahl der Alternative muss deshalb vor dem Blick auf die Daten feststehen.
Gepaarter Test: Sechs Personen absolvieren einen Test vor und nach einem Training. Die Verbesserungen sind Punkte. Mittelwert , Varianz :
Mit ist die Verbesserung zweiseitig auf dem -Niveau nicht signifikant.
Typische Fehler
- Mit statt Freiheitsgraden in der Tabelle nachschlagen.
- Die unkorrigierte Standardabweichung (Nenner ) für verwenden.
- Vorher-nachher-Daten wie zwei unabhängige Stichproben behandeln. Bei Paaren rechnet man mit den Differenzen.
- Ein- oder zweiseitig erst nach Ansicht der Daten wählen, um ein signifikantes Ergebnis zu bekommen.