t-Verteilung
Voraussetzung:
- Wert der Dichtefunktion an der Stelle t
- beliebige reelle Zahl, ein möglicher Wert der Zufallsgröße
- Anzahl der Freiheitsgrade
- Gammafunktion, für natürliche Zahlen gilt Γ(n) = (n − 1)!
- Kreiszahl, etwa 3,14159
Die t-Verteilung mit ν Freiheitsgraden ist symmetrisch um 0, hat breitere Ränder als die Normalverteilung und dient zum Schätzen und Testen bei unbekanntem σ.
Erklärung
Sind unabhängig und -verteilt, dann ist die mit der geschätzten Standardabweichung standardisierte Größe
t-verteilt mit Freiheitsgraden. Weil selbst zufällig schwankt, streut stärker als eine standardnormalverteilte Größe. Deshalb hat die t-Verteilung breitere Ränder als die Glockenkurve. Für konvergiert sie gegen die Standardnormalverteilung.
Eigenschaften:
- symmetrisch um , also für
- für , also größer als
- für entsteht die Cauchy-Verteilung, die keinen Erwartungswert hat
Die Dichte selbst braucht man selten. Wichtig sind die Quantile mit , die man einer Tabelle oder Software entnimmt:
| 4 | 2,132 | 2,776 |
| 9 | 1,833 | 2,262 |
| 15 | 1,753 | 2,131 |
| 29 | 1,699 | 2,045 |
| ∞ | 1,645 | 1,960 |
Beispiele
Bei einer Stichprobe vom Umfang hat die Testgröße Freiheitsgrade. Das zweiseitige -Quantil ist , d.h.
Zum Vergleich: Bei der Standardnormalverteilung reicht dafür . Einseitig gilt .
Die Varianz für ist , also deutlich größer als .
Typische Fehler
- Die falsche Zahl der Freiheitsgrade verwenden. Beim Einstichproben-Fall ist , nicht .
- Bei unbekanntem und kleinem mit Normalverteilungsquantilen rechnen. Das macht Konfidenzintervalle zu schmal und Tests zu oft signifikant.
- Ein- und zweiseitige Quantile verwechseln. Für ein zweiseitiges Niveau braucht man , nicht .
- Vergessen, dass die t-Verteilung normalverteilte Daten voraussetzt. Bei kleinen, stark schiefen Stichproben ist sie nur grob gültig.