Konfidenzintervall für den Erwartungswert
Voraussetzung: unabhängig -verteilt mit unbekanntem
- arithmetisches Mittel der Stichprobe
- korrigierte Standardabweichung der Stichprobe (mit n − 1 im Nenner)
- Stichprobenumfang
- Quantil der t-Verteilung mit n − 1 Freiheitsgraden
- Irrtumswahrscheinlichkeit, 1 − α ist das Konfidenzniveau
Intervall um den Stichprobenmittelwert, das den unbekannten Erwartungswert μ mit Wahrscheinlichkeit 1 − α überdeckt.
Erklärung
Aus einer Stichprobe soll der unbekannte Erwartungswert geschätzt werden. Statt nur den Punktschätzer anzugeben, konstruiert man ein Intervall, das mit vorgegebener Sicherheit (Konfidenzniveau) überdeckt.
Grundlage ist, dass bei normalverteilten Daten t-verteilt mit Freiheitsgraden ist. Aus folgt das Intervall durch Auflösen nach .
Varianten:
- bekannt: Man ersetzt durch und das t-Quantil durch das Normalverteilungsquantil (z.B. für ).
- Daten nicht normalverteilt, groß (Faustregel ): Nach dem zentralen Grenzwertsatz gilt das Intervall näherungsweise.
Die Breite des Intervalls schrumpft mit und wächst mit dem Konfidenzniveau.
Beispiele
Eine Abfüllanlage wird geprüft: Packungen, Mittelwert , Standardabweichung . Für ist :
Wäre bekannt, betrüge der Radius nur .
Bei Prüfungsergebnissen mit und ist , der Radius und das Intervall .
Typische Fehler
- Das Konfidenzniveau als Wahrscheinlichkeit für deuten. Zufällig ist das Intervall, nicht : Das Verfahren liefert in aller Stichproben ein Intervall, das enthält.
- Bei unbekanntem und kleinem das Normalverteilungsquantil nehmen. Das Intervall wird zu schmal.
- statt verwenden. Dann beschreibt man die Streuung einzelner Werte, nicht die des Mittelwerts.
- Die unkorrigierte Standardabweichung (Nenner ) einsetzen. Das t-Intervall setzt die korrigierte Version mit voraus.