Binomialkoeffizient
Voraussetzung:
- Binomialkoeffizient „n über k“, die Anzahl der k-elementigen Teilmengen einer n-elementigen Menge
- Anzahl der Objekte, aus denen ausgewählt wird
- Anzahl der ausgewählten Objekte
- Fakultäten, z.B. n! = n · (n−1) · … · 1, mit 0! = 1
n über k zählt die Möglichkeiten, k von n verschiedenen Objekten ohne Beachtung der Reihenfolge auszuwählen.
Erklärung
Der Binomialkoeffizient , gesprochen „ über “, zählt, wie viele Möglichkeiten es gibt, aus verschiedenen Objekten Stück auszuwählen, wenn die Reihenfolge keine Rolle spielt und kein Objekt doppelt gewählt wird (Ziehen ohne Zurücklegen, ohne Reihenfolge).
Herleitung: Mit Reihenfolge gibt es Möglichkeiten. Jede Auswahl von Objekten kommt dabei in Reihenfolgen vor. Also teilt man noch durch .
Nützliche Eigenschaften:
- und
- Symmetrie: , denn auswählen heißt weglassen.
- Pascalsches Dreieck:
In der Binomialverteilung gibt an, wie viele Pfade einer Bernoulli-Kette der Länge genau Treffer haben.
Beispiele
Aus einer Klasse sollen von Interessierten in den Schülerrat:
Lotto „6 aus 49“: Es gibt
mögliche Tipps. Die Wahrscheinlichkeit für sechs Richtige mit einem Tipp ist also .
Eine Münze wird viermal geworfen. Genau zweimal Kopf gibt es auf Arten: KKZZ, KZKZ, KZZK, ZKKZ, ZKZK, ZZKK.
Typische Fehler
- verwenden, obwohl die Reihenfolge zählt. Für Gold, Silber und Bronze unter Teilnehmenden gibt es Möglichkeiten, nicht .
- Den Bruch rechnen. ist nicht geteilt durch : , aber .
- Auf dem Taschenrechner nPr statt nCr drücken. nPr berechnet die Anzahl mit Reihenfolge.
- annehmen. Es gibt genau eine Möglichkeit, nichts auszuwählen: .