Binomialkoeffizient

Binomialkoeffizient

Oberstufe
(nk)=n!k!⋅(n−k)!\binom{n}{k} = \frac{n!}{k! \cdot (n-k)!}

Voraussetzung: n,k∈N,n, k \in \mathbb{N}, 0≤k≤n0 \leq k \leq n

(nk)\binom{n}{k}
Binomialkoeffizient „n über k“, die Anzahl der k-elementigen Teilmengen einer n-elementigen Menge
nn
Anzahl der Objekte, aus denen ausgewählt wird
kk
Anzahl der ausgewählten Objekte
n!,k!,(n−k)!n!, k!, (n-k)!
Fakultäten, z.B. n! = n · (n−1) · … · 1, mit 0! = 1

n über k zählt die Möglichkeiten, k von n verschiedenen Objekten ohne Beachtung der Reihenfolge auszuwählen.

Erklärung

Der Binomialkoeffizient (nk)\binom{n}{k}, gesprochen „nn über kk“, zählt, wie viele Möglichkeiten es gibt, aus nn verschiedenen Objekten kk Stück auszuwählen, wenn die Reihenfolge keine Rolle spielt und kein Objekt doppelt gewählt wird (Ziehen ohne Zurücklegen, ohne Reihenfolge).

Herleitung: Mit Reihenfolge gibt es n⋅(n−1)⋅…⋅(n−k+1)=n!(n−k)!n \cdot (n-1) \cdot \ldots \cdot (n-k+1) = \frac{n!}{(n-k)!} Möglichkeiten. Jede Auswahl von kk Objekten kommt dabei in k!k! Reihenfolgen vor. Also teilt man noch durch k!k!.

Nützliche Eigenschaften:

  • (n0)=(nn)=1\binom{n}{0} = \binom{n}{n} = 1 und (n1)=n\binom{n}{1} = n
  • Symmetrie: (nk)=(nn−k)\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}, denn kk auswählen heißt n−kn - k weglassen.
  • Pascalsches Dreieck: (nk)+(nk+1)=(n+1k+1)\binom{n}{k} + \binom{n}{k+1} = \binom{n+1}{k+1}

In der Binomialverteilung gibt (nk)\binom{n}{k} an, wie viele Pfade einer Bernoulli-Kette der Länge nn genau kk Treffer haben.

Beispiele

Aus einer Klasse sollen 33 von 88 Interessierten in den Schülerrat:

(83)=8!3!⋅5!=8⋅7⋅63⋅2⋅1=56\binom{8}{3} = \frac{8!}{3! \cdot 5!} = \frac{8 \cdot 7 \cdot 6}{3 \cdot 2 \cdot 1} = 56

Lotto „6 aus 49“: Es gibt

(496)=49⋅48⋅47⋅46⋅45⋅446!=13 983 816\binom{49}{6} = \frac{49 \cdot 48 \cdot 47 \cdot 46 \cdot 45 \cdot 44}{6!} = 13\,983\,816

mögliche Tipps. Die Wahrscheinlichkeit für sechs Richtige mit einem Tipp ist also 113 983 816\frac{1}{13\,983\,816}.

Eine Münze wird viermal geworfen. Genau zweimal Kopf gibt es auf (42)=6\binom{4}{2} = 6 Arten: KKZZ, KZKZ, KZZK, ZKKZ, ZKZK, ZZKK.

Typische Fehler

  • (nk)\binom{n}{k} verwenden, obwohl die Reihenfolge zählt. Für Gold, Silber und Bronze unter 88 Teilnehmenden gibt es 8⋅7⋅6=3368 \cdot 7 \cdot 6 = 336 Möglichkeiten, nicht 5656.
  • Den Bruch nk\frac{n}{k} rechnen. (nk)\binom{n}{k} ist nicht nn geteilt durch kk: (83)=56\binom{8}{3} = 56, aber 83≈2,67\frac{8}{3} \approx 2{,}67.
  • Auf dem Taschenrechner nPr statt nCr drücken. nPr berechnet die Anzahl mit Reihenfolge.
  • (n0)=0\binom{n}{0} = 0 annehmen. Es gibt genau eine Möglichkeit, nichts auszuwählen: (70)=1\binom{7}{0} = 1.

Verwandte Formeln