Verteilungsfunktion
Oberstufe
Voraussetzung: Zufallsgröße
- Wert der Verteilungsfunktion an der Stelle x
- Zufallsgröße, diskret oder stetig
- beliebige reelle Zahl
Die Verteilungsfunktion gibt für jede Zahl x an, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Zufallsgröße höchstens x ist.
Erklärung
Die Verteilungsfunktion einer Zufallsgröße ordnet jeder Zahl die Wahrscheinlichkeit zu, dass höchstens ist. Sie fasst die Wahrscheinlichkeiten von links her zusammen.
- Bei einer diskreten Zufallsgröße addiert man alle mit . Der Graph ist eine Treppe.
- Bei einer stetigen Zufallsgröße mit Dichte ist . ist eine Stammfunktion der Dichte, also .
Jede Verteilungsfunktion ist monoton wachsend, beginnt links bei und strebt rechts gegen . Für Intervalle gilt
Bei einer stetigen Zufallsgröße nennt man den Wert mit den Median der Verteilung.
Beispiele
Augenzahl eines fairen Würfels:
Auch , denn zwischen und kommt kein Wert dazu. Für ist .
habe die Dichte auf (sonst ). Dann ist für
Damit ist und , also . Der Median folgt aus : .
Typische Fehler
- mit verwechseln. liefert Wahrscheinlichkeiten, nur Dichtewerte.
- Bei diskreten Größen als rechnen. Dabei fehlt ; richtig ist bei ganzzahligen Werten.
- Die Verteilungsfunktion außerhalb des Intervalls vergessen: Für ist im zweiten Beispiel , nicht .