Relative Häufigkeit
Voraussetzung:
- relative Häufigkeit von A, ein Anteil zwischen 0 und 1
- absolute Häufigkeit, also wie oft A vorkommt
- Gesamtzahl aller Versuche oder Beobachtungen
- das Ergebnis oder Merkmal, das gezählt wird, z.B. „Sechs gewürfelt“
Die relative Häufigkeit ist der Anteil eines Ergebnisses an allen Versuchen, also Anzahl durch Gesamtzahl.
Erklärung
Die absolute Häufigkeit sagt, wie oft etwas vorkommt, z.B. wie oft beim Würfeln eine Sechs fällt. Allein ist diese Zahl wenig aussagekräftig: 9 Sechsen bei 20 Würfen sind viel, bei 500 Würfen wenig.
Die relative Häufigkeit löst das Problem. Man teilt die absolute Häufigkeit durch die Gesamtzahl . Das Ergebnis ist ein Anteil:
- Er liegt immer zwischen (kommt nie vor) und (kommt immer vor).
- Mit malgenommen erhält man den Anteil in Prozent.
- Die relativen Häufigkeiten aller möglichen Ergebnisse ergeben zusammen genau .
Wiederholt man einen Zufallsversuch sehr oft, kommt die relative Häufigkeit meist nahe an die Wahrscheinlichkeit heran.
Beispiele
Ein Würfel wird -mal geworfen, dabei fällt -mal eine Sechs:
In einer Klasse mit Kindern kommen zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit dem Bus. Für den Bus gilt:
Zu Fuß: , Fahrrad: . Alle drei Anteile zusammen: .
Typische Fehler
- Durch die falsche Zahl teilen. Im Würfelbeispiel ist , nicht die Zahl der Würfe ohne Sechs (). ist falsch.
- Absolute und relative Häufigkeit verwechseln. „9 Sechsen“ ist absolut, „18 %“ ist relativ.
- Eine relative Häufigkeit größer als ausrechnen. Dann wurde der Bruch umgedreht.
- Die relative Häufigkeit mit der Wahrscheinlichkeit gleichsetzen. Bei wenigen Würfen kann sie stark davon abweichen.