Variation mit Wiederholung

Variation mit Wiederholung

Mittelstufe
N=nkN = n^k

Voraussetzung: n≥1,n \geq 1, k∈N0k \in \mathbb{N}_0

NN
Anzahl der Möglichkeiten
nn
Anzahl der Auswahlmöglichkeiten an jeder Stelle
kk
Anzahl der Stellen oder Züge

Wer k-mal aus n Möglichkeiten wählt, mit Wiederholung und Reihenfolge, hat n hoch k Möglichkeiten.

Erklärung

Man wählt kk-mal hintereinander aus nn Möglichkeiten. Dabei gilt:

  • Mit Wiederholung: Jede Möglichkeit darf mehrfach vorkommen.
  • Mit Reihenfolge: 1 21\,2 und 2 12\,1 zählen als verschiedene Ergebnisse.

Für die erste Stelle gibt es nn Möglichkeiten, für die zweite wieder nn und so weiter. Nach dem Zählprinzip (Produktregel) multipliziert man: n⋅n⋅…⋅n=nkn \cdot n \cdot \ldots \cdot n = n^k.

Im Urnenmodell entspricht das dem kk-maligen Ziehen mit Zurücklegen unter Beachtung der Reihenfolge.

Beispiele

Eine PIN hat 44 Stellen, jede Stelle ist eine Ziffer von 00 bis 99:

N=104=10 000N = 10^4 = 10\,000

Eine Münze wird 33-mal geworfen. Jeder Wurf hat 22 Ausgänge:

N=23=8N = 2^3 = 8

Ein Kennzeichen-Teil besteht aus 22 Buchstaben (2626 Möglichkeiten) und danach 22 Ziffern. Hier sind die Stellen verschieden, man multipliziert die einzelnen Anzahlen:

N=262⋅102=67 600N = 26^2 \cdot 10^2 = 67\,600

Typische Fehler

  • Basis und Exponent vertauschen. Bei der PIN ist 410=1 048 5764^{10} = 1\,048\,576 falsch. Die Basis ist die Zahl der Möglichkeiten pro Stelle, der Exponent die Zahl der Stellen.
  • n⋅kn \cdot k statt nkn^k rechnen: 10⋅4=4010 \cdot 4 = 40 ist ebenfalls falsch. Mit jeder weiteren Stelle vervielfacht sich die Anzahl.
  • Die Formel verwenden, obwohl sich nichts wiederholen darf (z.B. Plätze bei einem Rennen). Dann hilft die Variation ohne Wiederholung.

Verwandte Formeln