Analysis
Ableitung der e-Funktion
- Eulersche Zahl, e ≈ 2,71828
- beliebige reelle Zahl
- Ableitung von f
Die natürliche Exponentialfunktion stimmt mit ihrer eigenen Ableitung überein.
Ableitung der Umkehrfunktion
Voraussetzung: stetig und streng monoton auf einem Intervall differenzierbar in
- Umkehrfunktion von f
- Stelle im Definitionsbereich von f
- zugehöriger Funktionswert, Stelle im Definitionsbereich von f⁻¹
- Ableitung von f an der Stelle x₀, darf nicht null sein
Die Ableitung der Umkehrfunktion ist der Kehrwert der Ableitung von f an der zugehörigen Stelle.
Ableitung der Wurzelfunktion
Voraussetzung:
- positive reelle Zahl
- Ableitung von f
Die Ableitung der Quadratwurzel ist 1 geteilt durch das Doppelte der Wurzel, für alle positiven x.
Ableitung des Arkussinus
Voraussetzung:
- Stelle im offenen Intervall von −1 bis 1
- Arkussinus, der Winkel im Intervall von −π/2 bis π/2, dessen Sinus x ist
- Ableitung von f
Die Ableitung des Arkussinus ist 1 durch die Wurzel aus 1 − x²; sie existiert nur für −1 < x < 1.
Ableitung des Arkustangens
- beliebige reelle Zahl
- Arkustangens, der Winkel zwischen −π/2 und π/2, dessen Tangens x ist
- Ableitung von f
Die Ableitung des Arkustangens ist 1 durch 1 + x²; sie existiert für alle reellen Zahlen.
Ableitung des Kosinus
Voraussetzung: im Bogenmaß
- Winkel im Bogenmaß, beliebige reelle Zahl
- Ableitung von f
Die Ableitung der Kosinusfunktion ist der negative Sinus, wenn der Winkel im Bogenmaß gemessen wird.
Voraussetzung:
- natürlicher Logarithmus von x, Logarithmus zur Basis e
- positive reelle Zahl
- Ableitung von f
Die Ableitung des natürlichen Logarithmus ln x ist 1 durch x, für alle positiven x.
Ableitung des Sinus
Voraussetzung: im Bogenmaß
- Winkel im Bogenmaß, beliebige reelle Zahl
- Ableitung von f
Die Ableitung der Sinusfunktion ist die Kosinusfunktion, wenn der Winkel im Bogenmaß gemessen wird.
Ableitung des Tangens
Voraussetzung: im Bogenmaß
- Winkel im Bogenmaß, an dem der Kosinus nicht null ist
- beliebige ganze Zahl
- Ableitung von f
Die Ableitung des Tangens ist 1 durch Kosinus zum Quadrat, gleichwertig 1 plus Tangens zum Quadrat.
Voraussetzung: fest und stetig auf (offenes Intervall)
- Integrand, abhängig von der Integrationsvariablen x und dem Parameter t
- Integrationsvariable
- Parameter, nach dem abgeleitet wird
- feste Integrationsgrenzen
- partielle Ableitung des Integranden nach t
Ein Integral mit festen Grenzen leitet man nach einem Parameter ab, indem man den Integranden nach diesem Parameter ableitet.
Ableitung von a hoch x
Voraussetzung:
- Basis der Exponentialfunktion, eine positive Zahl
- beliebige reelle Zahl
- natürlicher Logarithmus der Basis
- Ableitung von f
Die Ableitung von a hoch x ist die Funktion selbst, multipliziert mit dem natürlichen Logarithmus der Basis.
Ableitung von f(x) hoch g(x)
Voraussetzung: differenzierbar
- Basis, eine positive differenzierbare Funktion
- Exponent, eine differenzierbare Funktion
- Ableitungen von Basis und Exponent
- natürlicher Logarithmus
Hängen Basis und Exponent von x ab, schreibt man die Potenz als e-Funktion und leitet mit Ketten- und Produktregel ab.
Voraussetzung:
- positive reelle Zahl, die Variable der Funktion
- fester reeller Exponent, z.B. ein Bruch oder eine irrationale Zahl
- Ableitung von f
Auch bei beliebigen reellen Exponenten wird der Exponent als Faktor vorgezogen und um eins verkleinert, für x > 0.
- reelle Zahl
- Sinus, Kosinus und Tangens hyperbolicus
sinh und cosh leiten sich gegenseitig ab, ohne Vorzeichenwechsel; tanh hat die Ableitung 1 − tanh².
Bedingungen für Extremstellen
Voraussetzung: zweimal differenzierbar im Inneren des Definitionsbereichs
- untersuchte Stelle
- erste Ableitung an der Stelle x₀, Steigung des Graphen
- zweite Ableitung an der Stelle x₀, beschreibt die Krümmung
Ist die erste Ableitung null und die zweite ungleich null, liegt ein Hoch- oder Tiefpunkt vor.
Bedingungen für Wendestellen
Voraussetzung: dreimal differenzierbar im Inneren des Definitionsbereichs
- untersuchte Stelle
- zweite Ableitung an der Stelle x₀, beschreibt die Krümmung
- dritte Ableitung an der Stelle x₀
Ist die zweite Ableitung null und die dritte ungleich null, wechselt der Graph dort seine Krümmung.
Bogenlänge eines Graphen
Voraussetzung: stetig differenzierbar auf
- Länge des Graphen zwischen x = a und x = b
- Ableitung der Funktion f
- Grenzen des Abschnitts
Die Länge eines Funktionsgraphen ist das Integral über die Wurzel aus eins plus Ableitung zum Quadrat.
Differentialquotient
Voraussetzung: in einer Umgebung von definiert Grenzwert existiert
- Ableitung von f an der Stelle x₀, die Steigung des Graphen dort
- die betrachtete Funktion
- Stelle, an der abgeleitet wird
- Abstand zur zweiten Stelle, h ≠ 0
- Grenzwert für h gegen null
Die Ableitung an einer Stelle ist der Grenzwert der Sekantensteigungen, wenn der zweite Punkt immer näher rückt.
Differenzenquotient
Voraussetzung: an beiden Stellen definiert
- die betrachtete Funktion
- Anfang und Ende des betrachteten Intervalls
- Änderung der Funktionswerte, f(x₁) − f(x₀)
- Länge des Intervalls, x₁ − x₀
Die mittlere Änderungsrate einer Funktion auf einem Intervall ist die Steigung der Sekante durch zwei Graphpunkte.
Extremwertaufgabe
Voraussetzung: zweimal differenzierbar im Inneren von Randwerte zusätzlich prüfen
- Hauptbedingung, Formel für die Größe, die extremal werden soll
- aus der Nebenbedingung durch x ausgedrückte zweite Variable
- Zielfunktion, hängt nur noch von einer Variablen ab
- Kandidat für die Extremstelle
- sinnvoller Definitionsbereich der Zielfunktion
Man stellt eine Zielfunktion aus Haupt- und Nebenbedingung auf und bestimmt ihr Maximum oder Minimum mit der Ableitung.
Voraussetzung: stetig auf
- Funktionen, die auf dem Intervall integriert werden
- konstante reelle Faktoren
- Integrationsgrenzen
Konstante Faktoren darf man vor das Integral ziehen, und eine Summe darf man summandenweise integrieren.
Faktorregel
Voraussetzung: differenzierbar
- konstanter Faktor, eine feste Zahl
- differenzierbare Funktion
- Ableitungen von f und g
Ein konstanter Faktor bleibt beim Ableiten einfach stehen, abgeleitet wird nur die Funktion dahinter.
Fläche zwischen zwei Graphen
Voraussetzung: stetig auf
- Flächeninhalt zwischen den Graphen
- die beiden Funktionen
- Grenzen des Bereichs, oft Schnittstellen der Graphen
Die Fläche zwischen zwei Graphen ist das Integral über den Betrag der Differenz der beiden Funktionen.
Voraussetzung: reelle Folge
- n-tes Glied der Folge
- Grenzwert der Folge
- beliebig kleine positive Toleranz um den Grenzwert
- Index, ab dem alle Glieder innerhalb der Toleranz liegen; hängt von ε ab
- Index der Folgenglieder
Eine Folge hat den Grenzwert a, wenn zu jeder Toleranz ε > 0 ab einem Index N alle Glieder näher als ε an a liegen.
Grenzwertsätze
Voraussetzung: mit beim Quotienten und
- konvergente Folgen
- Grenzwerte der beiden Folgen (endliche reelle Zahlen)
- Index der Folgenglieder
Grenzwerte von Summe, Differenz, Produkt und Quotient konvergenter Folgen erhält man aus den einzelnen Grenzwerten.
Voraussetzung: stetig auf
- Integrand, die Funktion, über die integriert wird
- eine beliebige Stammfunktion von f
- untere und obere Integrationsgrenze
- bestimmtes Integral von f zwischen a und b
Ein bestimmtes Integral berechnet man als Differenz der Werte einer Stammfunktion an der oberen und unteren Grenze.
Hyperbelfunktionen
- reelle Zahl
- Eulersche Zahl, etwa 2,71828
- Sinus hyperbolicus von x
- Kosinus hyperbolicus von x
- Tangens hyperbolicus von x
Sinus und Kosinus hyperbolicus sind der ungerade und der gerade Anteil von eˣ, der Tangens hyperbolicus ihr Quotient.
Hyperbolischer Pythagoras
- reelle Zahl
- Kosinus hyperbolicus von x
- Sinus hyperbolicus von x
Für jedes reelle x ist cosh² x − sinh² x = 1, das hyperbolische Gegenstück zu sin² x + cos² x = 1.
Integral der e-Funktion
- Eulersche Zahl, ungefähr 2,71828
- Integrationsvariable
- Integrationskonstante
Die e-Funktion ist ihre eigene Stammfunktion, man muss nur die Integrationskonstante ergänzen.
Integral des Kosinus
Voraussetzung: im Bogenmaß
- Integrationsvariable, Winkel im Bogenmaß
- Integrationskonstante
Eine Stammfunktion des Kosinus ist der Sinus.
Voraussetzung:
- Integrationsvariable, positiv
- natürlicher Logarithmus (zur Basis e)
- Integrationskonstante
Eine Stammfunktion des natürlichen Logarithmus ist x · ln x − x.
Integral des Sinus
Voraussetzung: im Bogenmaß
- Integrationsvariable, Winkel im Bogenmaß
- Integrationskonstante
Eine Stammfunktion des Sinus ist der negative Kosinus.
Integral des Tangens
Voraussetzung: im Bogenmaß
- Integrationsvariable, ein Winkel im Bogenmaß
- beliebige ganze Zahl
- Integrationskonstante
Eine Stammfunktion des Tangens ist minus der natürliche Logarithmus vom Betrag des Kosinus.
Integral von 1/(1+x²)
- Integrationsvariable, beliebige reelle Zahl
- Arkustangens, die Umkehrfunktion des Tangens
- Integrationskonstante
Eine Stammfunktion von 1/(1 + x²) ist der Arkustangens; allgemeiner gilt das Integral von 1/(a² + x²) = arctan(x/a)/a.
Integral von 1/x
Voraussetzung:
- Integrationsvariable, ungleich 0
- natürlicher Logarithmus (zur Basis e)
- Integrationskonstante
Eine Stammfunktion von 1/x ist der natürliche Logarithmus des Betrags von x.
Integralfunktion
Voraussetzung: stetig auf einem Intervall, das und enthält
- Integralfunktion von f zur unteren Grenze a
- feste untere Grenze
- variable obere Grenze, die Variable der Integralfunktion
- Integrationsvariable
- Integrand
Die Integralfunktion ordnet jeder oberen Grenze x das Integral von a bis x zu; sie ist eine Stammfunktion mit Nullstelle bei a.
Voraussetzung: stetig differenzierbar auf stetig auf
- innere Funktion, die durch t ersetzt wird
- Ableitung der inneren Funktion
- äußere Funktion
- neue Integrationsvariable, t = g(x)
- ursprüngliche Grenzen; g(a) und g(b) sind die neuen Grenzen
Steht im Integranden eine verkettete Funktion mal ihrer inneren Ableitung, ersetzt man die innere Funktion durch eine neue Variable.
Intervalladditivität
Voraussetzung: stetig auf einem Intervall, das und enthält
- Integrand
- äußere Integrationsgrenzen
- Zwischenstelle, an der das Integral aufgeteilt wird
Ein Integral lässt sich an einer Zwischenstelle in zwei Integrale aufteilen, deren Werte sich addieren.
Kettenregel
Voraussetzung: differenzierbar in differenzierbar in
- äußere Funktion
- innere Funktion
- äußere Ableitung, an der Stelle v(x) ausgewertet
- innere Ableitung
Eine verkettete Funktion leitet man ab, indem man die äußere Ableitung mit der inneren Ableitung multipliziert.
Krümmung einer Kurve
Voraussetzung: zweimal differenzierbar
- Krümmung des Graphen an der Stelle x (mit Vorzeichen)
- erste Ableitung, Steigung des Graphen
- zweite Ableitung
- Stelle auf dem Graphen
Die Krümmung misst, wie stark ein Graph von der Geraden abweicht; ihr Kehrwert ist der Radius des Krümmungskreises.
Krümmungsverhalten
Voraussetzung: zweimal differenzierbar auf dem Intervall
- zweite Ableitung von f
- Intervall, auf dem das Krümmungsverhalten untersucht wird
Ist die zweite Ableitung auf einem Intervall positiv, ist der Graph dort eine Linkskurve, ist sie negativ, eine Rechtskurve.
Kurvendiskussion
Voraussetzung: auf dem Definitionsbereich ausreichend oft differenzierbar
- die untersuchte Funktion
- erste Ableitung, die Steigung des Graphen
- zweite Ableitung, die Krümmung des Graphen
Eine Kurvendiskussion untersucht eine Funktion Schritt für Schritt auf Nullstellen, Extrem- und Wendepunkte und Verhalten.
Lineare Substitution
Voraussetzung:
- äußere Funktion
- eine Stammfunktion von f
- lineare innere Funktion mit Steigung a und Achsenabschnitt b
- Integrationskonstante
Ist die innere Funktion linear, integriert man die äußere Funktion und teilt durch die Steigung der inneren.
Logarithmische Integration
Voraussetzung: stetig differenzierbar im Integrationsbereich
- differenzierbare Funktion im Nenner
- Ableitung von f im Zähler
- natürlicher Logarithmus
- Integrationskonstante
Ist der Zähler eines Bruchs die Ableitung des Nenners, ist der Logarithmus des Nennerbetrags eine Stammfunktion.
Mittelwert einer Funktion
Voraussetzung: stetig auf
- Mittelwert der Funktionswerte auf dem Intervall
- die betrachtete Funktion
- Intervallgrenzen
- Länge des Intervalls
Der Mittelwert einer Funktion auf einem Intervall ist ihr Integral geteilt durch die Intervalllänge.
Voraussetzung: stetig auf differenzierbar auf
- Grenzen des Intervalls
- auf [a, b] stetige, auf (a, b) differenzierbare Funktion
- eine Zwischenstelle, deren Existenz der Satz garantiert
- Ableitung an der Zwischenstelle
Zwischen a und b gibt es mindestens eine Stelle, an der die Tangente parallel zur Sekante durch beide Endpunkte ist.
Voraussetzung: stetig auf
- auf [a, b] stetige Funktion
- Integrationsgrenzen
- Zwischenstelle, an der f seinen Mittelwert annimmt
- Integrationsvariable
Eine stetige Funktion nimmt ihren Mittelwert auf [a, b] an mindestens einer Stelle ξ an.
Mittlere Änderungsrate
Voraussetzung: an den Stellen und definiert
- mittlere Änderungsrate von f auf dem Intervall von a bis b
- Bestand am Anfang und am Ende des Intervalls
- Anfang und Ende des Intervalls, z.B. zwei Zeitpunkte
Die mittlere Änderungsrate gibt an, um wie viel sich eine Größe im Durchschnitt pro Einheit der Eingangsgröße ändert.
Monotoniekriterium
Voraussetzung: differenzierbar auf dem Intervall
- erste Ableitung von f, die Steigung an der Stelle x
- Intervall, auf dem die Monotonie untersucht wird
Ist die Ableitung auf einem Intervall positiv, steigt die Funktion dort streng, ist sie negativ, fällt sie streng.
Normalengleichung
Voraussetzung: differenzierbar in
- Funktionsterm der Normalen
- Stelle des Kurvenpunkts
- y-Wert des Kurvenpunkts
- Steigung der Tangente im Kurvenpunkt
Die Normale steht im Kurvenpunkt senkrecht auf der Tangente, ihre Steigung ist minus eins durch f'(x₀).
Partialbruchzerlegung
Voraussetzung: paarweise verschieden
- Zählerpolynom mit kleinerem Grad als der Nenner
- einfache reelle Nullstellen des Nenners
- konstante Koeffizienten der Partialbrüche
- Variable, keine Nennernullstelle
- Grad des Nenners
Ein echt gebrochenrationaler Ausdruck mit einfachen Nennernullstellen zerfällt in eine Summe von Brüchen A/(x − xₖ).
Partielle Integration
Voraussetzung: stetig differenzierbar auf
- Faktor, der abgeleitet wird
- Faktor, der integriert wird
- Ableitung von u und eine Stammfunktion von v′
- Integrationsgrenzen
Ein Integral über ein Produkt lässt sich umformen, indem man einen Faktor ableitet und den anderen integriert.
Potenzregel
Voraussetzung:
- Variable der Funktion
- Exponent, eine feste Zahl
- Ableitung von f
Beim Ableiten einer Potenz wird der Exponent als Faktor vorgezogen und dann um eins verkleinert.
Produktregel
Voraussetzung: differenzierbar
- differenzierbare Funktionen, die beiden Faktoren
- Ableitungen der Faktoren
- Ableitung des Produkts
Die Ableitung eines Produkts ist erster Faktor abgeleitet mal zweiter plus erster mal zweiter abgeleitet.
Quotientenregel
Voraussetzung: differenzierbar
- Zählerfunktion
- Nennerfunktion, darf an der Stelle x nicht null sein
- Ableitungen von Zähler und Nenner
- Ableitung des Quotienten
Einen Bruch leitet man ab mit Zähler abgeleitet mal Nenner minus Zähler mal Nenner abgeleitet, geteilt durch Nenner².
Regel von L’Hospital
Voraussetzung: nahe differenzierbar Typ oder nahe existiert (auch )
- in der Nähe von a differenzierbare Funktionen, Zähler und Nenner
- Stelle, an der der Grenzwert gesucht ist; auch ±∞ ist erlaubt
- Ableitungen von Zähler und Nenner, jeweils einzeln
Bei Grenzwerten vom Typ 0/0 oder ∞/∞ darf man Zähler und Nenner getrennt ableiten.
Restglied von Lagrange
Voraussetzung: auf einem Intervall mit -mal differenzierbar liegt zwischen und
- Restglied, also der Fehler des Taylorpolynoms an der Stelle x
- Taylorpolynom n-ten Grades von f um x₀
- (n+1)-te Ableitung von f
- Entwicklungsstelle
- Stelle, an der genähert wird
- unbekannte Zwischenstelle zwischen x₀ und x
- Grad des Taylorpolynoms
Der Fehler des Taylorpolynoms vom Grad n ist die (n+1)-te Ableitung an einer Zwischenstelle mal (x − x₀)ⁿ⁺¹/(n+1)!.
Rotationsvolumen
Voraussetzung: stetig auf Rotation um die -Achse
- Volumen des Rotationskörpers
- Funktion, deren Graph um die x-Achse rotiert
- Grenzen des rotierenden Abschnitts
- Kreiszahl, ungefähr 3,14159
Rotiert der Graph von f um die x-Achse, ist das Volumen π mal das Integral über f².
Satz von Rolle
Voraussetzung: stetig auf differenzierbar auf
- auf [a, b] stetige, auf (a, b) differenzierbare Funktion
- Grenzen des Intervalls
- innere Stelle mit waagerechter Tangente
- Ableitung an der Stelle ξ
Hat eine differenzierbare Funktion an beiden Intervallenden denselben Wert, gibt es dazwischen eine Stelle mit f′ = 0.
Stammfunktion einer Potenzfunktion
Voraussetzung: definiert; für
- Integrationsvariable
- Exponent, eine reelle Zahl ungleich −1
- Integrationskonstante, eine beliebige reelle Zahl
- unbestimmtes Integral, die Menge aller Stammfunktionen
Eine Stammfunktion von xⁿ erhält man, indem man den Exponenten um 1 erhöht und durch den neuen Exponenten teilt.
Steckbriefaufgaben
Voraussetzung: unabhängige Bedingungen für eine Funktion vom Grad
- gesuchte Koeffizienten der ganzrationalen Funktion
- Bedingung aus einem Punkt P(x₀ | y₀) auf dem Graphen
- Extremstelle, an der die Ableitung null ist
- Wendestelle, an der die zweite Ableitung null ist
- Grad der gesuchten Funktion, Anzahl der Unbekannten ist n + 1
Aus Eigenschaften wie Punkten, Extrem- und Wendestellen stellt man ein Gleichungssystem für die Koeffizienten auf.
Stetigkeit (ε-δ-Definition)
Voraussetzung:
- Funktion mit Definitionsbereich D
- Definitionsbereich von f
- Stelle, an der die Stetigkeit geprüft wird
- beliebige Stelle aus D in der Nähe von x₀
- vorgegebene Toleranz für die Funktionswerte
- zugehörige Toleranz für die Stellen; hängt von ε (und meist von x₀) ab
f ist bei x₀ stetig, wenn kleine Änderungen von x nahe x₀ nur beliebig kleine Änderungen von f(x) bewirken.
Stirling-Formel
Voraussetzung:
- Fakultät von n
- natürliche Zahl
- Eulersche Zahl, etwa 2,71828
- asymptotisch gleich, der Quotient beider Seiten geht gegen 1
Für große n ist n! ungefähr die Wurzel aus 2πn mal (n/e)ⁿ; der relative Fehler geht gegen 0.
Summenregel
Voraussetzung: differenzierbar
- differenzierbare Funktionen, die Summanden
- Ableitungen der Summanden
- Ableitung der Summe
Eine Summe oder Differenz von Funktionen wird abgeleitet, indem man jeden Summanden einzeln ableitet.
Tangentengleichung
Voraussetzung: differenzierbar in
- Funktionsterm der Tangente
- Stelle des Berührpunkts
- y-Wert des Berührpunkts
- Steigung des Graphen und der Tangente im Berührpunkt
Die Tangente an der Stelle x₀ ist die Gerade durch den Graphpunkt mit der Steigung f'(x₀).
Taylorpolynom
Voraussetzung: in -mal differenzierbar
- Taylorpolynom vom Grad höchstens n
- Entwicklungspunkt, um den herum angenähert wird
- k-te Ableitung von f an der Stelle x₀, mit f⁽⁰⁾ = f
- Fakultät von k, mit 0! = 1
- Grad des Taylorpolynoms
Das Taylorpolynom nähert eine Funktion nahe x₀ durch ein Polynom an, das dort in den ersten n Ableitungen übereinstimmt.
Uneigentliches Integral
Voraussetzung: stetig auf
- Integrand
- feste untere Grenze
- variable obere Grenze, die gegen unendlich geht
Ein Integral mit unendlicher Grenze ist der Grenzwert gewöhnlicher Integrale, falls dieser existiert.
Wendetangente
Voraussetzung: Wendestelle von differenzierbar in
- Funktionsterm der Wendetangente
- Wendestelle, also x-Koordinate des Wendepunkts
- y-Koordinate des Wendepunkts
- Steigung des Graphen im Wendepunkt
Die Wendetangente ist die Tangente im Wendepunkt; sie hat dort die Steigung f'(x_W) und durchsetzt den Graphen.
Wichtige Grenzwerte
- reelle Variable (bei sin im Bogenmaß)
- natürliche Zahl
- Eulersche Zahl, etwa 2,71828
sin x / x und (eˣ − 1)/x gehen für x → 0 gegen 1, die n-te Wurzel aus n für n → ∞ ebenfalls.
Zwischenwertsatz
Voraussetzung: stetig auf
- auf [a, b] stetige Funktion
- Grenzen des Intervalls
- ein Wert zwischen f(a) und f(b) (einschließlich)
- Stelle im Intervall, an der f den Wert y annimmt
Eine stetige Funktion auf [a, b] nimmt jeden Wert zwischen f(a) und f(b) an mindestens einer Stelle an.