Analysis

f(x)=ex  ⇒  f′(x)=exf(x) = e^x \;\Rightarrow\; f'(x) = e^x
ee
Eulersche Zahl, e ≈ 2,71828
xx
beliebige reelle Zahl
f′(x)f'(x)
Ableitung von f

Die natürliche Exponentialfunktion stimmt mit ihrer eigenen Ableitung überein.

−2−11123xy(1 | e)ef
(f−1)′(y0)=1f′(x0)mit y0=f(x0)\left(f^{-1}\right)'(y_0) = \frac{1}{f'(x_0)} \quad \text{mit } y_0 = f(x_0)

Voraussetzung: ff stetig und streng monoton auf einem Intervall,, ff differenzierbar in x0,x_0, f′(x0)≠0f'(x_0) \neq 0

f−1f^{-1}
Umkehrfunktion von f
x0x_0
Stelle im Definitionsbereich von f
y0y_0
zugehöriger Funktionswert, Stelle im Definitionsbereich von f⁻¹
f′(x0)f'(x_0)
Ableitung von f an der Stelle x₀, darf nicht null sein

Die Ableitung der Umkehrfunktion ist der Kehrwert der Ableitung von f an der zugehörigen Stelle.

−1123−1123xy(1 | 2)(2 | 1)ff⁻¹y = x
f(x)=x  ⇒  f′(x)=12xf(x) = \sqrt{x} \;\Rightarrow\; f'(x) = \frac{1}{2\sqrt{x}}

Voraussetzung: x>0x > 0

xx
positive reelle Zahl
f′(x)f'(x)
Ableitung von f

Die Ableitung der Quadratwurzel ist 1 geteilt durch das Doppelte der Wurzel, für alle positiven x.

f(x)=arcsin⁡x  ⇒  f′(x)=11−x2f(x) = \arcsin x \;\Rightarrow\; f'(x) = \frac{1}{\sqrt{1 - x^2}}

Voraussetzung: −1<x<1-1 < x < 1

xx
Stelle im offenen Intervall von −1 bis 1
arcsin⁡x\arcsin x
Arkussinus, der Winkel im Intervall von −π/2 bis π/2, dessen Sinus x ist
f′(x)f'(x)
Ableitung von f

Die Ableitung des Arkussinus ist 1 durch die Wurzel aus 1 − x²; sie existiert nur für −1 < x < 1.

f(x)=arctan⁡x  ⇒  f′(x)=11+x2f(x) = \arctan x \;\Rightarrow\; f'(x) = \frac{1}{1 + x^2}
xx
beliebige reelle Zahl
arctan⁡x\arctan x
Arkustangens, der Winkel zwischen −π/2 und π/2, dessen Tangens x ist
f′(x)f'(x)
Ableitung von f

Die Ableitung des Arkustangens ist 1 durch 1 + x²; sie existiert für alle reellen Zahlen.

f(x)=cos⁡x  ⇒  f′(x)=−sin⁡xf(x) = \cos x \;\Rightarrow\; f'(x) = -\sin x

Voraussetzung: xx im Bogenmaß

xx
Winkel im Bogenmaß, beliebige reelle Zahl
f′(x)f'(x)
Ableitung von f

Die Ableitung der Kosinusfunktion ist der negative Sinus, wenn der Winkel im Bogenmaß gemessen wird.

f(x)=ln⁡x  ⇒  f′(x)=1xf(x) = \ln x \;\Rightarrow\; f'(x) = \frac{1}{x}

Voraussetzung: x>0x > 0

ln⁡x\ln x
natürlicher Logarithmus von x, Logarithmus zur Basis e
xx
positive reelle Zahl
f′(x)f'(x)
Ableitung von f

Die Ableitung des natürlichen Logarithmus ln x ist 1 durch x, für alle positiven x.

f(x)=sin⁡x  ⇒  f′(x)=cos⁡xf(x) = \sin x \;\Rightarrow\; f'(x) = \cos x

Voraussetzung: xx im Bogenmaß

xx
Winkel im Bogenmaß, beliebige reelle Zahl
f′(x)f'(x)
Ableitung von f

Die Ableitung der Sinusfunktion ist die Kosinusfunktion, wenn der Winkel im Bogenmaß gemessen wird.

123456−11xysincos
f(x)=tan⁡x  ⇒  f′(x)=1cos⁡2x=1+tan⁡2xf(x) = \tan x \;\Rightarrow\; f'(x) = \frac{1}{\cos^2 x} = 1 + \tan^2 x

Voraussetzung: x≠π2+kπ,x \neq \frac{\pi}{2} + k\pi, k∈Z,k \in \mathbb{Z}, xx im Bogenmaß

xx
Winkel im Bogenmaß, an dem der Kosinus nicht null ist
kk
beliebige ganze Zahl
f′(x)f'(x)
Ableitung von f

Die Ableitung des Tangens ist 1 durch Kosinus zum Quadrat, gleichwertig 1 plus Tangens zum Quadrat.

ddt∫abf(x,t) dx=∫ab∂f∂t(x,t) dx\frac{d}{dt} \int_{a}^{b} f(x, t)\,dx = \int_{a}^{b} \frac{\partial f}{\partial t}(x, t)\,dx

Voraussetzung: a,ba, b fest,, ff und ∂f∂t\tfrac{\partial f}{\partial t} stetig auf [a,b]×I,[a, b] \times I, t∈It \in I (offenes Intervall)

f(x,t)f(x, t)
Integrand, abhängig von der Integrationsvariablen x und dem Parameter t
xx
Integrationsvariable
tt
Parameter, nach dem abgeleitet wird
a,ba, b
feste Integrationsgrenzen
∂f∂t\frac{\partial f}{\partial t}
partielle Ableitung des Integranden nach t

Ein Integral mit festen Grenzen leitet man nach einem Parameter ab, indem man den Integranden nach diesem Parameter ableitet.

f(x)=ax  ⇒  f′(x)=ln⁡(a)⋅axf(x) = a^x \;\Rightarrow\; f'(x) = \ln(a) \cdot a^x

Voraussetzung: a>0a > 0

aa
Basis der Exponentialfunktion, eine positive Zahl
xx
beliebige reelle Zahl
ln⁡(a)\ln(a)
natürlicher Logarithmus der Basis
f′(x)f'(x)
Ableitung von f

Die Ableitung von a hoch x ist die Funktion selbst, multipliziert mit dem natürlichen Logarithmus der Basis.

(f(x)g(x))′=f(x)g(x)⋅(g′(x)ln⁡f(x)+g(x)⋅f′(x)f(x))\left(f(x)^{g(x)}\right)' = f(x)^{g(x)} \cdot \left(g'(x) \ln f(x) + g(x) \cdot \frac{f'(x)}{f(x)}\right)

Voraussetzung: f,gf, g differenzierbar,, f(x)>0f(x) > 0

f(x)f(x)
Basis, eine positive differenzierbare Funktion
g(x)g(x)
Exponent, eine differenzierbare Funktion
f′(x),g′(x)f'(x), g'(x)
Ableitungen von Basis und Exponent
ln⁡\ln
natürlicher Logarithmus

Hängen Basis und Exponent von x ab, schreibt man die Potenz als e-Funktion und leitet mit Ketten- und Produktregel ab.

f(x)=xr  ⇒  f′(x)=r⋅xr−1f(x) = x^r \;\Rightarrow\; f'(x) = r \cdot x^{r-1}

Voraussetzung: r∈R,r \in \mathbb{R}, x>0x > 0

xx
positive reelle Zahl, die Variable der Funktion
rr
fester reeller Exponent, z.B. ein Bruch oder eine irrationale Zahl
f′(x)f'(x)
Ableitung von f

Auch bei beliebigen reellen Exponenten wird der Exponent als Faktor vorgezogen und um eins verkleinert, für x > 0.

(sinh⁡x)′=cosh⁡x,(cosh⁡x)′=sinh⁡x,(tanh⁡x)′=1cosh⁡2x=1−tanh⁡2x(\sinh x)' = \cosh x,\quad (\cosh x)' = \sinh x,\quad (\tanh x)' = \frac{1}{\cosh^2 x} = 1 - \tanh^2 x
xx
reelle Zahl
sinh⁡,cosh⁡,tanh⁡\sinh, \cosh, \tanh
Sinus, Kosinus und Tangens hyperbolicus

sinh und cosh leiten sich gegenseitig ab, ohne Vorzeichenwechsel; tanh hat die Ableitung 1 − tanh².

f′(x0)=0  ∧  f′′(x0)<0  ⇒  Hochpunktf′(x0)=0  ∧  f′′(x0)>0  ⇒  Tiefpunkt\begin{aligned} f'(x_0) = 0 \;\wedge\; f''(x_0) < 0 &\;\Rightarrow\; \text{Hochpunkt} \\ f'(x_0) = 0 \;\wedge\; f''(x_0) > 0 &\;\Rightarrow\; \text{Tiefpunkt} \end{aligned}

Voraussetzung: ff zweimal differenzierbar,, x0x_0 im Inneren des Definitionsbereichs

x0x_0
untersuchte Stelle
f′(x0)f'(x_0)
erste Ableitung an der Stelle x₀, Steigung des Graphen
f′′(x0)f''(x_0)
zweite Ableitung an der Stelle x₀, beschreibt die Krümmung

Ist die erste Ableitung null und die zweite ungleich null, liegt ein Hoch- oder Tiefpunkt vor.

−2−112−3−2−112xyH(−1 | 2)T(1 | −2)f
f′′(x0)=0  ∧  f′′′(x0)≠0  ⇒  x0 ist Wendestellef''(x_0) = 0 \;\wedge\; f'''(x_0) \neq 0 \;\Rightarrow\; x_0 \text{ ist Wendestelle}

Voraussetzung: ff dreimal differenzierbar,, x0x_0 im Inneren des Definitionsbereichs

x0x_0
untersuchte Stelle
f′′(x0)f''(x_0)
zweite Ableitung an der Stelle x₀, beschreibt die Krümmung
f′′′(x0)f'''(x_0)
dritte Ableitung an der Stelle x₀

Ist die zweite Ableitung null und die dritte ungleich null, wechselt der Graph dort seine Krümmung.

−1123−2−112xyW(1 | 0)ft
L=∫ab1+(f′(x))2 dxL = \int_a^b \sqrt{1 + \big(f'(x)\big)^2}\,dx

Voraussetzung: ff stetig differenzierbar auf [a,b],[a, b], a<ba < b

LL
Länge des Graphen zwischen x = a und x = b
f′f'
Ableitung der Funktion f
a,ba, b
Grenzen des Abschnitts

Die Länge eines Funktionsgraphen ist das Integral über die Wurzel aus eins plus Ableitung zum Quadrat.

123xyLab
f′(x0)=lim⁡h→0f(x0+h)−f(x0)hf'(x_0) = \lim_{h \to 0} \frac{f(x_0 + h) - f(x_0)}{h}

Voraussetzung: ff in einer Umgebung von x0x_0 definiert,, Grenzwert existiert

f′(x0)f'(x_0)
Ableitung von f an der Stelle x₀, die Steigung des Graphen dort
ff
die betrachtete Funktion
x0x_0
Stelle, an der abgeleitet wird
hh
Abstand zur zweiten Stelle, h ≠ 0
lim⁡h→0\lim_{h \to 0}
Grenzwert für h gegen null

Die Ableitung an einer Stelle ist der Grenzwert der Sekantensteigungen, wenn der zweite Punkt immer näher rückt.

51015xyhx0f
ΔyΔx=f(x1)−f(x0)x1−x0\frac{\Delta y}{\Delta x} = \frac{f(x_1) - f(x_0)}{x_1 - x_0}

Voraussetzung: x0≠x1,x_0 \neq x_1, ff an beiden Stellen definiert

ff
die betrachtete Funktion
x0,x1x_0, x_1
Anfang und Ende des betrachteten Intervalls
Δy\Delta y
Änderung der Funktionswerte, f(x₁) − f(x₀)
Δx\Delta x
Länge des Intervalls, x₁ − x₀

Die mittlere Änderungsrate einer Funktion auf einem Intervall ist die Steigung der Sekante durch zwei Graphpunkte.

246810xyΔxΔyx0x1f
Z(x)=H(x, y(x))Z′(x0)=0  ∧  Z′′(x0)<0⇒  lokales Maximum bei x0\begin{gathered} Z(x) = H\big(x,\ y(x)\big) \\ Z'(x_0) = 0 \;\wedge\; Z''(x_0) < 0 \\ \Rightarrow\; \text{lokales Maximum bei } x_0 \end{gathered}

Voraussetzung: ZZ zweimal differenzierbar,, x0x_0 im Inneren von DZ,D_Z, Randwerte zusätzlich prüfen

HH
Hauptbedingung, Formel für die Größe, die extremal werden soll
y(x)y(x)
aus der Nebenbedingung durch x ausgedrückte zweite Variable
Z(x)Z(x)
Zielfunktion, hängt nur noch von einer Variablen ab
x0x_0
Kandidat für die Extremstelle
DZD_Z
sinnvoller Definitionsbereich der Zielfunktion

Man stellt eine Zielfunktion aus Haupt- und Nebenbedingung auf und bestimmt ihr Maximum oder Minimum mit der Ableitung.

246810510152025xy(5 | 25)A
∫ab(r⋅f(x)+s⋅g(x)) dx=r∫abf(x) dx+s∫abg(x) dx\int_a^b \big(r \cdot f(x) + s \cdot g(x)\big)\,dx = r \int_a^b f(x)\,dx + s \int_a^b g(x)\,dx

Voraussetzung: f,gf, g stetig auf [a,b],[a, b], r,s∈Rr, s \in \mathbb{R}

f,gf, g
Funktionen, die auf dem Intervall integriert werden
r,sr, s
konstante reelle Faktoren
a,ba, b
Integrationsgrenzen

Konstante Faktoren darf man vor das Integral ziehen, und eine Summe darf man summandenweise integrieren.

Faktorregel

Oberstufe
f(x)=c⋅g(x)  ⇒  f′(x)=c⋅g′(x)f(x) = c \cdot g(x) \;\Rightarrow\; f'(x) = c \cdot g'(x)

Voraussetzung: c∈R,c \in \mathbb{R}, gg differenzierbar

cc
konstanter Faktor, eine feste Zahl
gg
differenzierbare Funktion
f′(x),g′(x)f'(x), g'(x)
Ableitungen von f und g

Ein konstanter Faktor bleibt beim Ableiten einfach stehen, abgeleitet wird nur die Funktion dahinter.

A=∫ab∣f(x)−g(x)∣dxA = \int_a^b \left| f(x) - g(x) \right| dx

Voraussetzung: f,gf, g stetig auf [a,b],[a, b], a<ba < b

AA
Flächeninhalt zwischen den Graphen
f,gf, g
die beiden Funktionen
a,ba, b
Grenzen des Bereichs, oft Schnittstellen der Graphen

Die Fläche zwischen zwei Graphen ist das Integral über den Betrag der Differenz der beiden Funktionen.

−2−11212345xyAfg
lim⁡n→∞an=a  ⇔  ∀ε>0 ∃N∈N ∀n≥N: ∣an−a∣<ε\lim_{n \to \infty} a_n = a \;\Leftrightarrow\; \forall \varepsilon > 0\ \exists N \in \mathbb{N}\ \forall n \geq N:\ |a_n - a| < \varepsilon

Voraussetzung: (an)(a_n) reelle Folge,, a∈Ra \in \mathbb{R}

ana_n
n-tes Glied der Folge
aa
Grenzwert der Folge
ε\varepsilon
beliebig kleine positive Toleranz um den Grenzwert
NN
Index, ab dem alle Glieder innerhalb der Toleranz liegen; hängt von ε ab
nn
Index der Folgenglieder

Eine Folge hat den Grenzwert a, wenn zu jeder Toleranz ε > 0 ab einem Index N alle Glieder näher als ε an a liegen.

a + εaa − ε1Nn
lim⁡n→∞(an±bn)=a±b,lim⁡n→∞(an⋅bn)=a⋅b,lim⁡n→∞anbn=ab\lim_{n \to \infty} (a_n \pm b_n) = a \pm b,\quad \lim_{n \to \infty} (a_n \cdot b_n) = a \cdot b,\quad \lim_{n \to \infty} \frac{a_n}{b_n} = \frac{a}{b}

Voraussetzung: lim⁡n→∞an=a,\lim_{n \to \infty} a_n = a, lim⁡n→∞bn=b\lim_{n \to \infty} b_n = b mit a,a, b∈R;b \in \mathbb{R}; beim Quotienten b≠0b \neq 0 und bn≠0b_n \neq 0

an,bna_n, b_n
konvergente Folgen
a,ba, b
Grenzwerte der beiden Folgen (endliche reelle Zahlen)
nn
Index der Folgenglieder

Grenzwerte von Summe, Differenz, Produkt und Quotient konvergenter Folgen erhält man aus den einzelnen Grenzwerten.

∫abf(x) dx=F(b)−F(a)\int_a^b f(x)\,dx = F(b) - F(a)

Voraussetzung: ff stetig auf [a,b],[a, b], F′=fF' = f

ff
Integrand, die Funktion, über die integriert wird
FF
eine beliebige Stammfunktion von f
a,ba, b
untere und obere Integrationsgrenze
∫abf(x) dx\int_a^b f(x)\,dx
bestimmtes Integral von f zwischen a und b

Ein bestimmtes Integral berechnet man als Differenz der Werte einer Stammfunktion an der oberen und unteren Grenze.

2468xy26/3abf
sinh⁡x=ex−e−x2,cosh⁡x=ex+e−x2,tanh⁡x=sinh⁡xcosh⁡x\sinh x = \frac{e^x - e^{-x}}{2},\quad \cosh x = \frac{e^x + e^{-x}}{2},\quad \tanh x = \frac{\sinh x}{\cosh x}
xx
reelle Zahl
ee
Eulersche Zahl, etwa 2,71828
sinh⁡x\sinh x
Sinus hyperbolicus von x
cosh⁡x\cosh x
Kosinus hyperbolicus von x
tanh⁡x\tanh x
Tangens hyperbolicus von x

Sinus und Kosinus hyperbolicus sind der ungerade und der gerade Anteil von eˣ, der Tangens hyperbolicus ihr Quotient.

−2−112−2−1123xycoshsinhtanh
cosh⁡2x−sinh⁡2x=1\cosh^2 x - \sinh^2 x = 1
xx
reelle Zahl
cosh⁡x\cosh x
Kosinus hyperbolicus von x
sinh⁡x\sinh x
Sinus hyperbolicus von x

Für jedes reelle x ist cosh² x − sinh² x = 1, das hyperbolische Gegenstück zu sin² x + cos² x = 1.

(cosh x, sinh x)XY
∫ex dx=ex+C\int e^x \, dx = e^x + C
ee
Eulersche Zahl, ungefähr 2,71828
xx
Integrationsvariable
CC
Integrationskonstante

Die e-Funktion ist ihre eigene Stammfunktion, man muss nur die Integrationskonstante ergänzen.

∫cos⁡x dx=sin⁡x+C\int \cos x \, dx = \sin x + C

Voraussetzung: xx im Bogenmaß

xx
Integrationsvariable, Winkel im Bogenmaß
CC
Integrationskonstante

Eine Stammfunktion des Kosinus ist der Sinus.

∫ln⁡x dx=xln⁡x−x+C\int \ln x \, dx = x \ln x - x + C

Voraussetzung: x>0x > 0

xx
Integrationsvariable, positiv
ln⁡\ln
natürlicher Logarithmus (zur Basis e)
CC
Integrationskonstante

Eine Stammfunktion des natürlichen Logarithmus ist x · ln x − x.

∫sin⁡x dx=−cos⁡x+C\int \sin x \, dx = -\cos x + C

Voraussetzung: xx im Bogenmaß

xx
Integrationsvariable, Winkel im Bogenmaß
CC
Integrationskonstante

Eine Stammfunktion des Sinus ist der negative Kosinus.

∫tan⁡x dx=−ln⁡∣cos⁡x∣+C\int \tan x\,dx = -\ln|\cos x| + C

Voraussetzung: x≠π2+kπ,x \neq \frac{\pi}{2} + k\pi, k∈Z,k \in \mathbb{Z}, xx im Bogenmaß

xx
Integrationsvariable, ein Winkel im Bogenmaß
kk
beliebige ganze Zahl
CC
Integrationskonstante

Eine Stammfunktion des Tangens ist minus der natürliche Logarithmus vom Betrag des Kosinus.

∫11+x2 dx=arctan⁡x+C\int \frac{1}{1 + x^2}\,dx = \arctan x + C
xx
Integrationsvariable, beliebige reelle Zahl
arctan⁡x\arctan x
Arkustangens, die Umkehrfunktion des Tangens
CC
Integrationskonstante

Eine Stammfunktion von 1/(1 + x²) ist der Arkustangens; allgemeiner gilt das Integral von 1/(a² + x²) = arctan(x/a)/a.

∫1x dx=ln⁡∣x∣+C\int \frac{1}{x} \, dx = \ln|x| + C

Voraussetzung: x≠0x \neq 0

xx
Integrationsvariable, ungleich 0
ln⁡\ln
natürlicher Logarithmus (zur Basis e)
CC
Integrationskonstante

Eine Stammfunktion von 1/x ist der natürliche Logarithmus des Betrags von x.

12xy1eA = 11/x
Ia(x)=∫axf(t) dt,Ia′(x)=f(x),Ia(a)=0I_a(x) = \int_a^x f(t)\,dt, \qquad I_a'(x) = f(x), \qquad I_a(a) = 0

Voraussetzung: ff stetig auf einem Intervall, das aa und xx enthält

Ia(x)I_a(x)
Integralfunktion von f zur unteren Grenze a
aa
feste untere Grenze
xx
variable obere Grenze, die Variable der Integralfunktion
tt
Integrationsvariable
f(t)f(t)
Integrand

Die Integralfunktion ordnet jeder oberen Grenze x das Integral von a bis x zu; sie ist eine Stammfunktion mit Nullstelle bei a.

xyfaxIa
∫abf(g(x)) g′(x) dx=∫g(a)g(b)f(t) dt\int_a^b f\big(g(x)\big)\,g'(x)\,dx = \int_{g(a)}^{g(b)} f(t)\,dt

Voraussetzung: gg stetig differenzierbar auf [a,b],[a, b], ff stetig auf g([a,b])g([a, b])

gg
innere Funktion, die durch t ersetzt wird
g′g'
Ableitung der inneren Funktion
ff
äußere Funktion
tt
neue Integrationsvariable, t = g(x)
a,ba, b
ursprüngliche Grenzen; g(a) und g(b) sind die neuen Grenzen

Steht im Integranden eine verkettete Funktion mal ihrer inneren Ableitung, ersetzt man die innere Funktion durch eine neue Variable.

∫abf(x) dx+∫bcf(x) dx=∫acf(x) dx\int_a^b f(x)\,dx + \int_b^c f(x)\,dx = \int_a^c f(x)\,dx

Voraussetzung: ff stetig auf einem Intervall, das a,a, bb und cc enthält

ff
Integrand
a,ca, c
äußere Integrationsgrenzen
bb
Zwischenstelle, an der das Integral aufgeteilt wird

Ein Integral lässt sich an einer Zwischenstelle in zwei Integrale aufteilen, deren Werte sich addieren.

xyfabc

Kettenregel

Oberstufe
f(x)=u(v(x))  ⇒  f′(x)=u′(v(x))⋅v′(x)f(x) = u\big(v(x)\big) \;\Rightarrow\; f'(x) = u'\big(v(x)\big) \cdot v'(x)

Voraussetzung: vv differenzierbar in x,x, uu differenzierbar in v(x)v(x)

uu
äußere Funktion
vv
innere Funktion
u′(v(x))u'\big(v(x)\big)
äußere Ableitung, an der Stelle v(x) ausgewertet
v′(x)v'(x)
innere Ableitung

Eine verkettete Funktion leitet man ab, indem man die äußere Ableitung mit der inneren Ableitung multipliziert.

κ(x)=f′′(x)(1+f′(x)2)3/2\kappa(x) = \frac{f''(x)}{\bigl(1 + f'(x)^2\bigr)^{3/2}}

Voraussetzung: ff zweimal differenzierbar

κ(x)\kappa(x)
Krümmung des Graphen an der Stelle x (mit Vorzeichen)
f′(x)f'(x)
erste Ableitung, Steigung des Graphen
f′′(x)f''(x)
zweite Ableitung
xx
Stelle auf dem Graphen

Die Krümmung misst, wie stark ein Graph von der Geraden abweicht; ihr Kehrwert ist der Radius des Krümmungskreises.

−2−11123xyfκ = 2
f′′>0 auf I  ⇒  Linkskurvef′′<0 auf I  ⇒  Rechtskurve\begin{aligned} f'' > 0 \text{ auf } I &\;\Rightarrow\; \text{Linkskurve} \\ f'' < 0 \text{ auf } I &\;\Rightarrow\; \text{Rechtskurve} \end{aligned}

Voraussetzung: ff zweimal differenzierbar auf dem Intervall II

f′′f''
zweite Ableitung von f
II
Intervall, auf dem das Krümmungsverhalten untersucht wird

Ist die zweite Ableitung auf einem Intervall positiv, ist der Graph dort eine Linkskurve, ist sie negativ, eine Rechtskurve.

−2−112−3−2−1123xyWf″ < 0f″ > 0
Nullstellen:f(x)=0Extremkandidaten:f′(x)=0Wendekandidaten:f′′(x)=0\begin{array}{ll} \text{Nullstellen:} & f(x) = 0 \\ \text{Extremkandidaten:} & f'(x) = 0 \\ \text{Wendekandidaten:} & f''(x) = 0 \end{array}

Voraussetzung: ff auf dem Definitionsbereich ausreichend oft differenzierbar

f(x)f(x)
die untersuchte Funktion
f′(x)f'(x)
erste Ableitung, die Steigung des Graphen
f′′(x)f''(x)
zweite Ableitung, die Krümmung des Graphen

Eine Kurvendiskussion untersucht eine Funktion Schritt für Schritt auf Nullstellen, Extrem- und Wendepunkte und Verhalten.

1234−11234xyHWTf
∫f(ax+b) dx=1a F(ax+b)+C\int f(ax + b)\,dx = \frac{1}{a}\,F(ax + b) + C

Voraussetzung: a≠0,a \neq 0, F′=fF' = f

ff
äußere Funktion
FF
eine Stammfunktion von f
ax+bax + b
lineare innere Funktion mit Steigung a und Achsenabschnitt b
CC
Integrationskonstante

Ist die innere Funktion linear, integriert man die äußere Funktion und teilt durch die Steigung der inneren.

∫f′(x)f(x) dx=ln⁡∣f(x)∣+C\int \frac{f'(x)}{f(x)}\,dx = \ln\left|f(x)\right| + C

Voraussetzung: ff stetig differenzierbar,, f(x)≠0f(x) \neq 0 im Integrationsbereich

ff
differenzierbare Funktion im Nenner
f′f'
Ableitung von f im Zähler
ln⁡\ln
natürlicher Logarithmus
CC
Integrationskonstante

Ist der Zähler eines Bruchs die Ableitung des Nenners, ist der Logarithmus des Nennerbetrags eine Stammfunktion.

f‾=1b−a∫abf(x) dx\overline{f} = \frac{1}{b-a} \int_a^b f(x)\,dx

Voraussetzung: ff stetig auf [a,b],[a, b], a<ba < b

f‾\overline{f}
Mittelwert der Funktionswerte auf dem Intervall
ff
die betrachtete Funktion
a,ba, b
Intervallgrenzen
b−ab - a
Länge des Intervalls

Der Mittelwert einer Funktion auf einem Intervall ist ihr Integral geteilt durch die Intervalllänge.

12336xyf̄f
f′(ξ)=f(b)−f(a)b−afu¨r ein ξ∈(a,b)f'(\xi) = \frac{f(b) - f(a)}{b - a} \quad \text{für ein } \xi \in (a, b)

Voraussetzung: a<b,a < b, ff stetig auf [a,b],[a, b], ff differenzierbar auf (a,b)(a, b)

a,ba, b
Grenzen des Intervalls
ff
auf [a, b] stetige, auf (a, b) differenzierbare Funktion
ξ\xi
eine Zwischenstelle, deren Existenz der Satz garantiert
f′(ξ)f'(\xi)
Ableitung an der Zwischenstelle

Zwischen a und b gibt es mindestens eine Stelle, an der die Tangente parallel zur Sekante durch beide Endpunkte ist.

2468xyabξf
∫abf(x) dx=f(ξ)⋅(b−a)fu¨r ein ξ∈[a,b]\int_a^b f(x)\,dx = f(\xi) \cdot (b - a) \quad \text{für ein } \xi \in [a, b]

Voraussetzung: a<b,a < b, ff stetig auf [a,b][a, b]

ff
auf [a, b] stetige Funktion
a,ba, b
Integrationsgrenzen
ξ\xi
Zwischenstelle, an der f seinen Mittelwert annimmt
xx
Integrationsvariable

Eine stetige Funktion nimmt ihren Mittelwert auf [a, b] an mindestens einer Stelle ξ an.

1230,51xyξ1ξ2f
mˉ[a, b]=f(b)−f(a)b−a\bar{m}_{[a,\,b]} = \frac{f(b) - f(a)}{b - a}

Voraussetzung: a≠b,a \neq b, ff an den Stellen aa und bb definiert

mˉ[a, b]\bar{m}_{[a,\,b]}
mittlere Änderungsrate von f auf dem Intervall von a bis b
f(a),f(b)f(a), f(b)
Bestand am Anfang und am Ende des Intervalls
a,ba, b
Anfang und Ende des Intervalls, z.B. zwei Zeitpunkte

Die mittlere Änderungsrate gibt an, um wie viel sich eine Größe im Durchschnitt pro Einheit der Eingangsgröße ändert.

1234565101520xy416h
f′(x)>0 auf I  ⇒  f streng monoton wachsendf′(x)<0 auf I  ⇒  f streng monoton fallend\begin{aligned} f'(x) > 0 \text{ auf } I &\;\Rightarrow\; f \text{ streng monoton wachsend} \\ f'(x) < 0 \text{ auf } I &\;\Rightarrow\; f \text{ streng monoton fallend} \end{aligned}

Voraussetzung: ff differenzierbar auf dem Intervall II

f′(x)f'(x)
erste Ableitung von f, die Steigung an der Stelle x
II
Intervall, auf dem die Monotonie untersucht wird

Ist die Ableitung auf einem Intervall positiv, steigt die Funktion dort streng, ist sie negativ, fällt sie streng.

−2−112−3−2−1123xyf′ > 0f′ < 0f′ > 0
n(x)=−1f′(x0)⋅(x−x0)+f(x0)n(x) = -\frac{1}{f'(x_0)} \cdot (x - x_0) + f(x_0)

Voraussetzung: ff differenzierbar in x0,x_0, f′(x0)≠0f'(x_0) \neq 0

n(x)n(x)
Funktionsterm der Normalen
x0x_0
Stelle des Kurvenpunkts
f(x0)f(x_0)
y-Wert des Kurvenpunkts
f′(x0)f'(x_0)
Steigung der Tangente im Kurvenpunkt

Die Normale steht im Kurvenpunkt senkrecht auf der Tangente, ihre Steigung ist minus eins durch f'(x₀).

−112123xyftn
p(x)(x−x1)(x−x2)⋯(x−xn)=A1x−x1+A2x−x2+⋯+Anx−xn\frac{p(x)}{(x - x_1)(x - x_2) \cdots (x - x_n)} = \frac{A_1}{x - x_1} + \frac{A_2}{x - x_2} + \dots + \frac{A_n}{x - x_n}

Voraussetzung: x1,…,xnx_1, \ldots, x_n paarweise verschieden,, grad⁡p<n,\operatorname{grad} p < n, x≠xkx \neq x_k

p(x)p(x)
Zählerpolynom mit kleinerem Grad als der Nenner
x1,…,xnx_1, \ldots, x_n
einfache reelle Nullstellen des Nenners
A1,…,AnA_1, \ldots, A_n
konstante Koeffizienten der Partialbrüche
xx
Variable, keine Nennernullstelle
nn
Grad des Nenners

Ein echt gebrochenrationaler Ausdruck mit einfachen Nennernullstellen zerfällt in eine Summe von Brüchen A/(x − xₖ).

∫abu(x) v′(x) dx=[u(x) v(x)]ab−∫abu′(x) v(x) dx\int_a^b u(x)\,v'(x)\,dx = \big[u(x)\,v(x)\big]_a^b - \int_a^b u'(x)\,v(x)\,dx

Voraussetzung: u,vu, v stetig differenzierbar auf [a,b][a, b]

uu
Faktor, der abgeleitet wird
v′v'
Faktor, der integriert wird
u′,vu', v
Ableitung von u und eine Stammfunktion von v′
a,ba, b
Integrationsgrenzen

Ein Integral über ein Produkt lässt sich umformen, indem man einen Faktor ableitet und den anderen integriert.

Potenzregel

Oberstufe
f(x)=xn  ⇒  f′(x)=n⋅xn−1f(x) = x^n \;\Rightarrow\; f'(x) = n \cdot x^{n-1}

Voraussetzung: n∈N,n \in \mathbb{N}, n≥1 ⁣:x∈R;n \geq 1\colon x \in \mathbb{R}; n∈Z ⁣:x≠0;n \in \mathbb{Z}\colon x \neq 0; n∈R ⁣:x>0n \in \mathbb{R}\colon x > 0

xx
Variable der Funktion
nn
Exponent, eine feste Zahl
f′(x)f'(x)
Ableitung von f

Beim Ableiten einer Potenz wird der Exponent als Faktor vorgezogen und dann um eins verkleinert.

Produktregel

Oberstufe
f(x)=u(x)⋅v(x)  ⇒  f′(x)=u′(x)⋅v(x)+u(x)⋅v′(x)f(x) = u(x) \cdot v(x) \;\Rightarrow\; f'(x) = u'(x) \cdot v(x) + u(x) \cdot v'(x)

Voraussetzung: u,vu, v differenzierbar

u,vu, v
differenzierbare Funktionen, die beiden Faktoren
u′(x),v′(x)u'(x), v'(x)
Ableitungen der Faktoren
f′(x)f'(x)
Ableitung des Produkts

Die Ableitung eines Produkts ist erster Faktor abgeleitet mal zweiter plus erster mal zweiter abgeleitet.

f(x)=u(x)v(x)  ⇒  f′(x)=u′(x)⋅v(x)−u(x)⋅v′(x)(v(x))2f(x) = \frac{u(x)}{v(x)} \;\Rightarrow\; f'(x) = \frac{u'(x) \cdot v(x) - u(x) \cdot v'(x)}{\big(v(x)\big)^2}

Voraussetzung: u,vu, v differenzierbar,, v(x)≠0v(x) \neq 0

uu
Zählerfunktion
vv
Nennerfunktion, darf an der Stelle x nicht null sein
u′(x),v′(x)u'(x), v'(x)
Ableitungen von Zähler und Nenner
f′(x)f'(x)
Ableitung des Quotienten

Einen Bruch leitet man ab mit Zähler abgeleitet mal Nenner minus Zähler mal Nenner abgeleitet, geteilt durch Nenner².

lim⁡x→af(x)g(x)=lim⁡x→af′(x)g′(x)\lim_{x \to a} \frac{f(x)}{g(x)} = \lim_{x \to a} \frac{f'(x)}{g'(x)}

Voraussetzung: f,gf, g nahe aa differenzierbar,, Typ 00\tfrac{0}{0} oder ∞∞,\tfrac{\infty}{\infty}, g′(x)≠0g'(x) \neq 0 nahe a,a, lim⁡x→af′(x)g′(x)\lim_{x \to a} \tfrac{f'(x)}{g'(x)} existiert (auch ±∞\pm\infty)

f,gf, g
in der Nähe von a differenzierbare Funktionen, Zähler und Nenner
aa
Stelle, an der der Grenzwert gesucht ist; auch ±∞ ist erlaubt
f′(x),g′(x)f'(x), g'(x)
Ableitungen von Zähler und Nenner, jeweils einzeln

Bei Grenzwerten vom Typ 0/0 oder ∞/∞ darf man Zähler und Nenner getrennt ableiten.

Rn(x)=f(x)−Tn(x)=f(n+1)(ξ)(n+1)! (x−x0)n+1R_n(x) = f(x) - T_n(x) = \frac{f^{(n+1)}(\xi)}{(n+1)!}\,(x - x_0)^{n+1}

Voraussetzung: ff auf einem Intervall II mit x0,x_0, x∈I (n+1)x \in I \ (n+1)-mal differenzierbar,, ξ\xi liegt zwischen x0x_0 und xx

Rn(x)R_n(x)
Restglied, also der Fehler des Taylorpolynoms an der Stelle x
Tn(x)T_n(x)
Taylorpolynom n-ten Grades von f um x₀
f(n+1)f^{(n+1)}
(n+1)-te Ableitung von f
x0x_0
Entwicklungsstelle
xx
Stelle, an der genähert wird
ξ\xi
unbekannte Zwischenstelle zwischen x₀ und x
nn
Grad des Taylorpolynoms

Der Fehler des Taylorpolynoms vom Grad n ist die (n+1)-te Ableitung an einer Zwischenstelle mal (x − x₀)ⁿ⁺¹/(n+1)!.

−112123456xyR2fT2
V=π∫ab(f(x))2 dxV = \pi \int_a^b \big(f(x)\big)^2 \, dx

Voraussetzung: ff stetig auf [a,b],[a, b], a<b,a < b, Rotation um die xx-Achse

VV
Volumen des Rotationskörpers
ff
Funktion, deren Graph um die x-Achse rotiert
a,ba, b
Grenzen des rotierenden Abschnitts
π\pi
Kreiszahl, ungefähr 3,14159

Rotiert der Graph von f um die x-Achse, ist das Volumen π mal das Integral über f².

1234−2−112xyf
f(a)=f(b)  ⇒  ∃ ξ∈(a,b): f′(ξ)=0f(a) = f(b) \;\Rightarrow\; \exists\, \xi \in (a, b):\ f'(\xi) = 0

Voraussetzung: a<b,a < b, ff stetig auf [a,b],[a, b], ff differenzierbar auf (a,b)(a, b)

ff
auf [a, b] stetige, auf (a, b) differenzierbare Funktion
a,ba, b
Grenzen des Intervalls
ξ\xi
innere Stelle mit waagerechter Tangente
f′(ξ)f'(\xi)
Ableitung an der Stelle ξ

Hat eine differenzierbare Funktion an beiden Intervallenden denselben Wert, gibt es dazwischen eine Stelle mit f′ = 0.

1234−3−2−112xyabξf
∫xn dx=xn+1n+1+C\int x^n \, dx = \frac{x^{n+1}}{n+1} + C

Voraussetzung: n≠−1,n \neq -1, xnx^n definiert; für n<0:x≠0n < 0: x \neq 0

xx
Integrationsvariable
nn
Exponent, eine reelle Zahl ungleich −1
CC
Integrationskonstante, eine beliebige reelle Zahl
∫… dx\int \ldots \, dx
unbestimmtes Integral, die Menge aller Stammfunktionen

Eine Stammfunktion von xⁿ erhält man, indem man den Exponenten um 1 erhöht und durch den neuen Exponenten teilt.

f(x)=ax3+bx2+cx+dmit f(x0)=y0,f′(xE)=0, f′′(xW)=0\begin{gathered} f(x) = ax^3 + bx^2 + cx + d \\ \text{mit}\ f(x_0) = y_0, \\ f'(x_E) = 0,\ f''(x_W) = 0 \end{gathered}

Voraussetzung: n+1n + 1 unabhängige Bedingungen für eine Funktion vom Grad nn

a,b,c,da, b, c, d
gesuchte Koeffizienten der ganzrationalen Funktion
f(x0)=y0f(x_0) = y_0
Bedingung aus einem Punkt P(x₀ | y₀) auf dem Graphen
xEx_E
Extremstelle, an der die Ableitung null ist
xWx_W
Wendestelle, an der die zweite Ableitung null ist
nn
Grad der gesuchten Funktion, Anzahl der Unbekannten ist n + 1

Aus Eigenschaften wie Punkten, Extrem- und Wendestellen stellt man ein Gleichungssystem für die Koeffizienten auf.

−1123−3−2−11xy(0 | 1)(1 | −1)(2 | −3)f
∀ε>0 ∃δ>0 ∀x∈D ⁣:∣x−x0∣<δ⇒  ∣f(x)−f(x0)∣<ε\begin{gathered} \forall \varepsilon > 0\ \exists \delta > 0\ \forall x \in D\colon \\ |x - x_0| < \delta \\ \Rightarrow\; |f(x) - f(x_0)| < \varepsilon \end{gathered}

Voraussetzung: f:D→R,f: D \to \mathbb{R}, D⊆R,D \subseteq \mathbb{R}, x0∈Dx_0 \in D

ff
Funktion mit Definitionsbereich D
DD
Definitionsbereich von f
x0x_0
Stelle, an der die Stetigkeit geprüft wird
xx
beliebige Stelle aus D in der Nähe von x₀
ε\varepsilon
vorgegebene Toleranz für die Funktionswerte
δ\delta
zugehörige Toleranz für die Stellen; hängt von ε (und meist von x₀) ab

f ist bei x₀ stetig, wenn kleine Änderungen von x nahe x₀ nur beliebig kleine Änderungen von f(x) bewirken.

121234567xyεεδδf
n!∼2πn(ne)nn! \sim \sqrt{2 \pi n} \left( \frac{n}{e} \right)^n

Voraussetzung: n∈N,n \in \mathbb{N}, n→∞n \to \infty

n!n!
Fakultät von n
nn
natürliche Zahl
ee
Eulersche Zahl, etwa 2,71828
∼\sim
asymptotisch gleich, der Quotient beider Seiten geht gegen 1

Für große n ist n! ungefähr die Wurzel aus 2πn mal (n/e)ⁿ; der relative Fehler geht gegen 0.

Summenregel

Oberstufe
f(x)=u(x)+v(x)  ⇒  f′(x)=u′(x)+v′(x)f(x) = u(x) + v(x) \;\Rightarrow\; f'(x) = u'(x) + v'(x)

Voraussetzung: u,vu, v differenzierbar

u,vu, v
differenzierbare Funktionen, die Summanden
u′(x),v′(x)u'(x), v'(x)
Ableitungen der Summanden
f′(x)f'(x)
Ableitung der Summe

Eine Summe oder Differenz von Funktionen wird abgeleitet, indem man jeden Summanden einzeln ableitet.

t(x)=f′(x0)⋅(x−x0)+f(x0)t(x) = f'(x_0) \cdot (x - x_0) + f(x_0)

Voraussetzung: ff differenzierbar in x0x_0

t(x)t(x)
Funktionsterm der Tangente
x0x_0
Stelle des Berührpunkts
f(x0)f(x_0)
y-Wert des Berührpunkts
f′(x0)f'(x_0)
Steigung des Graphen und der Tangente im Berührpunkt

Die Tangente an der Stelle x₀ ist die Gerade durch den Graphpunkt mit der Steigung f'(x₀).

−112−1123xy(1 | 1)ft
Tn(x)=∑k=0nf(k)(x0)k! (x−x0)kT_n(x) = \sum_{k=0}^{n} \frac{f^{(k)}(x_0)}{k!} \, (x - x_0)^k

Voraussetzung: ff in x0 nx_0\ n-mal differenzierbar

Tn(x)T_n(x)
Taylorpolynom vom Grad höchstens n
x0x_0
Entwicklungspunkt, um den herum angenähert wird
f(k)(x0)f^{(k)}(x_0)
k-te Ableitung von f an der Stelle x₀, mit f⁽⁰⁾ = f
k!k!
Fakultät von k, mit 0! = 1
nn
Grad des Taylorpolynoms

Das Taylorpolynom nähert eine Funktion nahe x₀ durch ein Polynom an, das dort in den ersten n Ableitungen übereinstimmt.

−2−11−1123456xyfT1T3
∫a∞f(x) dx=lim⁡b→∞∫abf(x) dx\int_a^{\infty} f(x)\,dx = \lim_{b \to \infty} \int_a^b f(x)\,dx

Voraussetzung: ff stetig auf [a,∞)[a, \infty)

ff
Integrand
aa
feste untere Grenze
bb
variable obere Grenze, die gegen unendlich geht

Ein Integral mit unendlicher Grenze ist der Grenzwert gewöhnlicher Integrale, falls dieser existiert.

1234560,51xyb → ∞f

Wendetangente

Oberstufe
tW(x)=f′(xW)⋅(x−xW)+f(xW)t_W(x) = f'(x_W) \cdot (x - x_W) + f(x_W)

Voraussetzung: xWx_W Wendestelle von f,f, ff differenzierbar in xWx_W

tW(x)t_W(x)
Funktionsterm der Wendetangente
xWx_W
Wendestelle, also x-Koordinate des Wendepunkts
f(xW)f(x_W)
y-Koordinate des Wendepunkts
f′(xW)f'(x_W)
Steigung des Graphen im Wendepunkt

Die Wendetangente ist die Tangente im Wendepunkt; sie hat dort die Steigung f'(x_W) und durchsetzt den Graphen.

−1123−1123456xyWtWf
lim⁡x→0sin⁡xx=1,lim⁡x→0ex−1x=1,lim⁡n→∞nn=1\lim_{x \to 0} \frac{\sin x}{x} = 1,\quad \lim_{x \to 0} \frac{e^x - 1}{x} = 1,\quad \lim_{n \to \infty} \sqrt[n]{n} = 1
xx
reelle Variable (bei sin im Bogenmaß)
nn
natürliche Zahl
ee
Eulersche Zahl, etwa 2,71828

sin x / x und (eˣ − 1)/x gehen für x → 0 gegen 1, die n-te Wurzel aus n für n → ∞ ebenfalls.

−6−4−2246−0,50,51xysin x / x
y zwischen f(a) und f(b)  ⇒  ∃ ξ∈[a,b]: f(ξ)=yy \text{ zwischen } f(a) \text{ und } f(b) \;\Rightarrow\; \exists\, \xi \in [a, b]:\ f(\xi) = y

Voraussetzung: a<b,a < b, ff stetig auf [a,b][a, b]

ff
auf [a, b] stetige Funktion
a,ba, b
Grenzen des Intervalls
yy
ein Wert zwischen f(a) und f(b) (einschließlich)
ξ\xi
Stelle im Intervall, an der f den Wert y annimmt

Eine stetige Funktion auf [a, b] nimmt jeden Wert zwischen f(a) und f(b) an mindestens einer Stelle an.

f(a)f(b)ξξξabyf