Differenzenquotient
Voraussetzung: an beiden Stellen definiert
- die betrachtete Funktion
- Anfang und Ende des betrachteten Intervalls
- Änderung der Funktionswerte, f(x₁) − f(x₀)
- Länge des Intervalls, x₁ − x₀
Die mittlere Änderungsrate einer Funktion auf einem Intervall ist die Steigung der Sekante durch zwei Graphpunkte.
Erklärung
Der Differenzenquotient gibt an, wie stark sich eine Funktion auf einem Intervall im Mittel ändert. Man teilt die Änderung der Funktionswerte durch die Änderung der -Werte.
Geometrisch ist das die Steigung der Sekante, also der Geraden durch die beiden Graphpunkte und . Wie sich die Funktion zwischen den beiden Stellen verhält, spielt dabei keine Rolle.
Häufig schreibt man . Dann lautet der Differenzenquotient
Lässt man gegen null gehen, erhält man den Differentialquotienten, also die Ableitung.
Die Einheit der mittleren Änderungsrate ist „Einheit von pro Einheit von “, z.B. Meter pro Sekunde.
Beispiele
Für auf dem Intervall :
Ein fallender Stein legt in den ersten Sekunden ungefähr Meter zurück (ohne Luftwiderstand und mit gerechnet). Die mittlere Geschwindigkeit zwischen und ist
Typische Fehler
- Die Reihenfolge nur im Zähler oder nur im Nenner tauschen. ergibt statt .
- Im Nenner die Funktionswerte statt der -Werte abziehen. Unten steht immer .
- Mittlere und momentane Änderungsrate verwechseln. Der Differenzenquotient sagt nichts über die Steigung an einer einzelnen Stelle.