Extremwertaufgabe
Voraussetzung: zweimal differenzierbar im Inneren von Randwerte zusätzlich prüfen
- Hauptbedingung, Formel für die Größe, die extremal werden soll
- aus der Nebenbedingung durch x ausgedrückte zweite Variable
- Zielfunktion, hängt nur noch von einer Variablen ab
- Kandidat für die Extremstelle
- sinnvoller Definitionsbereich der Zielfunktion
Man stellt eine Zielfunktion aus Haupt- und Nebenbedingung auf und bestimmt ihr Maximum oder Minimum mit der Ableitung.
Erklärung
Bei einer Extremwertaufgabe soll eine Größe möglichst groß oder möglichst klein werden, z.B. eine Fläche, ein Volumen oder Kosten. Ablauf:
- Hauptbedingung aufstellen: die Formel für die Größe, die extremal werden soll. Sie hängt meist von zwei Variablen ab.
- Nebenbedingung aufstellen: der Zusammenhang zwischen den Variablen, z.B. ein fester Umfang. Nach einer Variablen auflösen.
- Zielfunktion bilden: die Nebenbedingung in die Hauptbedingung einsetzen. Jetzt hängt alles nur noch von ab.
- Definitionsbereich festlegen: welche Werte für in der Aufgabe sinnvoll sind, z.B. positive Längen.
- Extremstellen bestimmen: lösen und mit prüfen.
- Randwerte vergleichen: Das globale Extremum kann auch am Rand des Definitionsbereichs liegen.
- Antwort im Sachzusammenhang mit Einheiten formulieren, auch die zweite Variable angeben.
Für ein Minimum gilt die Bedingung entsprechend mit .
Beispiele
Ein Rechteck hat den Umfang . Wann ist sein Flächeninhalt am größten?
- Hauptbedingung:
- Nebenbedingung: , also
- Zielfunktion: mit
ergibt , und . Mit ist das Rechteck ein Quadrat mit .
Aus einem quadratischen Blech mit Seitenlänge schneidet man an den Ecken Quadrate mit der Seitenlänge aus und biegt die Ränder zu einer offenen Schachtel hoch. Ihr Volumen für ist
. Im Definitionsbereich liegt nur . Mit ist , also ein Maximum mit . An den Rändern ist das Volumen .
Typische Fehler
- Die Hauptbedingung ableiten, solange sie noch zwei Variablen enthält. Erst die Nebenbedingung einsetzen.
- Den Definitionsbereich vergessen und dadurch Lösungen wie übernehmen, bei denen die Schachtel gar nicht existiert.
- Nur lösen, ohne zu prüfen, ob ein Maximum oder Minimum vorliegt, und ohne die Randwerte zu vergleichen.
- Die Antwort unvollständig geben: Gefragt sind meist die Maße und der extremale Wert.