Integration durch Substitution
Studium
Voraussetzung: stetig differenzierbar auf stetig auf
- innere Funktion, die durch t ersetzt wird
- Ableitung der inneren Funktion
- äußere Funktion
- neue Integrationsvariable, t = g(x)
- ursprüngliche Grenzen; g(a) und g(b) sind die neuen Grenzen
Steht im Integranden eine verkettete Funktion mal ihrer inneren Ableitung, ersetzt man die innere Funktion durch eine neue Variable.
Erklärung
Die Substitutionsregel ist die Umkehrung der Kettenregel. Sie passt, wenn der Integrand die Form hat, also eine verkettete Funktion multipliziert mit der Ableitung ihrer inneren Funktion.
Vorgehen:
- Innere Funktion als neue Variable wählen: .
- Differential umrechnen: , also .
- Grenzen umrechnen: wird zu , zu .
- Das neue Integral in berechnen.
Bei unbestimmten Integralen gibt es keine Grenzen. Dort setzt man am Ende wieder ein (Rücksubstitution).
Ein konstanter Faktor, der in fehlt, lässt sich vor dem Integral ergänzen. Ein fehlender Faktor, der von abhängt, dagegen nicht.
Beispiele
Mit ist . Die Grenzen werden und :
Mit ist . Die Grenzen werden und :
Mit ist , also :
Typische Fehler
- Die Grenzen nicht umrechnen und trotzdem in einsetzen. Entweder man substituiert die Grenzen mit, oder man setzt vor dem Einsetzen zurück.
- einfach durch ersetzen, ohne den Faktor zu berücksichtigen.
- Einen fehlenden Faktor mit „hineinmogeln": lässt sich so nicht lösen, weil der Faktor fehlt.