Partialbruchzerlegung
Voraussetzung: paarweise verschieden
- Zählerpolynom mit kleinerem Grad als der Nenner
- einfache reelle Nullstellen des Nenners
- konstante Koeffizienten der Partialbrüche
- Variable, keine Nennernullstelle
- Grad des Nenners
Ein echt gebrochenrationaler Ausdruck mit einfachen Nennernullstellen zerfällt in eine Summe von Brüchen A/(x − xₖ).
Erklärung
Die Partialbruchzerlegung schreibt einen gebrochenrationalen Ausdruck als Summe einfacher Brüche. Ihr Hauptzweck ist die Integration: Jeder Partialbruch hat eine bekannte Stammfunktion, z.B. .
Vorgehen:
- Echt gebrochen machen. Ist , zuerst eine Polynomdivision durchführen.
- Nenner faktorisieren.
- Ansatz nach den Faktoren aufstellen.
- Koeffizienten bestimmen: mit Hauptnenner multiplizieren, dann Nullstellen einsetzen oder einen Koeffizientenvergleich machen.
Bei einfachen Nullstellen liefert die Zuhaltemethode jeden Koeffizienten direkt: ist der Rest des Bruchs, wenn man den Faktor zuhält und einsetzt.
Ansatz für andere Faktoren:
- Mehrfache Nullstelle : Brüche .
- Quadratischer Faktor ohne reelle Nullstelle : ein Bruch .
Beispiele
: Der Nenner ist . Zuhalten von und ergibt , Zuhalten von und ergibt :
Damit ist .
Doppelte Nullstelle: Der Ansatz liefert (Zuhalten bei ), (bei ) und aus dem Koeffizientenvergleich bei dann :
Quadratischer Faktor: .
Typische Fehler
- Bei unecht gebrochenen Ausdrücken die Polynomdivision vergessen. Für ist der Ansatz falsch; zuerst abspalten.
- Bei einer doppelten Nullstelle nur ansetzen. Der Term muss dazu.
- Bei einem quadratischen Faktor nur eine Konstante in den Zähler schreiben. Richtig ist .
- Die Zuhaltemethode bei mehrfachen Nullstellen für alle Koeffizienten verwenden. Sie liefert nur den Koeffizienten der höchsten Potenz.