Monotoniekriterium
Voraussetzung: differenzierbar auf dem Intervall
- erste Ableitung von f, die Steigung an der Stelle x
- Intervall, auf dem die Monotonie untersucht wird
Ist die Ableitung auf einem Intervall positiv, steigt die Funktion dort streng, ist sie negativ, fällt sie streng.
Erklärung
Die Ableitung gibt die Steigung des Graphen an. Aus ihrem Vorzeichen auf einem Intervall folgt das Monotonieverhalten:
- für alle : ist auf streng monoton wachsend.
- für alle : ist auf streng monoton fallend.
- für alle : ist auf monoton wachsend, und umgekehrt. Ebenso für und monoton fallend.
Die strenge Version ist nur hinreichend: Einzelne Nullstellen von stören die strenge Monotonie nicht, wie bei .
Das Kriterium gilt nur auf Intervallen. Auf einer Menge mit Lücke, z.B. , kann man daraus nichts schließen.
Vorgehen: Nullstellen von (und Definitionslücken) bestimmen, die Zahlengerade daran in Intervalle teilen und in jedem Intervall das Vorzeichen von mit einem Testwert ermitteln.
Beispiele
mit . Die Nullstellen und teilen in drei Intervalle. Testwerte:
- : steigt streng auf .
- : fällt streng auf .
- : steigt streng auf .
Die Funktion fällt also von auf . Die Randpunkte darf man den Intervallen zurechnen, weil dort stetig ist.
hat und . Trotzdem ist auf ganz streng monoton wachsend.
Typische Fehler
- Das Kriterium über Definitionslücken hinweg anwenden. Für ist , aber . fällt nur auf und auf jeweils einzeln.
- Aus schließen, dass dort nicht streng monoton ist. Das zeigt .
- Das Vorzeichen von statt von untersuchen. sagt nichts über Steigen oder Fallen.