Regel von L’Hospital
Studium
Voraussetzung: nahe differenzierbar Typ oder nahe existiert (auch )
- in der Nähe von a differenzierbare Funktionen, Zähler und Nenner
- Stelle, an der der Grenzwert gesucht ist; auch ±∞ ist erlaubt
- Ableitungen von Zähler und Nenner, jeweils einzeln
Bei Grenzwerten vom Typ 0/0 oder ∞/∞ darf man Zähler und Nenner getrennt ableiten.
Erklärung
Die Regel von L’Hospital hilft bei Grenzwerten von Quotienten, bei denen Zähler und Nenner gleichzeitig gegen oder gleichzeitig gegen gehen. Solche unbestimmten Ausdrücke oder haben keinen festen Wert.
Voraussetzungen:
- und sind in einer Umgebung von differenzierbar (an der Stelle selbst nicht nötig).
- in dieser Umgebung, außer eventuell bei .
- Der Grenzwert existiert (als Zahl oder als ).
Dann hat auch diesen Grenzwert. Die Regel gilt ebenso für einseitige Grenzwerte und für . Führt die Anwendung wieder auf oder , darf man sie erneut anwenden.
Andere unbestimmte Formen wie oder formt man zuerst in einen Quotienten um.
Beispiele
Typ :
Zweimal angewendet, weil nach dem ersten Schritt wieder entsteht:
Typ :
Typische Fehler
- Die Quotientenregel anwenden. Zähler und Nenner werden getrennt abgeleitet.
- Die Regel ohne unbestimmten Ausdruck anwenden. , mit L’Hospital käme fälschlich heraus.
- Aus „ existiert nicht“ schließen, dass auch nicht existiert. Beispiel: für , aber hat keinen Grenzwert.