Algebra
abc-Formel (Mitternachtsformel)
Voraussetzung:
- Koeffizient vor x²
- Koeffizient vor x
- Absolutglied
- die Lösungen der Gleichung
Berechnet die reellen Lösungen von ax² + bx + c = 0, ohne die Gleichung vorher durch a zu teilen.
Additionsverfahren
- die beiden Unbekannten
- Koeffizienten vor x und y in den beiden Gleichungen
- rechte Seiten der beiden Gleichungen
Man multipliziert die Gleichungen so, dass beim Addieren oder Subtrahieren eine Variable wegfällt.
Basiswechsel beim Logarithmus
Voraussetzung:
- ursprüngliche Basis
- Numerus
- neue Basis, meist 10 oder e
Ein Logarithmus zu beliebiger Basis lässt sich mit ln oder lg auf dem Taschenrechner berechnen.
Betrag einer komplexen Zahl
Voraussetzung:
- komplexe Zahl
- Realteil von z
- Imaginärteil von z
- Betrag von z, der Abstand vom Ursprung in der Gaußschen Zahlenebene
Der Betrag einer komplexen Zahl ist ihr Abstand vom Ursprung in der Gaußschen Zahlenebene.
Betrag einer Zahl
- eine reelle Zahl
- Betrag von x, der Abstand von x zur Null auf dem Zahlenstrahl
Der Betrag einer Zahl ist ihr Abstand von null auf dem Zahlenstrahl und deshalb nie negativ.
Betragsungleichung
- Variable
- Mittelpunkt des Lösungsintervalls
- größter erlaubter Abstand von a
Der Abstand von x zu a ist höchstens r genau dann, wenn x im Intervall von a − r bis a + r liegt.
Binom hoch drei
- beliebige reelle Zahlen oder Terme
Die dritte Potenz einer Summe hat vier Summanden mit den Koeffizienten 1, 3, 3, 1.
Binomischer Lehrsatz
Voraussetzung:
- beliebige reelle Zahlen oder Terme
- Exponent, eine natürliche Zahl
- Laufindex der Summe, von 0 bis n
- Binomialkoeffizient „n über k“
Beschreibt, wie man eine beliebige Potenz einer Summe mit Binomialkoeffizienten ausmultipliziert.
Biquadratische Gleichung
Voraussetzung:
- Koeffizienten, a ist der Faktor vor x⁴
- gesuchte Variable
- Hilfsvariable, die für x² steht
Eine Gleichung mit nur x⁴, x² und einer Zahl wird mit z = x² zu einer quadratischen Gleichung.
Bruchgleichung lösen
Voraussetzung:
- Variable, die im Nenner vorkommt
- Zähler der beiden Brüche
- Zahlen, für die ein Nenner null wird (Definitionslücken)
Eine Bruchgleichung löst man, indem man die Definitionsmenge bestimmt und mit dem Hauptnenner multipliziert.
Definition des Logarithmus
Voraussetzung:
- Basis
- Numerus (Zahl, deren Logarithmus gesucht ist)
- Logarithmus, der gesuchte Exponent
Der Logarithmus von b zur Basis a ist der Exponent, mit dem man a potenzieren muss, um b zu erhalten.
Differenz dritter Potenzen
- beliebige reelle Zahlen oder Terme
Eine Differenz zweier dritter Potenzen lässt sich in (a − b) mal (a² + ab + b²) zerlegen.
Diskriminante
Voraussetzung:
- Diskriminante, der Term unter der Wurzel der abc-Formel
- Koeffizient vor x²
- Koeffizient vor x
- Absolutglied
Die Diskriminante D = b² − 4ac zeigt, ob eine quadratische Gleichung zwei, eine oder keine reelle Lösung hat.
Distributivgesetz
- beliebige reelle Zahlen oder Terme
Ein Faktor vor einer Klammer wird mit jedem Summanden in der Klammer multipliziert.
Division komplexer Zahlen
Voraussetzung:
- Real- und Imaginärteil des Zählers
- Real- und Imaginärteil des Nenners
- konjugiert komplexe Zahl zum Nenner
- imaginäre Einheit mit i² = −1
Man dividiert komplexe Zahlen, indem man mit dem konjugierten Nenner erweitert, sodass der Nenner reell wird.
Dreiecksungleichung
Voraussetzung: oder
- reelle oder komplexe Zahlen (allgemein Vektoren eines normierten Raums)
- Betrag (allgemein Norm)
Der Betrag einer Summe ist höchstens so groß wie die Summe der Beträge.
Dritte binomische Formel
- beliebige reelle Zahlen oder Terme
Summe mal Differenz derselben zwei Zahlen ergibt die Differenz ihrer Quadrate.
Einsetzungsverfahren
- die beiden Unbekannten
- Zahlen in der nach y aufgelösten Gleichung
- Zahlen in der zweiten Gleichung
Man löst eine Gleichung nach einer Variablen auf und setzt den Term in die andere Gleichung ein.
Erste binomische Formel
- beliebige reelle Zahlen oder Terme
Das Quadrat einer Summe ist die Summe der beiden Quadrate plus das doppelte Produkt.
Eulersche Formel
Voraussetzung:
- Eulersche Zahl, e ≈ 2,71828
- imaginäre Einheit mit i² = −1
- Winkel im Bogenmaß
Die Eulersche Formel verbindet die e-Funktion mit Kosinus und Sinus und beschreibt Punkte auf dem Einheitskreis.
Exponentialgleichung lösen
Voraussetzung:
- Basis der Potenz
- Wert, den die Potenz annehmen soll
- Unbekannte im Exponenten
- Zehnerlogarithmus; jeder andere Logarithmus, z.B. ln, funktioniert genauso
Steht die Unbekannte im Exponenten, löst man die Gleichung durch Logarithmieren beider Seiten.
Formel von Moivre
Voraussetzung:
- Betrag der komplexen Zahl
- Argument (Winkel) der komplexen Zahl im Bogenmaß
- Exponent, eine ganze Zahl
- imaginäre Einheit mit i² = −1
Eine komplexe Zahl in Polarform potenziert man, indem man den Betrag potenziert und den Winkel mit n multipliziert.
Gleichsetzungsverfahren
- die beiden Unbekannten
- Faktoren vor x (Steigungen der zugehörigen Geraden)
- konstante Summanden (y-Achsenabschnitte)
Man löst beide Gleichungen nach derselben Variablen auf und setzt die beiden Terme gleich.
Horner-Schema
- Polynom vom Grad n
- Koeffizienten des Polynoms, fehlende Potenzen mit 0
- Stelle, an der das Polynom ausgewertet wird
Das Horner-Schema berechnet Funktionswerte eines Polynoms durch abwechselndes Multiplizieren und Addieren.
Voraussetzung:
- komplexe Zahl
- Realteil, a = Re z
- Imaginärteil, b = Im z (eine reelle Zahl, ohne i)
- imaginäre Einheit
Eine komplexe Zahl besteht aus Realteil a und Imaginärteil b, die imaginäre Einheit i erfüllt i² = −1.
Konjugiert komplexe Zahl
Voraussetzung:
- komplexe Zahl
- konjugiert komplexe Zahl zu z („z quer“)
- Realteil von z
- Imaginärteil von z
- Betrag von z
Die konjugiert komplexe Zahl entsteht durch Umkehren des Vorzeichens des Imaginärteils.
Linearfaktorzerlegung quadratischer Terme
Voraussetzung: sind reelle Nullstellen von
- Koeffizienten
- Nullstellen des Terms
Ein quadratischer Term mit reellen Nullstellen lässt sich als Produkt aus a und zwei Linearfaktoren schreiben.
Logarithmus einer Potenz
Voraussetzung:
- Basis
- positive Zahl
- beliebiger Exponent
Der Exponent im Logarithmus darf als Faktor vor den Logarithmus gezogen werden.
Logarithmus eines Produkts
Voraussetzung:
- Basis
- positive Zahlen
Der Logarithmus eines Produkts ist die Summe der Logarithmen der Faktoren.
Logarithmus eines Quotienten
Voraussetzung:
- Basis
- positive Zahlen
Der Logarithmus eines Quotienten ist die Differenz der Logarithmen von Zähler und Nenner.
Logarithmus und Potenz als Umkehrung
Voraussetzung: links rechts
- Basis von Potenz und Logarithmus, für beide dieselbe
- links der Numerus (positive Zahl), rechts ein beliebiger Exponent
Potenzieren und Logarithmieren zur selben Basis heben sich gegenseitig auf.
Voraussetzung:
- die eindeutige Lösung des Gleichungssystems
- Koeffizienten und rechte Seite der ersten Gleichung
- Koeffizienten und rechte Seite der zweiten Gleichung
- Hauptnenner, die Determinante des Systems
Ein lineares System aus zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten lässt sich direkt mit zwei Brüchen lösen.
Voraussetzung:
- Real- und Imaginärteil des ersten Faktors
- Real- und Imaginärteil des zweiten Faktors
- imaginäre Einheit mit i² = −1
Komplexe Zahlen multipliziert man durch Ausmultiplizieren, wobei man i² durch −1 ersetzt.
Voraussetzung:
- komplexe Zahl, deren Wurzeln gesucht sind (Lösungen von zⁿ = w)
- Betrag von w
- Argument (Winkel) von w im Bogenmaß
- Wurzelexponent
- Nummer der Lösung
- die n verschiedenen Lösungen von zⁿ = w
- imaginäre Einheit mit i² = −1
Die Gleichung zⁿ = w hat für w ≠ 0 genau n verschiedene komplexe Lösungen, die ein regelmäßiges n-Eck bilden.
Natürlicher Logarithmus
Voraussetzung:
- Numerus, eine positive Zahl
- natürlicher Logarithmus von x, eine beliebige reelle Zahl
- Eulersche Zahl, e ≈ 2,71828
Der natürliche Logarithmus ln x ist der Exponent, mit dem man e potenzieren muss, um x zu erhalten.
Negative Exponenten und Exponent null
Voraussetzung:
- Basis
- Exponent, eine ganze Zahl
Eine Potenz mit negativem Exponenten ist der Kehrwert der Potenz mit positivem Exponenten.
Nenner rational machen
Voraussetzung:
- Zähler, eine beliebige reelle Zahl
- positiver Radikand im Nenner
- reelle Zahl, die im Nenner zur Wurzel addiert wird
Eine Wurzel im Nenner verschwindet, wenn man mit der Wurzel oder mit dem passenden Term für die dritte binomische Formel erweitert.
Normalform einer quadratischen Gleichung
Voraussetzung:
- Koeffizienten der allgemeinen Form, a ist der Faktor vor x²
- Koeffizienten der Normalform
- Variable
Teilt man eine quadratische Gleichung durch den Faktor vor x², erhält man die Normalform x² + px + q = 0.
p-q-Formel
Voraussetzung:
- Koeffizient vor x in der Normalform
- Absolutglied in der Normalform
- die Lösungen der Gleichung
Berechnet die reellen Lösungen einer quadratischen Gleichung in Normalform x² + px + q = 0.
Voraussetzung:
- komplexe Zahl
- Betrag von z, der Abstand vom Ursprung
- Argument von z, der Winkel zur positiven reellen Achse im Bogenmaß
- imaginäre Einheit mit i² = −1
- Eulersche Zahl
Die Polarform beschreibt eine komplexe Zahl durch ihren Betrag r und ihren Winkel φ zur reellen Achse.
Polynomdivision
Voraussetzung:
- Polynom, das geteilt wird (Dividend)
- Polynom, durch das geteilt wird (Divisor), nicht das Nullpolynom
- Ergebnis der Division (Quotient)
- Rest, mit kleinerem Grad als d(x)
Ein Polynom lässt sich wie eine Zahl schriftlich durch ein anderes teilen; bei einer Nullstelle bleibt kein Rest.
Potenz einer Potenz
Voraussetzung:
- Basis
- Exponenten (Hochzahlen)
Eine Potenz wird potenziert, indem man die Exponenten multipliziert.
Potenz mit Exponent null
Voraussetzung:
- Basis, eine beliebige Zahl ungleich null
Jede Zahl ungleich null, hoch 0 genommen, ergibt 1.
Voraussetzung:
- Basen
- gemeinsamer Exponent
Potenzen mit gleichem Exponenten werden multipliziert, indem man die Basen multipliziert.
Potenzen mit gleicher Basis dividieren
Voraussetzung:
- Basis
- Exponenten (Hochzahlen)
Potenzen mit gleicher Basis werden dividiert, indem man die Exponenten subtrahiert.
Potenzen mit gleicher Basis multiplizieren
Voraussetzung:
- Basis
- Exponenten (Hochzahlen)
Potenzen mit gleicher Basis werden multipliziert, indem man die Exponenten addiert.
Potenzen mit rationalen Exponenten
Voraussetzung:
- positive Basis
- Zähler des Exponenten
- Nenner des Exponenten, wird zum Wurzelexponenten
Ein Bruch im Exponenten bedeutet Wurzel und Potenz, ein Minus davor den Kehrwert; die Potenzgesetze gelten weiter.
Quadratische Ergänzung
- Variable
- Koeffizient vor x
Formt einen quadratischen Term so um, dass ein Binom entsteht, z.B. für die Scheitelpunktform.
Rechenregeln für Ungleichungen
- beide Seiten der Ungleichung, reelle Zahlen oder Terme
- Zahl, die auf beiden Seiten addiert oder mit der multipliziert wird
Ungleichungen formt man wie Gleichungen um, nur bei Multiplikation oder Division mit einer negativen Zahl dreht sich das Zeichen um.
Satz vom Nullprodukt
- reelle Zahlen oder Terme, die Faktoren des Produkts
- „oder“, mindestens eine der beiden Aussagen ist wahr
Ein Produkt ist genau dann null, wenn mindestens einer seiner Faktoren null ist.
Satz von Vieta
Voraussetzung: sind die Nullstellen von
- die Lösungen der Gleichung
- Koeffizient vor x in der Normalform
- Absolutglied in der Normalform
Summe und Produkt der Lösungen einer quadratischen Gleichung in Normalform hängen direkt von p und q ab.
Summe dritter Potenzen
- beliebige reelle Zahlen oder Terme
Eine Summe zweier dritter Potenzen lässt sich in (a + b) mal (a² − ab + b²) zerlegen.
Wurzel als Potenz
Voraussetzung:
- Radikand (Zahl unter der Wurzel)
- Wurzelexponent
- Exponent des Radikanden, eine ganze Zahl
Jede Wurzel lässt sich als Potenz mit gebrochenem Exponenten schreiben, dann gelten die Potenzgesetze.
Wurzel aus einer Wurzel
Voraussetzung:
- Radikand, eine Zahl größer oder gleich null
- Wurzelexponent der äußeren Wurzel
- Wurzelexponent der inneren Wurzel
Zieht man aus einer Wurzel noch einmal eine Wurzel, werden die Wurzelexponenten multipliziert.
Wurzelgleichung lösen
Voraussetzung:
- Variable
- Term unter der Wurzel (Radikand)
- Term auf der anderen Seite der Gleichung
Eine Wurzelgleichung löst man durch Isolieren und Quadrieren der Wurzel; die Probe sortiert Scheinlösungen aus.
Wurzeln dividieren
Voraussetzung:
- Radikand im Zähler
- Radikand im Nenner
Der Quotient zweier Wurzeln ist die Wurzel aus dem Quotienten der Radikanden.
Wurzeln multiplizieren
Voraussetzung:
- Radikanden (Zahlen unter der Wurzel)
Das Produkt zweier Wurzeln ist die Wurzel aus dem Produkt der Radikanden.
Zwei Klammern ausmultiplizieren
- beliebige reelle Zahlen oder Terme
Zwei Summen werden multipliziert, indem man jeden Summanden der einen mit jedem der anderen multipliziert.
Zweite binomische Formel
- beliebige reelle Zahlen oder Terme
Das Quadrat einer Differenz ist die Summe der beiden Quadrate minus das doppelte Produkt.