Wurzelgleichung lösen
Mittelstufe
Voraussetzung:
- Variable
- Term unter der Wurzel (Radikand)
- Term auf der anderen Seite der Gleichung
Eine Wurzelgleichung löst man durch Isolieren und Quadrieren der Wurzel; die Probe sortiert Scheinlösungen aus.
Erklärung
Eine Wurzelgleichung enthält die Variable unter einer Wurzel. Man löst sie so:
- Die Wurzel auf einer Seite isolieren, alles andere auf die andere Seite bringen.
- Beide Seiten quadrieren. Die Wurzel verschwindet.
- Die entstandene Gleichung lösen, oft ist sie quadratisch.
- Probe mit jeder Lösung in der Ausgangsgleichung.
Die Probe ist Pflicht. Quadrieren ist keine Äquivalenzumformung: Aus folgt , aber aus folgt nur . Ist an einer Stelle negativ, entsteht eine Scheinlösung. Sie erfüllt die quadrierte Gleichung, aber nicht die Ausgangsgleichung, weil eine Wurzel nie negativ ist.
Außerdem muss der Radikand nicht negativ sein, sonst ist die Wurzel nicht definiert.
Beispiele
Einfacher Fall:
Probe: . Also .
Mit Scheinlösung:
Die quadratische Gleichung hat die Lösungen und . Probe:
- : und . Stimmt.
- : , aber . Stimmt nicht.
Also .
Erst isolieren:
Lösungen und . Probe: stimmt, nicht. Also .
Typische Fehler
- Die Probe weglassen und die Scheinlösung mit angeben.
- Quadrieren, bevor die Wurzel allein steht: , die Wurzel ist dann immer noch da.
- Summanden einzeln quadrieren: , nicht .