Komplexe Zahl in algebraischer Form
Voraussetzung:
- komplexe Zahl
- Realteil, a = Re z
- Imaginärteil, b = Im z (eine reelle Zahl, ohne i)
- imaginäre Einheit
Eine komplexe Zahl besteht aus Realteil a und Imaginärteil b, die imaginäre Einheit i erfüllt i² = −1.
Erklärung
In den reellen Zahlen hat keine Lösung. Die komplexen Zahlen erweitern die reellen Zahlen um die imaginäre Einheit mit . Jede komplexe Zahl lässt sich eindeutig in der algebraischen Form (auch kartesische Form) schreiben. Die Menge aller komplexen Zahlen heißt .
- Der Realteil ist , der Imaginärteil ist . Beide sind reelle Zahlen.
- Für ist reell, für und heißt rein imaginär.
- Zwei komplexe Zahlen sind gleich, wenn Realteile und Imaginärteile übereinstimmen.
In der Gaußschen Zahlenebene stellt man als Punkt dar: Realteil nach rechts, Imaginärteil nach oben.
Gerechnet wird wie mit Termen, wobei man durch ersetzt. Addition und Subtraktion erfolgen getrennt nach Real- und Imaginärteil. Die Potenzen von wiederholen sich mit der Periode :
Beispiele
Quadratische Gleichung mit negativer Diskriminante: hat . Mit liefert die abc-Formel
Typische Fehler
- Den Imaginärteil mit angeben: Für ist , nicht .
- Das Wurzelgesetz für negative Radikanden verwenden: . Richtig ist .
- rechnen. Die imaginäre Einheit ist gerade so festgelegt, dass gilt.
- Komplexe Zahlen der Größe nach vergleichen. Auf gibt es keine mit den Rechenregeln verträgliche Anordnung; ist keine sinnvolle Aussage.