Gleichsetzungsverfahren
- die beiden Unbekannten
- Faktoren vor x (Steigungen der zugehörigen Geraden)
- konstante Summanden (y-Achsenabschnitte)
Man löst beide Gleichungen nach derselben Variablen auf und setzt die beiden Terme gleich.
Erklärung
Das Gleichsetzungsverfahren löst ein lineares Gleichungssystem mit zwei Unbekannten. Es bietet sich an, wenn beide Gleichungen schon nach derselben Variablen aufgelöst sind oder sich leicht danach auflösen lassen.
- Beide Gleichungen nach derselben Variablen auflösen, z.B. nach .
- Die beiden Terme gleichsetzen. Es entsteht eine Gleichung nur mit .
- Nach auflösen.
- in eine der aufgelösten Gleichungen einsetzen, berechnen.
Anschaulich sind die beiden Gleichungen Geraden. Gleichsetzen heißt: die Stelle suchen, an der beide denselben -Wert haben, also den Schnittpunkt.
Bei gibt es genau eine Lösung. Bei sind die Geraden parallel: keine Lösung, oder unendlich viele, wenn auch ist.
Beispiele
Gleichsetzen:
Einsetzen in I: . Probe in II: . Die Lösung ist .
Tarifvergleich: Tarif A kostet € Grundgebühr plus € pro Minute, Tarif B € pro Minute ohne Grundgebühr. Ab wann sind beide gleich teuer? Mit Minuten:
Bei Minuten kosten beide Tarife €. Wer mehr telefoniert, fährt mit Tarif A günstiger.
Typische Fehler
- Beim Umstellen das Vorzeichen falsch übertragen: Aus wird , nicht .
- Gleichungen gleichsetzen, die nach verschiedenen Variablen aufgelöst sind, z.B. mit .
- Nur angeben. Die Lösung ist das Zahlenpaar .