Funktionen
Abstand zweier Punkte
- Abstand der beiden Punkte (Länge der Strecke)
- Koordinaten des ersten Punkts P₁(x₁ | y₁)
- Koordinaten des zweiten Punkts P₂(x₂ | y₂)
Berechnet den Abstand zweier Punkte im Koordinatensystem mit dem Satz des Pythagoras.
Achsenabschnittsform einer Geraden
Voraussetzung:
- x-Achsenabschnitt, die Gerade schneidet die x-Achse in (a | 0)
- y-Achsenabschnitt, die Gerade schneidet die y-Achse in (0 | b)
- Koordinaten eines beliebigen Punkts auf der Geraden
Beschreibt eine Gerade über ihre beiden Schnittpunkte mit den Koordinatenachsen (a | 0) und (0 | b).
Achsensymmetrie zur y-Achse
Voraussetzung:
- untersuchte Funktion
- beliebige Stelle im Definitionsbereich
- Definitionsbereich von f, muss symmetrisch zu 0 liegen
Ein Graph ist achsensymmetrisch zur y-Achse, wenn f(−x) = f(x) für jedes x im Definitionsbereich gilt.
Allgemeine Sinusfunktion
Voraussetzung:
- Streckfaktor in y-Richtung, |a| ist die Amplitude
- Streckfaktor in x-Richtung, bestimmt die Periode 2π/|b|
- Verschiebung in x-Richtung (oft Phasenverschiebung genannt)
- Verschiebung in y-Richtung, die Mittellinie y = d
- Eingabewert im Bogenmaß
- Funktionswert an der Stelle x
Die allgemeine Sinusfunktion entsteht aus sin(x) durch Strecken und Verschieben; ihre Periode ist 2π/|b|.
Antiproportionale Funktion
Voraussetzung:
- Proportionalitätsfaktor, das konstante Produkt x · f(x)
- Eingabewert, darf nicht 0 sein
- zugeordneter Wert
Bei einer antiproportionalen Zuordnung ist das Produkt x · y immer gleich k; der Graph ist eine Hyperbel.
Voraussetzung:
- Grad des Zählerpolynoms
- Grad des Nennerpolynoms
- Leitkoeffizient des Zählers (Faktor vor xⁿ)
- Leitkoeffizient des Nenners (Faktor vor xᵐ)
- Gleichung der waagerechten Asymptote
Das Verhalten einer gebrochenrationalen Funktion für x → ±∞ hängt nur vom Zählergrad n und Nennergrad m ab.
Beschränktes Wachstum
Voraussetzung:
- Bestand zum Zeitpunkt t
- Anfangsbestand zum Zeitpunkt 0
- Schranke (Sättigungswert), der sich der Bestand nähert
- Wachstumskonstante, bestimmt, wie schnell sich f an S annähert
- Zeit
- Eulersche Zahl, e ≈ 2,71828
Beim beschränkten Wachstum nimmt der Abstand zur Schranke S exponentiell ab; der Bestand nähert sich S.
Betragsfunktion
- beliebige reelle Zahl
- Betrag von x, sein Abstand von 0 auf dem Zahlenstrahl
Die Betragsfunktion ordnet jeder Zahl ihren Betrag zu; ihr Graph hat die Form eines V mit Spitze im Ursprung.
Exponentialfunktion
Voraussetzung:
- Anfangswert, der Funktionswert an der Stelle 0
- Basis bzw. Wachstumsfaktor
- Eingabewert, steht im Exponenten
- Funktionswert an der Stelle x
Bei einer Exponentialfunktion wird der Funktionswert pro Schritt in x mit demselben Faktor b multipliziert.
Exponentielle Abnahme
Voraussetzung:
- Bestand nach t Zeitschritten
- Anfangsbestand zum Zeitpunkt t = 0
- Abnahme in Prozent pro Zeitschritt (positiv angegeben)
- Anzahl der Zeitschritte
- Abnahmefaktor, liegt zwischen 0 und 1
Nimmt ein Bestand pro Zeitschritt um p % ab, bleibt nach t Schritten N₀ · (1 − p/100)ᵗ übrig.
Exponentielles Wachstum
Voraussetzung:
- Bestand nach t Zeitschritten
- Anfangsbestand zum Zeitpunkt t = 0
- prozentuale Änderung pro Zeitschritt (bei Abnahme negativ)
- Anzahl der Zeitschritte (z.B. Stunden oder Jahre)
Wächst oder schrumpft ein Bestand pro Schritt um p %, ist er nach t Schritten N₀ · (1 + p/100)ᵗ.
Ganzrationale Funktion
Voraussetzung:
- Grad der Funktion, der höchste vorkommende Exponent
- Leitkoeffizient, der Faktor vor der höchsten Potenz
- weitere Koeffizienten, dürfen auch 0 sein
- Absolutglied, der y-Achsenabschnitt
- Eingabewert (Stelle)
- Funktionswert an der Stelle x
Eine ganzrationale Funktion ist eine Summe von Potenzen von x mit natürlichen Exponenten und festen Koeffizienten.
Halbwertszeit
Voraussetzung:
- noch vorhandene Menge zum Zeitpunkt t
- Anfangsmenge zum Zeitpunkt t = 0
- vergangene Zeit
- Halbwertszeit, in derselben Einheit wie t
Nach jeder Halbwertszeit T_H ist von einer exponentiell abnehmenden Menge nur noch die Hälfte übrig.
Lineare Funktion
- Steigung der Geraden
- y-Achsenabschnitt, also der Funktionswert an der Stelle 0
- Eingabewert (Stelle)
- Funktionswert an der Stelle x
Eine lineare Funktion hat eine Gerade als Graphen, festgelegt durch die Steigung m und den y-Achsenabschnitt b.
Logarithmusfunktion
Voraussetzung:
- Basis des Logarithmus
- Eingabewert, muss positiv sein
- Exponent, mit dem man b potenzieren muss, um x zu erhalten
Die Logarithmusfunktion ist die Umkehrfunktion der Exponentialfunktion b^x und nur für positive x definiert.
Logistisches Wachstum
Voraussetzung:
- Bestand zum Zeitpunkt t
- Anfangsbestand zum Zeitpunkt 0
- Schranke (Sättigungswert, Kapazität)
- Wachstumskonstante aus f'(t) = k · f(t) · (S − f(t))
- Zeit
- Eulersche Zahl, e ≈ 2,71828
Logistisches Wachstum beginnt fast exponentiell und flacht dann zur Schranke S hin ab; der Graph ist eine S-Kurve.
Mittelpunkt einer Strecke
- Mittelpunkt der Strecke
- Koordinaten des ersten Endpunkts A(x₁ | y₁)
- Koordinaten des zweiten Endpunkts B(x₂ | y₂)
Die Koordinaten des Mittelpunkts einer Strecke sind die Mittelwerte der Koordinaten ihrer Endpunkte.
Natürliche Exponentialfunktion
- Eulersche Zahl, e ≈ 2,71828
- Eingabewert, steht im Exponenten
- Funktionswert an der Stelle x
Die e-Funktion ist die Exponentialfunktion zur Basis e ≈ 2,718; sie ist ihre eigene Ableitung.
Normalform der Parabel
- Koeffizient vor x
- konstantes Glied, zugleich der y-Achsenabschnitt
- beliebige reelle Zahl
Eine Parabel mit dem Faktor 1 vor x² hat die Form x² + px + q; ihr Graph ist eine verschobene Normalparabel.
Nullstelle einer linearen Funktion
Voraussetzung:
- Nullstelle, die Stelle, an der der Graph die x-Achse schneidet
- Steigung der Geraden f(x) = mx + b
- y-Achsenabschnitt der Geraden
Die Gerade f(x) = mx + b schneidet die x-Achse an der Stelle x₀ = −b/m, sofern die Steigung nicht 0 ist.
Orthogonale Geraden
Voraussetzung: beide Geraden nicht senkrecht
- Steigung der ersten Geraden
- Steigung der zweiten Geraden
Zwei Geraden mit Steigung stehen genau dann senkrecht aufeinander, wenn das Produkt ihrer Steigungen −1 ist.
Voraussetzung:
- Nullstelle des Nenners, also eine Definitionslücke
- Vielfachheit von x₀ als Nullstelle des Zählers (k = 0, wenn der Zähler dort nicht null ist)
- Vielfachheit von x₀ als Nullstelle des Nenners
- die restlichen Faktoren von Zähler und Nenner
Eine Nennernullstelle ist eine hebbare Lücke, wenn sie sich vollständig wegkürzen lässt, sonst eine Polstelle.
Potenzfunktion
Voraussetzung: für
- Streckfaktor; bei negativem a ist der Graph an der x-Achse gespiegelt
- ganzzahliger Exponent, bestimmt die Form des Graphen
- Eingabewert (Stelle), steht in der Basis
- Funktionswert an der Stelle x
Bei einer Potenzfunktion steht x in der Basis und ein fester ganzzahliger Exponent n darüber.
Punkt-Steigungs-Form
- Steigung der Geraden
- Koordinaten eines bekannten Punkts P(x₁ | y₁) auf der Geraden
- Koordinaten eines beliebigen Punkts auf der Geraden
Stellt die Gleichung einer Geraden auf, wenn ihre Steigung m und ein Punkt P(x₁ | y₁) auf ihr bekannt sind.
Punktsymmetrie zum Ursprung
Voraussetzung:
- untersuchte Funktion
- beliebige Stelle im Definitionsbereich
- Definitionsbereich von f, muss symmetrisch zu 0 liegen
Ein Graph ist punktsymmetrisch zum Ursprung, wenn f(−x) = −f(x) für jedes x im Definitionsbereich gilt.
Quadratische Funktion
Voraussetzung:
- Leitkoeffizient, bestimmt Öffnung und Form der Parabel
- Koeffizient vor x; legt zusammen mit a die x-Koordinate des Scheitelpunkts fest
- Absolutglied, der y-Achsenabschnitt
- Eingabewert (Stelle)
- Funktionswert an der Stelle x
Eine quadratische Funktion hat eine Parabel als Graphen; a bestimmt die Öffnung, c den y-Achsenabschnitt.
Scheitelpunkt berechnen
Voraussetzung:
- Koordinaten des Scheitelpunkts S(x_S | y_S)
- Koeffizient vor x² in f(x) = ax² + bx + c
- Koeffizient vor x in f(x) = ax² + bx + c
- die quadratische Funktion f(x) = ax² + bx + c
Der Scheitelpunkt der Parabel f(x) = ax² + bx + c liegt bei x = −b/(2a); den y-Wert erhält man durch Einsetzen.
Scheitelpunktform
Voraussetzung:
- Streckfaktor, bestimmt Öffnung und Form der Parabel
- x-Koordinate des Scheitelpunkts (Verschiebung nach rechts)
- y-Koordinate des Scheitelpunkts (Verschiebung nach oben)
- Scheitelpunkt der Parabel
In der Scheitelpunktform f(x) = a(x − d)² + e liest man den Scheitelpunkt S(d | e) direkt ab.
Schnittpunkt zweier Geraden
Voraussetzung:
- Steigung und y-Achsenabschnitt der ersten Geraden y = m₁x + b₁
- Steigung und y-Achsenabschnitt der zweiten Geraden y = m₂x + b₂
- Koordinaten des Schnittpunkts S
Zwei Geraden mit verschiedenen Steigungen schneiden sich in genau einem Punkt; man findet ihn durch Gleichsetzen.
Schnittwinkel zweier Geraden
Voraussetzung:
- Schnittwinkel der beiden Geraden, zwischen 0° und 90°
- Steigung der ersten Geraden
- Steigung der zweiten Geraden
Der Schnittwinkel zweier Geraden folgt aus ihren Steigungen; er ist immer der spitze Winkel zwischen ihnen.
Steigung aus zwei Punkten
Voraussetzung:
- Steigung der Geraden durch beide Punkte
- Koordinaten des ersten Punkts P₁(x₁ | y₁)
- Koordinaten des zweiten Punkts P₂(x₂ | y₂)
Die Steigung einer Geraden durch zwei Punkte ist der Höhenunterschied geteilt durch den Unterschied in x-Richtung.
Steigungswinkel
Voraussetzung:
- Steigungswinkel zwischen Gerade und positiver x-Achse
- Steigung der Geraden
Der Tangens des Steigungswinkels einer Geraden ist ihre Steigung m; umgekehrt ist α = arctan(m).
Umkehrfunktion
Voraussetzung: umkehrbar, d.h. jeder Funktionswert wird nur einmal angenommen
- umkehrbare Ausgangsfunktion
- Umkehrfunktion von f
- Stelle im Definitionsbereich von f
- Funktionswert von f, Stelle im Definitionsbereich von f⁻¹
Die Umkehrfunktion f⁻¹ macht f rückgängig; ihr Graph ist der an der Geraden y = x gespiegelte Graph von f.
Verdopplungszeit
Voraussetzung:
- Verdopplungszeit, gemessen in Zeitschritten
- Wachstumsfaktor pro Zeitschritt, q = 1 + p/100
- natürlicher Logarithmus (jede andere Basis liefert dasselbe Ergebnis)
Die Verdopplungszeit ist die feste Zeit, nach der sich ein exponentiell wachsender Bestand jeweils verdoppelt.
Voraussetzung:
- Ausgangsfunktion
- transformierte Funktion
- Streckfaktor in y-Richtung; a < 0 spiegelt zusätzlich an der x-Achse
- Faktor in x-Richtung; der Graph wird mit 1/b gestreckt, b < 0 spiegelt an der y-Achse
- Verschiebung in x-Richtung (c > 0 nach rechts)
- Verschiebung in y-Richtung (d > 0 nach oben)
Mit a, b, c und d wird der Graph von f gestreckt, gespiegelt und verschoben; c verschiebt nach rechts, d nach oben.
Wurzelfunktion
Voraussetzung:
- nicht negative reelle Zahl
- die nicht negative Zahl, deren Quadrat x ist
Die Wurzelfunktion ordnet jeder Zahl x ≥ 0 ihre Quadratwurzel zu und ist die Umkehrung von x² für x ≥ 0.
Zinseszins
- Kapital nach n Jahren
- Anfangskapital
- Zinssatz in Prozent pro Jahr
- Anzahl der Jahre (Verzinsungszeiträume)
Werden Zinsen jedes Jahr mitverzinst, wächst ein Kapital K₀ in n Jahren auf K₀ · (1 + p/100)ⁿ.
Zwei-Punkte-Form einer Geraden
Voraussetzung:
- Koordinaten des ersten Punkts P₁(x₁ | y₁)
- Koordinaten des zweiten Punkts P₂(x₂ | y₂)
- Koordinaten eines beliebigen Punkts auf der Geraden
Stellt die Gleichung der Geraden durch zwei gegebene Punkte P₁ und P₂ in einem Schritt auf.