Ganzrationale Funktion
Voraussetzung:
- Grad der Funktion, der höchste vorkommende Exponent
- Leitkoeffizient, der Faktor vor der höchsten Potenz
- weitere Koeffizienten, dürfen auch 0 sein
- Absolutglied, der y-Achsenabschnitt
- Eingabewert (Stelle)
- Funktionswert an der Stelle x
Eine ganzrationale Funktion ist eine Summe von Potenzen von x mit natürlichen Exponenten und festen Koeffizienten.
Erklärung
Eine ganzrationale Funktion (auch Polynomfunktion) ist eine Summe aus Potenzfunktionen mit natürlichen Exponenten. Der höchste Exponent mit einem Koeffizienten ungleich heißt Grad, sein Faktor heißt Leitkoeffizient. Lineare Funktionen haben den Grad , quadratische den Grad .
Aus Grad und Koeffizienten lässt sich viel ablesen:
- Der y-Achsenabschnitt ist .
- Eine Funktion vom Grad hat höchstens Nullstellen und höchstens Extremstellen.
- Das Verhalten im Unendlichen bestimmt allein der Summand . Bei geradem zeigen beide Enden des Graphen in dieselbe Richtung, bei ungeradem in entgegengesetzte. Ist , geht der Graph für nach oben.
- Kommen nur gerade Exponenten vor, ist der Graph achsensymmetrisch zur y-Achse; kommen nur ungerade vor, ist er punktsymmetrisch zum Ursprung.
Beispiele
hat den Grad und den Leitkoeffizienten . Weil ist, geht der Graph durch den Ursprung. Für die Nullstellen klammert man aus und zerlegt den Rest in Linearfaktoren:
Die Nullstellen sind , und , also die Höchstzahl . Außerdem ist .
Verhalten im Unendlichen: ist ungerade und . Für geht , für geht . Zur Kontrolle: und .
Typische Fehler
- Den Grad am ersten Summanden ablesen: hat den Grad , nicht . Maßgeblich ist der höchste Exponent.
- Glauben, dass eine Funktion vom Grad immer genau Nullstellen hat: ist nie kleiner als und hat deshalb keine reelle Nullstelle.
- Beim Verhalten im Unendlichen das Vorzeichen von übersehen: geht an beiden Enden nach unten.