Umkehrfunktion
Voraussetzung: umkehrbar, d.h. jeder Funktionswert wird nur einmal angenommen
- umkehrbare Ausgangsfunktion
- Umkehrfunktion von f
- Stelle im Definitionsbereich von f
- Funktionswert von f, Stelle im Definitionsbereich von f⁻¹
Die Umkehrfunktion f⁻¹ macht f rückgängig; ihr Graph ist der an der Geraden y = x gespiegelte Graph von f.
Erklärung
Eine Funktion ordnet jedem einen Wert zu. Die Umkehrfunktion geht den Weg zurück: Sie ordnet jedem das zu, aus dem es entstanden ist. Hintereinander ausgeführt heben sich beide auf:
Das geht nur, wenn umkehrbar ist: Jeder Funktionswert darf nur einmal vorkommen. Das ist zum Beispiel erfüllt, wenn streng monoton steigt oder fällt. Notfalls schränkt man den Definitionsbereich ein.
So bestimmt man :
- nach auflösen.
- und vertauschen, damit die Variable wieder heißt.
Der Graph von entsteht durch Spiegeln an der Winkelhalbierenden . Definitions- und Wertebereich tauschen dabei die Rollen.
Beispiele
. Aus folgt , nach dem Vertauschen
Probe: und .
ist auf ganz nicht umkehrbar. Eingeschränkt auf ist die Umkehrfunktion .
Die e-Funktion und der natürliche Logarithmus sind Umkehrfunktionen voneinander: und für .
Typische Fehler
- als Kehrwert lesen: Für ist , aber . Die ist hier kein Exponent.
- Eine nicht umkehrbare Funktion umkehren: Bei ist ; zu gibt es ohne Einschränkung kein eindeutiges .
- Das Vertauschen von und vergessen: Dann steht zwar die richtige Rechnung da, aber die Funktion ist nach der falschen Variablen benannt.