Achsensymmetrie zur y-Achse
Voraussetzung:
- untersuchte Funktion
- beliebige Stelle im Definitionsbereich
- Definitionsbereich von f, muss symmetrisch zu 0 liegen
Ein Graph ist achsensymmetrisch zur y-Achse, wenn f(−x) = f(x) für jedes x im Definitionsbereich gilt.
Erklärung
Ein Graph ist achsensymmetrisch zur y-Achse, wenn man ihn an der y-Achse spiegeln kann, ohne dass er sich ändert. Rechnerisch heißt das: Zu und gehört immer derselbe Funktionswert. Solche Funktionen heißen auch gerade Funktionen.
Die Bedingung muss für jedes gelten. Zum Nachweis setzt man allgemein ein und formt um, bis dasteht. Dazu muss mit auch im Definitionsbereich liegen.
Bekannte gerade Funktionen:
- ganzrationale Funktionen mit nur geraden Exponenten; ein Absolutglied zählt als und stört nicht,
- und .
Symmetrie spart Arbeit: Kennt man den Graphen rechts der y-Achse, kennt man ihn auch links. Nullstellen und Extremstellen treten (außer bei ) paarweise bei und auf.
Beispiele
:
Der Graph ist achsensymmetrisch. Gerade Potenzen schlucken das Minuszeichen.
ist nicht achsensymmetrisch: , aber .
Typische Fehler
- Nur ein Zahlenpaar prüfen: Bei ist , trotzdem ist und . Ein Nachweis braucht das allgemeine .
- Glauben, ein Absolutglied zerstöre die Achsensymmetrie: ist achsensymmetrisch, nur nicht mehr punktsymmetrisch.
- und verwechseln: , aber ist negativ.