Folgen & Reihen
Arithmetische Folge
Voraussetzung:
- n-tes Glied der Folge
- erstes Glied der Folge
- Nummer (Index) des gesuchten Glieds
- konstante Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gliedern
In einer arithmetischen Folge wächst jedes Glied um dieselbe Differenz d, das n-te Glied ist a₁ + (n − 1) · d.
Binomische Reihe
Voraussetzung:
- reelle Zahl mit |x| < 1
- beliebiger reeller Exponent
- Summationsindex
- verallgemeinerter Binomialkoeffizient, Produkt aus k Faktoren durch k!
Für |x| < 1 und beliebiges reelles α ist (1 + x)^α eine Potenzreihe mit verallgemeinerten Binomialkoeffizienten.
Cauchy-Produkt
Voraussetzung: und konvergent, mindestens eine davon absolut konvergent
- Glieder der beiden Reihen, Index ab 0
- Glieder der Produktreihe
- Laufindex innerhalb von cₙ
- Index der Reihenglieder
Das Produkt zweier absolut konvergenter Reihen ist die Reihe mit den Gliedern cₙ = a₀bₙ + a₁bₙ₋₁ + … + aₙb₀.
Endliche geometrische Reihe
Voraussetzung:
- Summe der ersten n Glieder
- erstes Glied
- konstanter Quotient der Folge
- Anzahl der addierten Glieder
Die Summe der ersten n Glieder einer geometrischen Folge ist a₁ · (qⁿ − 1) / (q − 1), sofern q ≠ 1.
Eulersche Zahl als Grenzwert
- Eulersche Zahl, Basis der natürlichen Exponentialfunktion
- natürliche Zahl, die gegen unendlich geht
Die Eulersche Zahl e ≈ 2,71828 ist der Grenzwert der Folge (1 + 1/n)ⁿ für n gegen unendlich.
Exponentialreihe
Voraussetzung:
- Wert der Exponentialfunktion an der Stelle x
- beliebige reelle (oder komplexe) Zahl
- Summationsindex
- Fakultät von k, mit 0! = 1
Die Exponentialfunktion ist für alle x die Summe der Potenzreihe 1 + x + x²/2! + x³/3! + …
Fourierkoeffizienten
Voraussetzung: -periodisch und über eine Periode integrierbar für für
- Kosinuskoeffizienten (a₀/2 ist der Mittelwert von f)
- Sinuskoeffizienten
- periodische Funktion
- Periode von f
- Grundkreisfrequenz 2π/T
- Nummer der Oberschwingung
- Integrationsvariable
Die Fourierkoeffizienten aₙ und bₙ entstehen durch Integration von f mal cos(nωx) bzw. sin(nωx) über eine Periode.
Fourierreihe
Voraussetzung: -periodisch, stückweise
- periodische Funktion
- Periode von f
- Grundkreisfrequenz 2π/T
- Fourierkoeffizienten
- Nummer der Oberschwingung
- reelle Variable, oft die Zeit
Eine periodische Funktion lässt sich als Summe aus einer Konstanten und Sinus- und Kosinusschwingungen mit Vielfachen der Grundfrequenz schreiben.
Gaußsche Summenformel
Voraussetzung:
- letzte (größte) Zahl, bis zu der addiert wird
Die Summe aller natürlichen Zahlen von 1 bis n ist n · (n + 1) / 2.
Geometrische Folge
Voraussetzung:
- n-tes Glied der Folge
- erstes Glied der Folge
- konstanter Quotient zweier aufeinanderfolgender Glieder
- Nummer (Index) des gesuchten Glieds
In einer geometrischen Folge entsteht jedes Glied durch Multiplikation mit demselben Faktor q, also a₁ · qⁿ⁻¹.
Harmonische Reihe
- Summationsindex, durchläuft die natürlichen Zahlen ab 1
Die harmonische Reihe 1 + 1/2 + 1/3 + … divergiert, obwohl ihre Glieder gegen 0 gehen.
Integralkriterium
Voraussetzung: stetig, nichtnegativ und monoton fallend
- stetige, nichtnegative, monoton fallende Funktion mit f(n) als Reihengliedern
- Index der Reihenglieder
- Integrationsvariable
Bei positiven, monoton fallenden Gliedern f(n) konvergiert die Reihe genau dann, wenn das uneigentliche Integral von f konvergiert.
Konvergenz der Reihe 1/nᵖ
Voraussetzung:
- Index der Reihenglieder
- reeller Exponent
Die Reihe über 1/nᵖ konvergiert genau für p > 1; für p ≤ 1 divergiert sie, wie die harmonische Reihe.
Voraussetzung: Potenzreihe zweite Form nur, wenn und der Grenzwert existiert
- Konvergenzradius (auch 0 oder ∞ möglich)
- Koeffizienten der Potenzreihe
- Entwicklungspunkt
- Stelle, an der die Reihe ausgewertet wird
- Index der Koeffizienten
Eine Potenzreihe konvergiert absolut für |x − x₀| < r und divergiert für |x − x₀| > r; r folgt aus den Koeffizienten.
Leibniz-Kriterium
Voraussetzung: monoton fallend
- Betrag des n-ten Glieds, nicht negativ
- Vorzeichenwechsel, beginnend mit plus
- Wert (Grenzwert) der Reihe
- n-te Partialsumme
- Index der Glieder
Eine alternierende Reihe, deren Gliedbeträge monoton gegen 0 fallen, konvergiert; der Fehler ist höchstens das nächste Glied.
Voraussetzung: Ungleichung für alle (ab einem festen Index)
- Glieder der untersuchten Reihe
- Glieder der Vergleichsreihe (Majorante)
- Index, ab dem die Abschätzung gilt
Lässt sich eine Reihe gliedweise durch eine konvergente Reihe abschätzen, konvergiert sie; liegt eine divergente darunter, divergiert sie.
Voraussetzung: reelle Folge
- Glieder der Folge
- Supremum, die kleinste obere Schranke der Folgenglieder
- Index der Folgenglieder
Jede monoton wachsende, nach oben beschränkte Folge konvergiert gegen ihr Supremum; ebenso fallend und nach unten beschränkt.
Potenzreihe des Kosinus
Voraussetzung: im Bogenmaß
- reelle Zahl, Winkel im Bogenmaß
- Summationsindex
Der Kosinus ist die alternierende Reihe der geraden Potenzen xⁿ geteilt durch n!; sie konvergiert für jedes reelle x.
Potenzreihe des Sinus
Voraussetzung: im Bogenmaß
- reelle Zahl, Winkel im Bogenmaß
- Summationsindex
Der Sinus ist die alternierende Reihe der ungeraden Potenzen xⁿ geteilt durch n!; sie konvergiert für jedes reelle x.
Potenzreihe von ln(1 + x)
Voraussetzung:
- reelle Zahl im Konvergenzbereich
- Summationsindex
Für −1 < x ≤ 1 ist ln(1 + x) die alternierende Reihe x − x²/2 + x³/3 − …; bei x = 1 ergibt sich ln 2.
Quotientenkriterium
Voraussetzung: für alle hinreichend großen der Grenzwert existiert
- n-tes Glied der Reihe
- Grenzwert der Beträge aufeinanderfolgender Quotienten
- Index der Glieder
Ist der Grenzwert von |aₙ₊₁ / aₙ| kleiner als 1, konvergiert die Reihe absolut; ist er größer als 1, divergiert sie.
Summe der Kubikzahlen
Voraussetzung:
- Anzahl der Summanden, letzte Zahl, die hoch drei genommen wird
- Summationsindex, läuft von 1 bis n
Die Summe der Kubikzahlen 1³ + 2³ + … + n³ ist das Quadrat der Summe 1 + 2 + … + n.
Summe der Quadratzahlen
Voraussetzung:
- Anzahl der Summanden, letzte quadrierte Zahl
- Summationsindex, läuft von 1 bis n
Die Summe der Quadratzahlen 1² + 2² + … + n² ist n(n + 1)(2n + 1) / 6.
- Index der Reihenglieder, natürliche Zahl ab 1
- Kreiszahl, etwa 3,14159
Die Summe der Kehrwerte aller Quadratzahlen ist π²/6, etwa 1,6449 (Basler Problem, gelöst von Euler).
Summe einer arithmetischen Folge
Voraussetzung:
- Summe der ersten n Glieder (Partialsumme)
- Anzahl der addierten Glieder
- erstes Glied
- letztes addiertes Glied, a₁ + (n − 1) · d
- konstante Differenz der Folge
Die Summe der ersten n Glieder einer arithmetischen Folge ist n mal der Mittelwert von erstem und letztem Glied.
Taylorreihe
Voraussetzung: um
- Funktion, die entwickelt wird
- Entwicklungspunkt
- Stelle, an der die Funktion angenähert wird
- k-te Ableitung von f an der Stelle x₀ (f⁽⁰⁾ = f)
- Fakultät von k
Die Taylorreihe stellt eine Funktion um einen Punkt x₀ als Potenzreihe aus ihren Ableitungen in x₀ dar.
Unendliche geometrische Reihe
Voraussetzung:
- erstes Glied der Reihe
- konstanter Quotient, Betrag kleiner als 1
- Summationsindex
Für |q| < 1 hat die unendliche geometrische Reihe a₁ + a₁q + a₁q² + … den endlichen Wert a₁ / (1 − q).
Wurzelkriterium
- n-tes Glied der Reihe
- Limes superior der n-ten Wurzeln aus den Beträgen
- Index der Glieder
Ist der Limes superior von ⁿ√|aₙ| kleiner als 1, konvergiert die Reihe absolut; ist er größer als 1, divergiert sie.