Geometrische Folge
Voraussetzung:
- n-tes Glied der Folge
- erstes Glied der Folge
- konstanter Quotient zweier aufeinanderfolgender Glieder
- Nummer (Index) des gesuchten Glieds
In einer geometrischen Folge entsteht jedes Glied durch Multiplikation mit demselben Faktor q, also a₁ · qⁿ⁻¹.
Erklärung
Eine Folge heißt geometrisch, wenn der Quotient zweier aufeinanderfolgender Glieder immer gleich ist:
Rekursiv heißt das: Jedes Glied entsteht aus dem vorigen durch Multiplikation mit . Die Formel oben ist die explizite Darstellung. Vom ersten bis zum -ten Glied wird -mal mit multipliziert.
Das Verhalten hängt von ab:
- : Die Beträge wachsen (bei exponentielles Wachstum).
- : Die Glieder nähern sich (exponentielle Abnahme).
- : Die Vorzeichen wechseln ab, man spricht von einer alternierenden Folge.
Geometrische Folgen sind das diskrete Gegenstück zu Exponentialfunktionen: . Typische Anwendungen sind Wachstums- und Zerfallsprozesse in festen Zeitschritten. und werden ausgeschlossen, weil sonst der Quotient nicht gebildet werden kann.
Beispiele
Die Folge hat und . Das achte Glied ist
Ein Ball springt jedes Mal auf die Hälfte der vorigen Höhe. Der erste Sprung ist hoch. Der sechste Sprung:
Von einer geometrischen Folge kennt man und . Zwischen den Gliedern liegen drei Multiplikationen mit :
Typische Fehler
- rechnen. Im ersten Beispiel ergäbe das , doppelt so viel wie richtig.
- Arithmetisch und geometrisch verwechseln: Bei wird nicht immer addiert, sondern verdoppelt.
- Bei geradem Exponenten nur die positive Lösung beachten: Aus folgt oder .
- Die Formel mit benutzen, obwohl die Folge bei beginnt. Dann gilt .