Taylorreihe
Voraussetzung: um
- Funktion, die entwickelt wird
- Entwicklungspunkt
- Stelle, an der die Funktion angenähert wird
- k-te Ableitung von f an der Stelle x₀ (f⁽⁰⁾ = f)
- Fakultät von k
Die Taylorreihe stellt eine Funktion um einen Punkt x₀ als Potenzreihe aus ihren Ableitungen in x₀ dar.
Erklärung
Die Taylorreihe entwickelt eine Funktion um einen Entwicklungspunkt in eine Potenzreihe. Dafür muss in einer Umgebung von beliebig oft differenzierbar sein (). Die Koeffizienten werden so gewählt, dass alle Ableitungen der Reihe in mit denen von übereinstimmen. Bricht man nach dem Glied mit ab, erhält man das Taylorpolynom vom Grad . Für ist das die Tangente.
Die Differenz heißt Restglied. In der Lagrange-Form gilt
für ein zwischen und (falls dort -mal stetig differenzierbar ist). Die Taylorreihe stellt genau dann an der Stelle dar, wenn für .
Das ist nicht selbstverständlich: Auch eine beliebig oft differenzierbare Funktion kann eine Taylorreihe haben, die gegen eine andere Funktion konvergiert. Standardbeispiel ist mit ; alle Ableitungen in verschwinden, die Reihe ist die Nullfunktion. Außerdem konvergiert die Reihe nur innerhalb des Konvergenzradius, z.B. für um nur für . Auch innerhalb des Konvergenzradius ist die Gleichheit nicht automatisch erfüllt, sie gilt genau dort, wo das Restglied gegen geht.
Für spricht man auch von der MacLaurin-Reihe.
Beispiele
Für um sind die Ableitungen in abwechselnd . Also
Der genaue Wert ist .
Für um : , , . Das Taylorpolynom zweiten Grades ist
Der genaue Wert ist .
Für um gilt Mit drei Gliedern ist , genau ist .
Typische Fehler
- Die Fakultät vergessen: Der Koeffizient ist , nicht . Im zweiten Beispiel steht deshalb und nicht .
- statt schreiben, wenn ist.
- Die Ableitungen an der Stelle statt an der Stelle auswerten.
- Annehmen, dass jede beliebig oft differenzierbare Funktion durch ihre Taylorreihe dargestellt wird, oder die Reihe außerhalb des Konvergenzbereichs benutzen.