Sinus im rechtwinkligen Dreieck
Voraussetzung: rechtwinkliges Dreieck
- einer der beiden spitzen Winkel des Dreiecks (nicht der rechte Winkel)
- Kathete, die dem Winkel α gegenüberliegt
- längste Seite, sie liegt dem rechten Winkel gegenüber
Im rechtwinkligen Dreieck ist der Sinus eines spitzen Winkels das Verhältnis von Gegenkathete zu Hypotenuse.
Erklärung
Im rechtwinkligen Dreieck hängt das Verhältnis zweier Seiten nur vom Winkel ab, nicht von der Größe des Dreiecks. Der Sinus eines spitzen Winkels ist das Verhältnis der Gegenkathete (die Seite, die gegenüberliegt) zur Hypotenuse (die Seite gegenüber dem rechten Winkel).
Welche Kathete die Gegenkathete ist, hängt vom gewählten Winkel ab. Deshalb zuerst den Winkel markieren, dann die Seiten benennen.
In der üblichen Bezeichnung mit gilt und .
Da die Hypotenuse die längste Seite ist, liegt immer zwischen und . Umgestellt erhält man:
Den Winkel selbst bekommt man mit der Umkehrfunktion (auf dem Taschenrechner oft SHIFT + sin).
Beispiele
Ein rechtwinkliges Dreieck hat die Katheten und und die Hypotenuse . Für den Winkel gegenüber der Seite gilt:
Die Hypotenuse ist lang, der Winkel . Gesucht ist die Gegenkathete:
Eine lange Rampe ist um gegen den Boden geneigt. Wie hoch führt sie? Die Rampe ist die Hypotenuse, die Höhe die Gegenkathete:
Typische Fehler
- Die falsche Kathete als Gegenkathete nehmen. Die Gegenkathete berührt den Winkel nicht, sie liegt ihm gegenüber.
- Den Taschenrechner im Bogenmaß (
RAD) statt im Gradmaß (DEG) rechnen lassen: Dann ist statt . - mit verwechseln. ist der Winkel, dessen Sinus ist, nicht .
- Die Formel im nicht rechtwinkligen Dreieck verwenden. Dort helfen Sinussatz oder Kosinussatz.