Verteilung von Kugeln auf Urnen
Voraussetzung: Kugeln gleich, Urnen unterscheidbar, keine Urne leer
- Anzahl der gleichen (nicht unterscheidbaren) Kugeln
- Anzahl der unterscheidbaren Urnen
- Anzahl der Kugeln in Urne j, mindestens 1
- Binomialkoeffizient, Anzahl der Verteilungen
k gleiche Kugeln lassen sich auf (k−1 über n−1) Arten so auf n Urnen verteilen, dass keine Urne leer bleibt.
Erklärung
Gezählt werden die Möglichkeiten, gleiche Kugeln auf unterscheidbare Urnen zu verteilen. Gleichwertig zählt man die Lösungen der Gleichung in ganzen Zahlen. Es gibt zwei Grundfälle:
| Bedingung | Anzahl |
|---|---|
| keine Urne leer, | |
| leere Urnen erlaubt, |
Sterne und Striche: Man legt die Kugeln als Sterne in eine Reihe. Zwischen zwei Sternen gibt es Lücken. Wählt man dieser Lücken für Trennstriche aus, entstehen nichtleere Gruppen. Daher . Für gibt es keine solche Verteilung.
Der zweite Fall ist die Kombination mit Wiederholung. Man führt ihn auf den ersten zurück: Mit wird aus mit die Gleichung mit .
Allgemeine Mindestanzahlen behandelt man genauso: Zuerst legt man Kugeln in Urne , dann verteilt man den Rest frei.
Sind die Kugeln dagegen unterscheidbar, gibt es bei erlaubten leeren Urnen Verteilungen, weil jede Kugel ihre Urne einzeln wählt.
Beispiele
Bonbons: gleiche Bonbons werden auf Kinder verteilt, jedes bekommt mindestens eins:
Kontrolle: Jedes Kind erhält zuerst ein Bonbon, die restlichen werden frei verteilt: .
Gleichung: hat in positiven ganzen Zahlen Lösungen.
Mit Mindestanzahl: mit , , . Nach dem Vorab-Verteilen bleiben Kugeln, frei auf Urnen: .
Typische Fehler
- Die beiden Fälle verwechseln. Dürfen Kinder leer ausgehen, sind es bei Bonbons und Kindern Möglichkeiten, nicht .
- Unterscheidbare Kugeln mit dieser Formel zählen. Zehn verschiedene Geschenke auf Kinder ergeben Verteilungen, wenn leere Hände erlaubt sind.
- Oben statt einsetzen. Die Striche stehen in den Lücken zwischen den Sternen, nicht an den Rändern, sonst entstünden leere Urnen.