Fehler der Trapezregel
Voraussetzung: zweimal stetig differenzierbar auf
- Näherung der summierten Trapezregel mit n Teilintervallen
- Integrationsgrenzen
- Schrittweite, Breite eines Teilintervalls
- Anzahl der Teilintervalle
- zweite Ableitung des Integranden
Der Fehler der summierten Trapezregel ist höchstens (b − a) · h² / 12 mal das Maximum von |f″|; er sinkt quadratisch mit h.
Erklärung
Die summierte Trapezregel nähert mit Trapezen der Breite . Ist zweimal stetig differenzierbar, gibt es ein mit
Weil man nicht kennt, schätzt man durch das Maximum von auf ab. Daraus folgt die Schranke oben.
Folgerungen:
- Ordnung 2: Halbiert man , wird der Fehler etwa viermal kleiner.
- Für lineare Funktionen ist , die Trapezregel ist dann exakt.
- Aus der Schranke bestimmt man, wie viele Teilintervalle für eine gewünschte Genauigkeit reichen: .
- Für glatte gilt genauer . Diese Näherung ist oft viel schärfer als die Schranke.
Beispiele
soll mit einem Fehler von höchstens berechnet werden. Es ist auf , also muss gelten
Wegen braucht man mindestens Teilintervalle. Mit wäre die Schranke knapp über .
mit , also :
Der tatsächliche Fehler ist . Die Schranke liefert mit den Wert . Die asymptotische Formel trifft den Fehler fast genau. Mit sinkt der Fehler auf etwa , also ungefähr auf ein Viertel.
Typische Fehler
- und verwechseln: Die Schranke enthält , nicht .
- Das Maximum von nur an den Randpunkten suchen. Es kann auch im Inneren liegen.
- Die Schranke für den tatsächlichen Fehler halten. Sie ist eine obere Grenze, der echte Fehler kann deutlich kleiner sein.
- Bei der Bestimmung von abrunden. Man muss auf die nächste ganze Zahl aufrunden.