Simpsonregel
Voraussetzung: auf integrierbar und an den Stützstellen definiert
- untere und obere Integrationsgrenze
- Funktion, die integriert wird
- Intervallmitte
Die Simpsonregel ersetzt die Funktion durch eine Parabel durch Anfang, Mitte und Ende und integriert diese exakt.
Erklärung
Die Simpsonregel legt durch die drei Punkte bei , und eine Parabel und integriert diese exakt. Die Gewichte entstehen genau aus dieser Parabel. In der Schule ist sie auch als Keplersche Fassregel bekannt.
Obwohl nur eine Parabel verwendet wird, ist die Regel für alle Polynome bis zum Grad 3 exakt. Ist viermal stetig differenzierbar, gilt für den Fehler
für ein .
Für größere Intervalle teilt man in eine gerade Anzahl von Teilintervallen der Breite und wendet die Regel auf je zwei benachbarte an (summierte Simpsonregel):
Für den Fehler gilt, wenn viermal stetig differenzierbar ist,
für ein . Er ist von der Ordnung : Halbiert man , wird er etwa 16-mal kleiner. Die Simpsonregel ist zugleich der gewichtete Mittelwert aus Mittelpunkt- und Trapezregel, deren Fehler sich dabei weitgehend aufheben.
Beispiele
mit einer einzigen Parabel:
Der Fehler ist nur etwa . Die Trapezregel mit derselben Anzahl Stützstellen liefert .
. Mit einer Parabel ergibt sich . Summiert mit und :
Typische Fehler
- In der einfachen Regel statt schreiben. Den Faktor hat nur die summierte Form, dort ist die halbe Breite eines Parabelstücks.
- Die summierte Regel mit ungeradem anwenden.
- Die Gewichte falsch verteilen, z.B. an den Rändern statt .