Transformationssatz
Voraussetzung: offen bijektiv, stetig differenzierbar auf integrierbar über
- Transformation, die neue Koordinaten u auf alte Koordinaten x abbildet
- Integrationsbereich in den neuen Koordinaten
- Integrationsbereich in den ursprünglichen Koordinaten
- Jacobi-Matrix der Transformation
- Integrand
Beim Koordinatenwechsel in Mehrfachintegralen kommt der Betrag der Jacobi-Determinante als Korrekturfaktor hinzu.
Erklärung
Der Transformationssatz ist die mehrdimensionale Substitutionsregel. Man ersetzt die Variablen durch neue Variablen mit und wählt so, dass der Bereich oder der Integrand einfacher wird.
Das Volumenelement ändert sich dabei: Ein kleiner Würfel im -Raum wird durch auf ein kleines Parallelotop abgebildet, dessen Volumen um den Faktor größer oder kleiner ist. Deshalb steht der Betrag der Jacobi-Determinante im Integral. Er ersetzt den Faktor der eindimensionalen Regel.
Wichtige Sonderfälle:
- Polarkoordinaten:
- Zylinderkoordinaten:
- Kugelkoordinaten:
- Lineare Abbildung :
Mengen vom Volumen null (z.B. Randkurven oder die Achse bei Polarkoordinaten) dürfen ausgenommen werden; dort darf die Voraussetzungen verletzen.
Beispiele
Die Ellipse mit den Halbachsen und ist das Bild der Einheitskreisscheibe unter , . Mit :
Gesucht ist über das gedrehte Quadrat mit und . Mit und ist und , also
Der neue Bereich ist das Quadrat :
Typische Fehler
- Den Betrag weglassen. Mit wäre das Ergebnis negativ, obwohl der Integrand nicht negativ ist.
- Die Determinante der falschen Richtung verwenden. Hier hat die Determinante ; gebraucht wird die der Abbildung , also . Die Kehrwerte hängen zusammen: .
- Den Integranden umrechnen, die Grenzen aber nicht. Der Bereich muss vollständig in den neuen Koordinaten beschrieben werden.