Integration in Polarkoordinaten
Voraussetzung: stetig
- Integrationsbereich, z.B. Kreisscheibe, Kreisring oder Sektor
- Abstand vom Ursprung
- Winkel zur positiven x-Achse
- Flächenelement in Polarkoordinaten, der Faktor r ist die Jacobi-Determinante
- Grenzen für Radius und Winkel
Über kreisförmige Bereiche integriert man in Polarkoordinaten; das Flächenelement dx dy wird dabei zu r dr dφ.
Erklärung
Ist der Integrationsbereich ein Kreis, ein Kreisring oder ein Sektor, oder hängt nur von ab, rechnet man mit Polarkoordinaten , . Dann werden die Grenzen konstant, und der Integrand vereinfacht sich oft stark, weil .
Entscheidend ist der Faktor : Das Flächenelement ist . Anschaulich ist ein kleines Stück zwischen und sowie und ungefähr ein Rechteck mit den Seiten und . Formal ist die Jacobi-Determinante der Polarkoordinaten-Abbildung (Transformationssatz).
Die Formel gilt auch, wenn die Grenzen für vom Winkel abhängen, also .
Beispiele
Der Flächeninhalt einer Kreisscheibe mit Radius :
Für über die Kreisscheibe mit Radius ist :
Die Gauß-Glocke über die Einheitskreisscheibe: Mit der Substitution wird , also
Lässt man den Radius gegen unendlich gehen, erhält man . Daraus folgt das bekannte Ergebnis , die Grundlage für die Normierung der Normalverteilung.
Typische Fehler
- Den Faktor vergessen. Ohne ihn ergibt sich für die Kreisfläche statt .
- Den Winkel falsch begrenzen, z.B. bis für einen vollen Kreis. Der volle Kreis braucht bis , der Halbkreis über der -Achse bis .
- Nur und ersetzen, aber stehen lassen.