Partielle Ableitung
Voraussetzung: innerer Punkt von der Grenzwert existiert
- Funktion der zwei Variablen x und y
- partielle Ableitung von f nach x, auch f_x geschrieben
- Stelle, an der abgeleitet wird
- Schrittweite in x-Richtung, die gegen 0 geht
Die partielle Ableitung nach x ist die gewöhnliche Ableitung von f, wenn man alle anderen Variablen festhält.
Erklärung
Bei einer Funktion mehrerer Variablen fragt die partielle Ableitung nach der Änderung in genau einer Koordinatenrichtung. Für hält man fest und leitet nach ab, wie bei einer Funktion einer Variablen. Entsprechend entsteht , wenn man festhält. Übliche Kurzschreibweisen sind , oder .
Geometrisch ist die Steigung der Schnittkurve des Graphen mit der Ebene .
Leitet man noch einmal ab, entstehen höhere partielle Ableitungen wie , und . Nach dem Satz von Schwarz gilt , wenn die zweiten partiellen Ableitungen stetig sind. Für Funktionen von Variablen gilt alles entsprechend.
Beispiele
Für wird beim Ableiten nach der Faktor wie eine Konstante behandelt:
An der Stelle ist und . Die gemischten Ableitungen stimmen überein: .
Für liefert die Kettenregel . An der Stelle ist .
Typische Fehler
- Die festgehaltene Variable mit ableiten. Bei bleibt als Faktor stehen: , nicht .
- Einen Summanden, der nur von abhängt, beim Ableiten nach stehen lassen. Er fällt weg, z.B. .
- Aus der Existenz aller partiellen Ableitungen auf Stetigkeit schließen. Die Funktion mit hat im Ursprung beide partiellen Ableitungen, ist dort aber nicht stetig.