Doppelintegral und Satz von Fubini
Voraussetzung: stetig auf
- Rechteck, über das integriert wird
- Integrand, eine Funktion zweier Variablen
- Flächenelement, hier dA = dx dy
- Grenzen in x-Richtung
- Grenzen in y-Richtung
Ein Doppelintegral über ein Rechteck berechnet man als zwei einfache Integrale nacheinander, in beliebiger Reihenfolge.
Erklärung
Das Doppelintegral summiert die Werte von über eine ebene Fläche . Für ist es das Volumen des Körpers zwischen dem Rechteck und dem Graphen von . Mit erhält man den Flächeninhalt von .
Der Satz von Fubini macht die Rechnung handlich: Man integriert zuerst nach einer Variablen und hält die andere dabei fest (inneres Integral), dann integriert man das Ergebnis nach der zweiten Variablen (äußeres Integral). Für stetiges auf einem Rechteck ist die Reihenfolge egal. Allgemeiner gilt das für jede Funktion, für die endlich ist.
Bei einem Normalbereich hängen die inneren Grenzen von der äußeren Variablen ab:
Vertauscht man dort die Reihenfolge, müssen die Grenzen neu aus einer Skizze bestimmt werden.
Beispiele
Für über ist das innere Integral und damit
In der anderen Reihenfolge: .
Für über das Dreieck mit läuft innen von bis :
Mit vertauschter Reihenfolge läuft von bis : .
Typische Fehler
- Beim Vertauschen der Reihenfolge die Grenzen eines Normalbereichs unverändert übernehmen. Die inneren Grenzen dürfen nur von der äußeren Variablen abhängen.
- Variable Grenzen außen und konstante innen verwenden, z.B. . Das äußere Integral muss feste Zahlen als Grenzen haben.
- Beim inneren Integral die äußere Variable mit integrieren. Sie ist dort eine Konstante.