Matrizenmultiplikation
Voraussetzung:
- Matrix mit m Zeilen und n Spalten
- Matrix mit n Zeilen und p Spalten
- Eintrag des Produkts in Zeile i und Spalte j; AB hat m Zeilen und p Spalten
- Spaltenzahl von A, gleich der Zeilenzahl von B
Der Eintrag in Zeile i und Spalte j des Produkts AB ist das Skalarprodukt der i-ten Zeile von A mit der j-ten Spalte von B.
Erklärung
Zwei Matrizen lassen sich nur multiplizieren, wenn die Spaltenzahl der linken gleich der Zeilenzahl der rechten ist. Aus einer - und einer -Matrix entsteht eine -Matrix.
Jeder Eintrag entsteht nach der Regel „Zeile mal Spalte“: Man nimmt die -te Zeile von und die -te Spalte von , multipliziert die Einträge paarweise und addiert. Das ist das Skalarprodukt dieser Zeile mit dieser Spalte.
Wichtige Eigenschaften:
- Nicht kommutativ: Im Allgemeinen ist , selbst wenn beide Produkte definiert sind.
- Assoziativ und distributiv: , .
- entspricht der Hintereinanderausführung der linearen Abbildungen: erst , dann .
- für quadratische Matrizen.
Ein Spezialfall ist Matrix mal Vektor (). So schreibt man lineare Gleichungssysteme kompakt als .
Beispiele
In umgekehrter Reihenfolge:
Die beiden Produkte sind verschieden. Der Determinantensatz gilt trotzdem: und .
Eine -Matrix mal einen Vektor aus :
Typische Fehler
- Eintragsweise multiplizieren (). Das ist das Hadamard-Produkt, nicht das Matrizenprodukt.
- annehmen und Faktoren beim Umformen vertauschen. Aus folgt (für invertierbares ) , nicht .
- Matrizen mit unpassenden Formaten multiplizieren, z.B. eine - mit einer -Matrix.