Diagonalisierung
Voraussetzung: hat linear unabhängige Eigenvektoren
- diagonalisierbare n × n-Matrix
- Diagonalmatrix mit den Eigenwerten auf der Diagonalen
- invertierbare Matrix mit den Eigenvektoren als Spalten
- Eigenwerte von A, in derselben Reihenfolge wie die Eigenvektoren
- Eigenvektoren mit A v_k = λ_k v_k
Eine Matrix mit n linear unabhängigen Eigenvektoren lässt sich als S D S⁻¹ mit der Diagonalmatrix D der Eigenwerte schreiben.
Erklärung
Eine quadratische Matrix heißt diagonalisierbar, wenn es eine invertierbare Matrix und eine Diagonalmatrix gibt mit , gleichwertig . Die Spalten von sind dann Eigenvektoren, die Diagonale von enthält die zugehörigen Eigenwerte in derselben Reihenfolge. Geometrisch: In der Basis aus Eigenvektoren wirkt als reine Streckung entlang der Achsen.
Vorgehen:
- Eigenwerte als Nullstellen von bestimmen.
- Zu jedem Eigenwert eine Basis des Eigenraums berechnen.
- Sind es insgesamt Eigenvektoren, diese als Spalten in schreiben. Sonst ist nicht diagonalisierbar.
Kriterien:
- verschiedene Eigenwerte: ist diagonalisierbar.
- Allgemein: Das charakteristische Polynom zerfällt in Linearfaktoren, und für jeden Eigenwert ist die geometrische Vielfachheit (Dimension des Eigenraums) gleich der algebraischen (Vielfachheit als Nullstelle).
- Jede reelle symmetrische Matrix ist diagonalisierbar, sogar mit orthogonalem .
Hauptanwendung sind Matrixpotenzen: , und erhält man durch Potenzieren der Diagonaleinträge.
Beispiele
hat die Eigenwerte mit und mit . Damit ist
und . Für potenziert man nur die Diagonale:
Gegenbeispiel: hat das charakteristische Polynom , also den doppelten Eigenwert . Der Eigenraum ist aber nur eindimensional. Es gibt keine zwei unabhängigen Eigenvektoren, die Matrix ist nicht diagonalisierbar.
Typische Fehler
- Eigenvektoren als Zeilen statt als Spalten in schreiben.
- Die Reihenfolge in nicht an die Reihenfolge der Spalten von anpassen.
- statt schreiben. Mit Eigenvektoren als Spalten von gilt , also .
- Aus einem doppelten Eigenwert schließen, dass nicht diagonalisierbar ist. Die Einheitsmatrix hat nur den Eigenwert und ist schon diagonal. Entscheidend ist die Dimension des Eigenraums.