Basiswechsel
Voraussetzung: Basis des
- neue Basis aus den Vektoren b₁, …, bₙ
- Basiswechselmatrix, die neuen Basisvektoren als Spalten (in Standardkoordinaten)
- Vektor in Standardkoordinaten
- Koordinatenvektor von v bezüglich B
- Matrix einer linearen Abbildung bezüglich der Standardbasis
- Matrix derselben Abbildung bezüglich der Basis B
Mit der Matrix S der neuen Basisvektoren rechnet man Koordinaten über S⁻¹v und Abbildungsmatrizen über S⁻¹AS um.
Erklärung
Eine Basis legt fest, wie man Vektoren in Koordinaten beschreibt: Die Koordinaten sind die Zahlen mit .
Schreibt man die Basisvektoren als Spalten in die Basiswechselmatrix , lautet diese Gleichung . Daraus folgt:
- Koordinaten umrechnen: . Die Richtung merkt man sich so: übersetzt von -Koordinaten in Standardkoordinaten, zurück.
- Abbildungsmatrix umrechnen: Hat eine lineare Abbildung in Standardkoordinaten die Matrix , dann hat sie in -Koordinaten die Matrix . Gelesen von rechts: -Koordinaten in Standardkoordinaten übersetzen (), abbilden (), zurückübersetzen ().
Matrizen der Form heißen ähnlich zu . Sie beschreiben dieselbe Abbildung in einer anderen Basis und haben dieselbe Spur, Determinante, denselben Rang und dieselben Eigenwerte. Die Diagonalisierung ist der Spezialfall, in dem aus Eigenvektoren besteht.
Beispiele
Basis , also und .
Für ist . Probe: .
Die Scherung hat in der Basis die Matrix
Kontrolle über die erste Spalte: , also ist die erste Spalte von gleich . Spur () und Determinante () stimmen mit denen von überein.
Typische Fehler
- und vertauschen, also rechnen. Probe: muss wieder ergeben.
- schreiben. Mit den Basisvektoren als Spalten von ist das falsch. Die Form passt nur, wenn selbst die Umrechnung von Standard- nach -Koordinaten beschreibt, also die Rolle von hat.
- Die Basisvektoren als Zeilen statt als Spalten in eintragen.