Flächen- und Volumenverhältnis ähnlicher Figuren
Voraussetzung:
- Streckfaktor, das Verhältnis entsprechender Längen (Bildlänge durch Originallänge)
- Flächeninhalt der Originalfigur und der ähnlichen Bildfigur
- Volumen des Originalkörpers und des ähnlichen Bildkörpers
Werden alle Längen mit k multipliziert, wächst die Fläche mit k² und das Volumen mit k³.
Erklärung
Zwei Figuren heißen ähnlich, wenn die eine eine maßstäbliche Vergrößerung oder Verkleinerung der anderen ist. Alle Winkel stimmen überein, und alle Längen ändern sich mit demselben Streckfaktor :
- : Vergrößerung
- : Verkleinerung
- : Die Figuren sind deckungsgleich.
Längen, Flächen und Volumen ändern sich aber unterschiedlich stark:
- Längen (auch Umfang, Höhen, Diagonalen): Faktor
- Flächen (auch Oberflächen von Körpern): Faktor
- Volumen: Faktor
Herleitung
Ein Rechteck mit den Seiten und wird zu einem Rechteck mit den Seiten und . Seine Fläche ist . Bei einem Quader kommt die dritte Kante dazu: . Jede andere Figur lässt sich beliebig genau aus kleinen Rechtecken oder Quadern zusammensetzen, deshalb gilt das allgemein.
Beispiele
Ein Dreieck mit Fläche wird mit vergrößert:
Verdoppelt man den Radius einer Kugel, wird ihr Volumen -mal so groß.
Ein Modellauto im Maßstab hat eine Dachfläche von . Für das echte Auto ist :
Sein Volumen ist -mal so groß wie das des Modells.
Typische Fehler
- Die Fläche mit statt mit umrechnen. Im ersten Beispiel ergäbe das statt .
- Den Streckfaktor falsch herum bilden. ist immer Bildlänge durch Originallänge; bei einer Verkleinerung ist .
- Annehmen, dass Figuren mit gleichen Winkeln immer ähnlich sind. Bei Dreiecken stimmt das, bei Rechtecken nicht: Alle Rechtecke haben vier rechte Winkel, sind aber nicht alle ähnlich.