Rentenendwert
Voraussetzung: Einzahlung jeweils am Ende des Jahres
- Rentenendwert, das angesparte Kapital nach n Jahren
- Rate, der Betrag, der jedes Jahr eingezahlt wird
- Zinsfaktor
- Zinssatz in Prozent pro Jahr
- Anzahl der Jahre und damit der Raten
Zahlt man n Jahre lang jeweils am Jahresende r ein, wächst das Guthaben mit Zinseszins auf r · (qⁿ − 1)/(q − 1).
Erklärung
Bei einem Sparplan zahlt man regelmäßig denselben Betrag ein, die Rate. Jede Rate wird verzinst, aber unterschiedlich lange: Die erste Rate liegt am längsten auf dem Konto, die letzte gar nicht. Der Rentenendwert ist das gesamte Guthaben am Ende.
Die Formel gilt für nachschüssige Raten, die jeweils am Jahresende eingezahlt werden. Bei vorschüssigen Raten am Jahresanfang wird jede Rate ein Jahr länger verzinst:
Zinssatz und Zahlungsabstand müssen zusammenpassen; die Formel hier gilt für jährliche Raten mit Jahreszins. Für gibt es keine Zinsen, dann ist einfach .
Herleitung
Die Rate aus dem ersten Jahr wird noch Jahre verzinst, die aus dem zweiten Jahr Jahre usw. Das Guthaben ist eine geometrische Summe:
Beispiele
Jemand spart Jahre lang jeweils am Jahresende € bei Zinsen:
Eingezahlt wurden €, die Zinsen machen also € aus. Werden die Raten am Jahresanfang gezahlt, ergeben sich €.
Welche Jahresrate braucht man, um in Jahren bei auf € zu kommen? Umgestellt nach :
Typische Fehler
- Mit statt mit im Nenner rechnen. Bei ist der Nenner .
- Nachschüssig und vorschüssig verwechseln. Am Jahresanfang eingezahlte Raten bringen den zusätzlichen Faktor .
- Jede Rate gleich lang verzinsen, also rechnen.
- Monatliche Raten mit einem Jahreszins in die Formel einsetzen, ohne Zins oder Raten umzurechnen.