Rentenbarwert
Voraussetzung: Zahlung jeweils am Ende des Jahres
- Rentenbarwert, das heute nötige Kapital
- Rate, der Betrag, der jedes Jahr ausgezahlt wird
- Zinsfaktor
- Zinssatz in Prozent pro Jahr
- Anzahl der Jahre und damit der Raten
Der Rentenbarwert ist das Kapital, das heute nötig ist, um n Jahre lang jeweils am Jahresende den Betrag r auszuzahlen.
Erklärung
Der Rentenbarwert beantwortet die Frage: Wie viel Geld muss heute auf dem Konto liegen, damit man daraus Jahre lang jeweils am Jahresende den Betrag abheben kann, bis das Konto leer ist? Das Restguthaben wird dabei weiter verzinst.
Man erhält ihn auf zwei Wegen, die zum selben Ergebnis führen:
- Jede Rate einzeln abzinsen und addieren: .
- Den Rentenendwert berechnen und um Jahre abzinsen: .
Der Rentenbarwert ist immer kleiner als die Summe aller Auszahlungen, weil das Kapital in der Zwischenzeit Zinsen bringt. Für Zahlungen am Jahresanfang (vorschüssig) multipliziert man zusätzlich mit .
Beispiele
Jemand möchte Jahre lang jeweils am Jahresende € ausgezahlt bekommen. Das Kapital bringt Zinsen. Benötigt werden heute
Ausgezahlt werden insgesamt €, die Differenz stammt aus den Zinsen.
Wie lange reichen € bei , wenn jährlich € entnommen werden? Löst man die Formel nach auf, ergibt sich
Es gibt also volle Auszahlungen; für Raten hätten € gereicht, der Rest reicht für eine kleinere zehnte Zahlung.
Typische Fehler
- Rentenbarwert und Rentenendwert verwechseln. Der Barwert ist der Betrag zu Beginn, der Endwert das Guthaben am Ende eines Sparplans.
- Den Faktor im Nenner vergessen. Dann erhält man den Endwert statt des Barwerts.
- Die Auszahlungen einfach addieren und die Zinsen ignorieren: € wären deutlich zu viel.