Außenwinkelsatz
- Außenwinkel an der Ecke A, Nebenwinkel des Innenwinkels α
- die beiden Innenwinkel an den anderen Ecken B und C
Ein Außenwinkel eines Dreiecks ist so groß wie die beiden nicht anliegenden Innenwinkel zusammen.
Erklärung
Verlängert man eine Seite eines Dreiecks über eine Ecke hinaus, entsteht dort ein Außenwinkel. Er ergänzt den Innenwinkel an dieser Ecke zu , ist also sein Nebenwinkel.
Der Außenwinkelsatz sagt: Der Außenwinkel ist genauso groß wie die beiden Innenwinkel an den anderen zwei Ecken zusammen. Den Innenwinkel an derselben Ecke braucht man dafür nicht.
An jeder Ecke gilt das entsprechend: und . Folgerung: Ein Außenwinkel ist immer größer als jeder der beiden nicht anliegenden Innenwinkel.
Herleitung
Der Außenwinkel und der Innenwinkel an derselben Ecke ergeben zusammen einen gestreckten Winkel: . Nach dem Winkelsummensatz ist . Eingesetzt:
Beispiele
In einem Dreieck sind und . Der Außenwinkel bei ist:
Zur Kontrolle: , und .
Ein Außenwinkel ist groß, einer der nicht anliegenden Innenwinkel ist ein rechter Winkel. Der andere ist dann:
Typische Fehler
- Den Innenwinkel an derselben Ecke mitzählen. Es zählen nur die beiden Innenwinkel an den anderen Ecken.
- Außenwinkel und Scheitelwinkel verwechseln. Der Außenwinkel liegt neben dem Innenwinkel auf der Verlängerung einer Seite.
- Annehmen, die drei Außenwinkel ergäben zusammen . Die Summe der drei Außenwinkel (je einer pro Ecke) ist immer .