Formel von Binet
Studium
Voraussetzung:
- n-te Fibonacci-Zahl
- Index, natürliche Zahl einschließlich 0
- goldener Schnitt Φ ≈ 1,618
- zweite Lösung ψ ≈ −0,618 der Gleichung x² = x + 1
Die Formel von Binet berechnet die n-te Fibonacci-Zahl direkt aus Potenzen des goldenen Schnitts.
Erklärung
Die Fibonacci-Zahlen sind rekursiv definiert: , und jede weitere Zahl ist die Summe der beiden vorherigen. Das ergibt Die Formel von Binet liefert direkt, ohne alle Vorgänger zu berechnen.
Herleitung: Man sucht Lösungen der Form . Einsetzen in ergibt die charakteristische Gleichung mit den Lösungen
Jede Kombination erfüllt die Rekursion. Die Startwerte und legen und fest. Die Formel lässt sich auch mit vollständiger Induktion beweisen.
Folgerungen:
- Wegen wird der zweite Summand schnell winzig. Für alle ist die nächste ganze Zahl an .
- Die Fibonacci-Zahlen wachsen exponentiell, und der Quotient strebt gegen den goldenen Schnitt .
Beispiele
:
mit der Rundungsformel: , also .
Quotient: , sehr nahe an .
Typische Fehler
- Den zweiten Summanden weglassen, ohne zu runden. ist nie exakt ganzzahlig. Ohne muss man auf die nächste ganze Zahl runden.
- Andere Startwerte verwenden. Beginnt die Folge mit , stimmt die Formel mit derselben Nummerierung. Wer aber setzt, verschiebt den Index um eins.
- Vorzeichen von übersehen. ist negativ, daher wechselt das Vorzeichen: Für gerade liegt etwas über , für ungerade etwas darunter.