Antiproportionaler Dreisatz

Antiproportionaler Dreisatz

Unterstufe
y2=x1⋅y1x2y_2 = \frac{x_1 \cdot y_1}{x_2}

Voraussetzung: x2≠0,x_2 \neq 0, yy antiproportional zu xx

x1,y1x_1, y_1
bekanntes Wertepaar, z.B. Anzahl Arbeiter und Arbeitstage
x2x_2
neue Anzahl, für die der Wert gesucht ist
y2y_2
gesuchter Wert zu x₂

Beim antiproportionalen Dreisatz bleibt das Produkt gleich, deshalb gilt y₂ = x₁ · y₁ / x₂.

Erklärung

Bei einer antiproportionalen (umgekehrt proportionalen) Zuordnung gilt „je mehr, desto weniger": Verdoppelt man die eine Größe, halbiert sich die andere. Das Produkt x⋅yx \cdot y bleibt dabei immer gleich.

Man rechnet wieder in drei Schritten, aber mit vertauschten Rechenarten:

  1. Bekanntes Wertepaar aufschreiben.
  2. Auf eine Einheit schließen: mit x1x_1 multiplizieren.
  3. Auf die gesuchte Anzahl schließen: durch x2x_2 teilen.

Beispiele

44 Maler brauchen 66 Tage, um ein Haus zu streichen. Wie lange brauchen 33 Maler, wenn alle gleich schnell arbeiten?

MalerTage
4466
116⋅4=246 \cdot 4 = 24
3324:3=824 : 3 = 8

Mit der Formel:

y2=4⋅63=8y_2 = \frac{4 \cdot 6}{3} = 8

Ein Vorrat reicht für 55 Personen 1212 Tage. Für 66 Personen reicht er

y2=5⋅126=10y_2 = \frac{5 \cdot 12}{6} = 10

also 1010 Tage.

Typische Fehler

  • Proportional rechnen, obwohl die Zuordnung antiproportional ist: Mit weniger Malern dauert es länger, nicht kürzer.
  • Die Rechenarten aus dem normalen Dreisatz übernehmen: Hier wird im zweiten Schritt multipliziert und im dritten geteilt.
  • Annehmen, dass jede „je mehr, desto weniger"-Zuordnung antiproportional ist. Das gilt nur, wenn das Produkt wirklich gleich bleibt, z.B. wenn alle gleich schnell arbeiten.

Verwandte Formeln